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2.0 von 5 Sternen
Special-Effect-Overkill ohne jegliche Substanz, 9. Januar 2012
Wenn man Filme mag, in denen der Regisseur sozusagen mit der groben Kelle austeilt und möglichst viel kaputt geht, ist man mit "2012" prinzipiell gut bedient. Selten, vermutlich überhaupt nie, gab es bisher in einem Film dermaßen umfassende Verwüstungen zu bewundern. Egal, ob der Ausbruch des Yellowstone-Supervulkans, das regelrechte Versinken von Metropolen im Boden bzw. im Meer oder die Zerstörungen, die von gigantischen Tsunamis angerichtet werden - all das ist tricktechnisch sehr gut umgesetzt und lässt kaum Wünsche offen. Wobei der Overkill an computergenerierten Special Effects zur Folge hat, dass wesentlich mehr "unecht" wirkt, als in anderen Filmen; die Grenzen der Technik sind in einigen Szenen doch recht deutlich zu erkennen. Daran muss man sich erstmal gewöhnen... Dennoch: An dieser Front wurde prinzipiell alles richtig gemacht.
Mehr hat "2012" im Wesentlichen aber nicht zu bieten. Natürlich darf man an einen Emmerich-Blockbuster nicht mit der Erwartung herangehen, eine wissenschaftlich korrekte Dokumentation zu sehen. Aber auch die Mindestvoraussetzungen für einen inhaltlich halbwegs brauchbaren Film erfüllt dieser Streifen bei weitem nicht.
Zunächst merkt man von Anfang an sehr deutlich, dass die Special-Effects der eigentliche Star des Films sind. Die Schauspieler (allen voran der durchaus sympathische John Cusack) sind zwar bemüht, stellen aber völlig gesichtlose, maximal als Verkörperung von amerikanischen Heldenklischees durchgehende Charaktere dar. Gleiches gilt für die Story - die Apokalypse erhält zwar einen pseudo-wissenschaftlichen Anstrich, der nicht ganz verkehrt ist, die restliche Handlung kann man jedoch getrost vergessen. Alles ist dermaßen vorhersehbar, dass einfach keine richtige Spannung aufkommen will und man - statt mit den Hauptpersonen mitzufiebern - nur auf die nächste Effektorgie wartet. Grundsätzlich wurde sowohl bei Charakteren als auch in Bezug auf die Story ohne Not wirklich jedes Klischee in den Film gepackt, dass man aus den letzten Jahrzehnten des Popcorn-Kinos kennt.
Am meisten stört, wie oft Hauptdarsteller Cusack praktisch in letzter Sekunde dem Tod von der Schippe springt. Es wäre vollkommen in Ordnung gewesen, die einzelnen Katastrophen zumindest gelegentlich für sich stehen zu lassen - leider hat man sich dazu entschieden, die Darsteller in mörderischem Tempo durch die nicht vorhandenen Kulissen zu jagen. Die Folge ist Kopfschütteln und stellenweise sogar Gelächter, wenn die Protagonisten in einer Limousine durch ein gerade einstürzendes Hochhaus brettern oder mit einer schweren Transportmaschine Flugmanöver wie mit einer Cessna durchführen. Atemlose Spannung kommt so jedenfalls nicht auf. Dass Roland Emmerich zusätzlich auch noch ganz tief in den Pathetik-Topf greift, seinen Darstellern dümmliche Dialoge in den Mund legt und den Spagat zwischen Familien- und globaler Tragödie nicht hinbekommt, spielt im Endeffekt so gut wie keine Rolle mehr. Genauso ist es mit dem jämmerlichen Versuch, dem Ganzen durch einen schwarzen US-Präsidenten, einer "Frau Bundeskanzlerin" und ähnlichen Personen einen aktuellen, realistischen Anstrich zu verleihen.
Gute Momente gibt es vor allem dann, wenn der Film echte Ironie statt unfreiwilliger Komik zeigt. Beispielsweise wenn das Weiße Haus durch einen US-Flugzeugträger zermalmt wird oder der Petersdom Gläubige während dem Gebet unter sich begräbt.
