Die Aussicht, das bevorstehende Weihnachtsfest könnte das vorletzte sein, das die Menschheit erleben wird, ist nicht gerade erhebend. Doch es gibt Propheten, die genau das voraussagen. Es liegt in der Natur der Sache, dass ungelöste Mysterien der Geschichte die Gemüter bewegen. Eines dieser Mysterien ist der Kalender der Maya. Treffender wäre es, von einem Kalendersystem zu sprechen. Denn die Maya nutzten mehrere, einander ergänzende Kalender. Allein die Frage, wie ein Datum des Mayakalenders in andere, im europäischen Raum gebräuchliche Kalendersysteme, umgerechnet werden kann, beschäftigt Generationen von Forschern seit Jahrhunderten. Unstrittig ist, dass in nicht allzu ferner Zukunft ' und zwar im Dezember 2012 ' in der 'Langen Zählung' (einem der Maya-Kalender) der Zahlenwert des Ausgangstages dieses Kalenders sich zum ersten Mal wiederholt. Für einige Anlass genug, in dieses Datum das Ende der Welt hineinzudeuten. Diesem Phänomen widmet sich der Autor Marcel Polte in seinem Buch '2012 Countdown der Apokalypse? Eine Spurensuche', erschienen als Book on Demand im Oktober 2010.
Wird im Dezember 2012 ein Bewusstseinssprung der Menschheit stattfinden und eine Zeit gravierender Veränderungen anbrechen oder droht uns eine globale Katastrophe? Im Spannungsfeld dieser Frage begibt sich der Autor auf Spurensuche mit dem Anspruch, populäre Weltuntergangstheorien kritisch zu hinterfragen. Denn seiner Meinung nach sind noch immer mehr Fragen offen als beantwortet wurden. In der Einführung zu seinem Buch bemerkt Polte weiterhin: 'Bei oberflächlicher Betrachtung wird es ab einem bestimmten Punkt schwierig, Wahrheit von Fiktion zu unterscheiden'. Als promovierter Jurist in einer Wirtschaftskanzlei tätig, ist es Marcel Polte zweifellos gewohnt, sich nicht mit einfachen Antworten zufrieden zu geben, sondern den Dingen auf den Grund zu gehen. In seinem Buch stellt er das Wissen über die Mayas und ihre Kalender in Zusammenhang mit modernen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen ' wie beispielsweise der Klimaforschung. Das ist spannend und fördert überraschende Ergebnisse zutage. Das Themenspektrum berührt die Kultur der Maja, widmet sich ihrem Kalendersystem, um schließlich das 'magische' Datum genauer zu beleuchten. Das Naturverständnis der Maya betrachtet der Autor aus Sicht der modernen Physik, untersucht die Bedeutung der Sonne für die Maya wie für das Klima. Weitere Spuren, denen Polte in zwei Kapiteln seines Buches nachgeht, sind 'Anzeichen für das Ende der Schöpfung' und die 'Rückkehr der Sintflut'.
Wer in die Gedankenwelt einer faszinierenden Kultur eintauchen möchte, die bis heute nicht in allen ihren Facetten erklärbar ist und sich zugleich für moderne Naturwissenschaften interessiert, der wird Spaß daran haben, den Autor auf seiner Spurensuche zu begleiten.