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2001. Odyssee im Weltraum.
 
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2001. Odyssee im Weltraum. [Taschenbuch]

Arthur C. Clarke
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (26 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 265 Seiten
  • Verlag: Heyne; Auflage: Überarb. Neuausg. (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453194381
  • ISBN-13: 978-3453194380
  • Größe und/oder Gewicht: 18 x 11,8 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (26 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 283.377 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Arthur C. Clarke
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Aus der Amazon.de-Redaktion

2001 ist ein Buch, bei dessen Rezension sich unweigerlich ein Vergleich mit der Verfilmung aufdrängt. Stanley Kubrick schuf in enger Zusammenarbeit mit Clarke ein Werk, das von vielen als der Meilenstein des SF-Films, von aber bestimmt ebenso vielen als miserabel angesehen wird. Das liegt vor allem an der Tatsache, daß Kubrick mehr Wert auf seine künstlerische Entfaltung als auf die Fortführung der Handlung legte. So sind vor allem die vielen Längen (Kritiker würden sagen, der Film sei eine einzige Länge) und der psychedelische, unverständliche Schluß zu kritisierende Punkte. Sieht man den Film jedoch als Kunstwerk statt als Spielfilm, und liest man vorher die Romanvorlage, ist er durchaus sehenswert.

Aber genug davon, hier soll ja in erster Linie das Buch bewertet werden. Es beginnt mit der Vorgeschichte, dem "Aufbruch der Menschheit" (wie er im Film genannt wird): Auf der Erde, 3 Millionen Jahre vor unserer Zeit, stehen die Menschenaffen (bzw. Urmenschen oder wie man sie auch nennen mag) kurz vor dem Aussterben, da sie ihren natürlichen Feinden hoffnungslos unterlegen sind und ihr Überlebenskampf von Tag zu Tag härter wird. Zu diesem Zeitpunkt erreicht ein Monolith außerirdischer Herkunft die Erde, mit dem Auftrag die dortigen Lebewesen zu sondieren. Nur bei den vermeintlich zum Untergang verdammten Urmenschen findet er eine Art Verstand, primitiv und sich selbst nicht bewußt, aber existent. Der Stein lehrt sie den Gebrauch von Werkzeugen und macht sie so zur überlegenen Lebensform dieses Planeten ...

Drei Millionen Jahre später wird von einer auf dem Mond errichteten Station ein Monolith gefunden, tief im Mondgestein vergraben und Millionen Jahre alt -- der unwiderlegbare Beweis für eine außerirdische Zivilisation. Der Fund wird geheimgehalten, um die Bevölkerung nicht in Panik zu versetzen und ein Raumschiff wird für einen Flug zum Jupiter konstruiert, dem Ziel eines Energieblitzes, den der Monolith nach seiner Freilegung abgab. An Bord dieses Raumschiffs, der "Discovery", befinden sich sechs Besatzungsmitglieder, von denen vier bis zum Erreichen des Ziels in Kälteschlaf gesetzt wurden, um Ressourcen zu sparen. Als Entlastung der Crew, sozusagen als "7. Mann" ist ein Supercomputer der HAL-9000-Serie an Bord, der abgesehen von den sich in Kryostase befindlichen Crewmitgliedern, als Einziger die wahre Mission kennt.

Clarke (wie nebenbei bemerkt auch Kubrick) bemüht sich um möglichst große Realitätsnähe ohne daß das Ganze in Hard-SF "eskaliert": ob es sich um den Aufbau des Raumschiffs, den Flug an sich oder auch um die abschließende Reise durch das Sternentor (die übrigens sehr an "Contact" erinnert) handelt, es bleibt immer im Rahmen des technisch bzw. wissenschaftlich Vorstellbaren.

Vor allem die Kapitel in denen die Erzählperspektive sozusagen aus dem Raumschiff "herausschwenkt" und Hintergründe beispielsweise zu HAL oder dem Monolithen liefern, lockern die Handlung auf, da diese ansonsten (ab dem zweiten Drittel) nur auf einen Ort mit praktisch drei handelnden Personen beschränkt ist.