Im Endeffekt reicht das alles für knappe zwei Sterne - das aber auch nur deshalb, weil es einige - auch inhaltlich - schlechtere Filme gibt. Zumindest hat man bei "2012" im Vergleich zu anderen Filmen wie zum Beispiel der unsäglichen Geschichtsverfälschung "Pearl Harbor" (den nicht mal die hervorragenden Effekte rausreißen können) nicht das Gefühl, dass sich der Streifen selbst allzu ernst nimmt. Der Film tut niemandem weh, ist in seiner Art zumindest konsequent und setzt optische Maßstäbe. Zu mehr reicht es aber nicht, soll es wohl auch nicht. Mir persönlich ist das aber auch bei einem solchen Blockbuster einfach zu wenig.
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21 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Die Zutaten zu diesem Emmerich Klischeefeuerwerk, 9. Januar 2012
Man nehme:
-Geschiedenen erfolglosen Familienvater CHECK
-Attraktive Ex-Ehefrau CHECK
-Sternenbanner CHECK
-Genervter Sohn hasst seinen Vater liebt seinen reichen Porsche fahrenden Stiefvater CHECK
-Rumheulendes kleines Mädchen CHECK
-Sternenbanner CHECK
-Verrückter Weltuntergangsspinner der Recht behält im Campingwagen (ohne Alumütze) CHECK
-HumVees und Armykerls aufmarschieren lassen CHECK
-Strechlimo klingt wie ein Muscle Car und hält mehr aus als ein Leopard 2 Panzer CHECK
-Stiefpapa kann mit 3 Flugstunden fliegen wie Baron von Richthofen CHECK
-Kleiner Hund CHECK
-Schwarzer US Präsident wird von Flugzeugträger erschlagen CHECK
-Sternenbanner CHECK
-Eine Antonov braucht nur 100 Startbahn um Abzuheben CHECK
-Beginn von Katastrophenszenarien kann Sekundengenau von Computern mit Countdown berechnet werden CHECK
-USA übernehmen die Führung der freien Welt CHECK
-USA bekommen ihre Eigene Arche Europa, Russland und der Rest dürfen sich 2 andere Teilen CHECK
-Nur wer Millarden auf dem Konto hat oder Dr./Prof ist hat das Recht auf Überleben CHECK
-Heroische schwülstige Rede von schwarzem Wissenschaftler (würg) CHECK
-Stiefpapa geht drauf CHECK
-Hund überlebt CHECK
-Familie hat sich einen Monat später wieder zusammengefunden CHECK
-Keiner denkt dran Leute aus Afrika zu retten CHECK
Das ich dieses Werk bis gestern bis zum Ende durchgehalten habe grenzt wirklich an ein Wunder. Ich hab ja schon einiges an Emmerichen Werken gesehen aber das hatte wirklich alles zu bieten was mich Fremdschämen, die Hände vor dem Gesicht zusammenschlagen, die Augen verdrehen und den Kopf schütteln lässt.
Ich habe vielen Protagonisten ehrlich ein frühes Ableben gewünscht.
Einzig Positiv ist, dass die US-Flagge "verhältnismäßig" selten im Bild weht.
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252 von 330 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
pures Demomaterial für das Heimkino, 27. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: 2012 [Blu-ray] (Blu-ray)
Wir kennen doch nun unseren Roland Emmerich gut genug um zu wissen, was uns
erwartet. Auch hier, bei seinem neuestem Film ließ bereits der Trailer erahnen,
worauf es wieder hinnaus läuft: Specialeffects pur und eine Zerstörungsorgie, wie
man sie bis Dato noch nicht im Kino gesehen hat. Wie immer gibt man am heimischen
Kellereingang zum Heimkino sein Hirn ab und hat sich ausreichend mit Popcorn
eingedeckt denn es gilt 158 Minuten einer Handlung zu verfolgen, die dazu dient,
einen wie in einen Ride durch die verschiedenen Katastrophen zu bringen.
