Aus der Amazon.de-Redaktion
Inspiriert von einer Kurzgeschichte Clarkes, hat Kubrick ein unkonventionell erzähltes, auf Visualität beruhendes Poem geschrieben (auf 139-Minuten Film kommen nicht einmal 40 Minuten Dialog), das in einer eigene Bildsprache die Geschichte der Evolution erzählt. Der Evolution, die bereits geschehen ist und einer Evolution, die vielleicht noch kommen mag. Beginnt der Film im Zeitalter der Urmenschen, gelingt es Kubrick in nur einer Sequenz ins Zeitalter der Raumfahrt überzuleiten und vom Flug eines Raumschiffes namens Discovery im Jahre 2001 zu berichten, um mit der metaphysischen Geburt eines Sternenkindes zu enden.
Präzise ist die Geschichte konstruiert, die sich auf einer Subebene geschickt mit der Enthumanisierung des Menschen durch die voranschreitende Technologie auseinandersetzt, wofür in Kubricks Klassiker der Computer HAL 9000 steht, der von allen Figuren über die am weitesten entwickelte Persönlichkeit verfügt. Dinge wie diese sind es denn auch, die 2001 zu einem Film wie keinen anderen machen, auch wenn die Darstellung des ersten Jahres im neuen Millennium, wie wir heute wissen, denn doch etwas zu enthusiastisch ausgefallen ist. Seine spektakulären, präzise ausgearbeiteten Spezialeffekte haben darüber hinaus die Zeiten überstanden und bestehen selbst heute noch den Vergleich mit aktuellen Produktion. Ohne zu übertreiben kann man sagen, dass dies ein cineastischer Meilenstein war und ist: verwirrend, provokativ, perfekt. --Jeff Shannon
Video Jakob Kurzinhalt
Movieman.de
Moviemans Kommentar zur DVD: Die Disc befriedigt nicht ganz die in sie gesetzten Erwartungen, da leichte Schärfemankos und kleine Kontrastfehler nicht zu übersehen sind, liefert aber insgesamt eine überzeugende Optik und eine sorgfältig erstellte Tonspur, der man ihr Alter hauptsächlich an der Musik anhört. Mit "2001" definierte Kubrick das Genre Science Fiction neu und setzte wie mit fast allen seiner Filme neu Maßstäbe. Die Inszenierung des Stoffes hätten Andere vielleicht in ein 75-Minuten B-Movie verpackt und in der Tat (Gruß an Frau Biwald) ist die inhaltlich-dramaturgische Substanz vordergründig schnell verbraucht, aber der stilistische Schliff erzeugt eine ungeheure Eindringlichkeit und Spannung, wie sie nur ein Filmgenie schaffen kann.
Bild: Einen Hauch mehr Brillanz in der Schärfe hätten wir schon erwartet, aber allen Unkenrufen zum Trotz: 2001 sieht gut aus. Besonders auffällig ist der hervorragende Zustand des 65mm-Quellmaterials. Kein Kratzer, keine Unebenheit stört hier den Bildeindruck. Ausgezeichnet ist auch die Artefaktrate, die die sehr bewegte Optik mit all den Kamerafahrten und -Flügen absolut ruckelfrei und ohne Schärfeverlust abbildet (00.20.35, Raumschiff). Ja, auch wir haben das kurze Haken der Sonde in der Weltraumeinstellung bei 00.19.06 bemerkt, hierbei handelt es sich aber nicht um einen Masteringfehler, sondern mutmaßlich um einen Bildsprung. Die Schärfe ist dann jener Punkt, dem vielleicht etwas mehr sorgfalt hätte zu Teil werden können, denn Details sind nicht immer nachvollziehbar, etwa bei der Schrift auf dem Monitor (00.25.35), die nicht lesbar ist. Generell wird strahlender Kontrast geboten, der allerdings in der berühmten Konversationsszene bei 00.28.50 die Deckenbeleuchtung leicht überstrahlen läßt. Sehr ordentlich.
Ton: Das Mastering ist mit der gebotenen Sorgfalt vorgenommen worden und wertet das bereits etwas alterschwache Material angenehm auf. Die Grenzen des Remasters sind allerdings auch schnell erreicht - gemessen an heutigen Standards. So liebevoll die Johann Strauß-Musik auf aufbereitet worden ist (00.21.15), so sehr zeigt sich aber auch ein gewißer Transparenzmangel. Deutlicher wird diese auch bei den choralen Passagen der Ligeti-Musik (01.56.30), die einfach ein wenig brüchig klingen. Insgesamt wird eine unaufdringliche Kulisse mit nachvollziehbarar Geographie und gesunder Dynamik geboten und die einzelnen Effekte sind weiträumig gestzt. --movieman.de
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Blickpunkt: Film
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Kurzbeschreibung
Vor seiner Reise in die Zukunft besucht Kubrick unsere prähistorischen, affenähnlichen Vorfahren, um dann (mit einem der irrwitzigsten Schnitte der Filmgeschichte) viele Jahrtausende zu überspringen: Die Menschheit hat Kolonien im Weltraum gegründet. Von dort schickt Kubrick den Astronauten Bowman in die Tiefen des Alls, jenseits der menschlichen Vorstellungskraft - und vielleicht sogar in die Unsterblichkeit. "Öffne das Schleusentor, HAL!" Eine absolut einzigartige Reise voller Staunen und Rätsel kann beginnen...