Kommen wir also zum Filmerlebnis im eigenen Heimkino. Bevor etwas passiert,
plätschert die Handlung etwas dahin und man kann sich im wahrsten Sinne schon
mal ein Bild von der Umsetzung auf Blu-Ray machen:
Das Master zeigt einen guten Kontrast mit ausreichender plastischer Tiefe, wirkt aber insgesamt etwas
weichgezeichnet. Die Bildschärfe ist aber überwiegend sehr gut.
Stellenweise überstrahlt das Bild leicht in hellen Bildbereichen aber das tiefe Schwarz zeigt in dunklen Bildbereichen eine sehr gute Durchzeichnung. Die Kompression ist makellos und zeigt
selbst in Szenen mit viel Bewegungsdynamik keinerlei Störungen. Die Farbgebung ist leicht
verfremdet aber insgesamt noch natürlich.
Nach einer halben Stunde gehts nun langsam los und es offenbart sich vor allem eines:
Der Sound ist pures Demomaterial für das Heimkino und ein bombastisches Spektakel welches
gerade gute Subwoofer bis in abgrundtiefe Frequenzen das Letzte abverlangen. Die Einschläge
der Trümmer des explodierten Vukans scheinen den Zuschauer aus den Kinosessel zu katapultieren
und der Mehrkanalmix jagd im Schnelltempo von Szene zu Szene. Dazu gesellen sich Split-Surround-
Effekte aus allen 7 Kanälen, die dem Zuschauer jederzeit das Gefühl geben, ein Teil des
Weltunterganges zu sein.
Diese präzise ortbaren Effekte werden begleitet von einem satten Music Score, der sehr dynamisch
daher kommt. Das Actionfeuerwerk bietet erfreulicherweise nicht nur im Bassbereich eine hohe Qualität.
Die Hochtonwiedergabe ist sehr brillant und lässt viele kleine Details sehr präzise erklingen.
Die deutsche Tonspur punktet nicht nur mit der glasklaren Höhenwiedergabe sondern mit dem sehr
präzisen, kontrollierten Bassbereich.
Sound und Bild zusammengenommen bieten ein Heimkinoerlebnis erster Güte und die Disk wird sicher
immer die erste sein, die man sich vornimmt um Bekannte und Freunde im höchsten Maße zu
beeindrucken.
Roland Emmerich hat genau das geliefert, was man gewohnt ist. Einfachste Unterhaltung in Form
von Popcornkino, nicht mehr und nicht weniger.
Wer danach noch nicht genug hat, kann sich nun an die Extras rangeben und sich zum Beispiel
diverse Featuretten und Making offs der Special Effects anhand diverser Beispiele aus dem Film
ansehen, diverse Interviews etc....
BD-Live fähige Player werden zudem mit weiterem Material aus dem WEB gefüttert. Die Extras
im Detail:
Special Features:
* Kommentar mit Drehbuchautor/Regisseur Roland Emmerich und Co-Drehbuchautor Harald Kloser
* Gestaltung des Weltuntergangs
* Roland Emmerich: Meister des modernen Epos
* Wissenschaftlicher Hintergrund der Zerstörung
* Der Weltuntergang: Die Darsteller-Perspektive
* Alternatives Ende
* Entfallene Szenen
Blu-ray Exklusivmaterial:
* movieIQ (logo) und BD-Live liefern Echtzeitinformation rund um Besetzung, Musik, Wissenswertes und vieles mehr, während der Film läuft!
* Bild im Bild: Rolands Vision: Enthält Prävisualisierung, Storyboards und Aufnahmen hinter den Kulissen sowie Interviews mit Filmemachern, Schauspielern und Drehteam
* Interaktiver Maya-Kalender: Nach Eingabe eines Datums erscheint Ihr Horoskop und Persönlichkeitsprofil! Forschen Sie weiter und sehen Sie Geheimnisse des Maya-Kalenders
Fazit: Heimkinobesitzer kommen um den Streifen nicht herum. Zuschauer die eine tiefgründige, logische
Handlung mit sorgfälltig herausmodellierten Charakteren suchen sind hier falsch.
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