Das Ende "schreit" förmlich nach einer Fortsetzung, was Clarke anscheinend ebenso sah und 2010, 2061 sowie in jüngster Zeit, als Abschluß der Tetralogie, 3001 folgen ließ. Urteil: Interessantes Buch, auch -- oder besser vor allem -- für diejenigen, die den Film bereits gesehen haben. Es geht insoweit über den Film hinaus, als es die Ursachen für HALs "Fehlfunktionen" und vor allem die Geschehnisse am Ende erklärt. --Oliver Faulhaber -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Im Mondkrater Tycho graben Forscher einen Millionen Jahre alten gläsernen Quader aus. Als ihn das Licht berührt, sendet er eine Radiowelle in Richtung Saturn. Die Amerikaner bemannen eine Raumfähre, um herauszufinden, was sich hinter dem rätselhaften Objekt verbirgt. Mit an Bord ist HAL, ein denkender Supercomputer. Doch der scheint seine Leistungsfähigkeit zu überschätzen ... Stefan Hunstein verleiht dem berühmten Science-Fiction-Epos eine neue Stimme voller Ausdruck und Intensität. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD .

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Kundenrezensionen

26 Rezensionen
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3 Sterne:    (0)
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein unverzichtbarer Klassiker der Science Fiction, 28. April 2003
Rezension bezieht sich auf: 2001. Odyssee im Weltraum. (Taschenbuch)
Natürlich ist es unmöglich, dieses Buch vom Film zu trennen - immerhin ist es weder die Vorlage noch eine Nacherzählung von Kubricks Meisterwerk, sondern die zeitgleich entstandene Interpretation seines Drehbuch(Co-)Autors. Bei allen Unterschieden ist es im Zusammenhang mit dem Film unverzichtbar und geht mit ihm eine wunderbare Symbiose ein.
Das Buch ist in vier Abschnitte unterteilt (wie auch der Film), auf die ich hier im eizelnen eingehen will.
Der erste Abschnitt spielt in Afrika vor etwa drei Millionen Jahren. Der noch stumpfe Mensch, kaum dem Affenstadium entwachsen, ist vom austerben bedroht. Ein geheimnisvolles Artefakt, nimmt Einfluss auf den Menschen, indem es dessen Geist stimuliert.
Dieser Abschnitt ist, zusammen mit dem Schluss des Buches, der genialste Teil. Im Film bleibt das alles recht unverständlich, und entzieht sich in seiner Bedeutung vor allem dem Standardkonsumenten. Arthur C. Clarke geht sowohl auf den frühen Menschen als auch auf den geheimnisvollen Monolithen ein, und er portraitiert unsere Vorfahren so entlarvend wie humorvoll. Die Entwicklung, die der Monolith in Gang setzt, ohne zu manipulieren, wird ausführlich, nachvollziehbar und glaubhaft beschrieben.
Der zweite Abschnitt: Die Entdeckung eines Monolithen auf dem Mond Ende des 20. Jahrhunderts. Dr. Heywood Floyd wird auf den Mond beordert, um diese Entdeckung zu beurteilen, die für den Menschen den ersten Beweis für die Existenz außerirdischen Lebens darstellt. Da erwacht der Monolith, und sendet ein Signal.
Dritter Abschnitt: Die Reise der Discovery. Ein Raumschiff ist auf dem Weg zum Jupiter und von dort aus zum Saturn. Der wissenschaftliche Teil der Mission ruht vorerst; die drei Experten befinden sich im künstlichen Tiefschlaf und sollen erst am Ziel geweckt werden. An Bord sind David Bowman und Freank Poole, und sie werden unterstützt vom Supercomputer HAL 9000. Doch etwas läuft schief: Obskure Fehlermeldungen stellen sich als falsch heraus und schließlich kommt es zu einem schlimmen Unfall, der schließlich dazu führt, das Bowman HAL abschalten muß. Er erfährt, dass die Mission dazu dient, dem Funksignal des Monolithen zu folgen, das dieser zum Saturn ausstrahlte.
Über diese beiden Abschnitte ist zu sagen, dass es äußerst interessant ist, die wissenschaftlichen Visionen Arthur C. Clarkes Ende der sechziger Jahre mit den heutigen Möglichkeiten und Errungenschaften zu vergleichen. Im Bereich des Möglichen bleibt er immer; schließlich plante man in den sechziger Jahren tatsächlich, bis in die achtziger den Mars erreicht zu haben und Stationen im Orbit und vielleicht auch auf dem Mond zu errichten. Auch Videophone sind heutzutage sicherlich keine Fiktion mehr.
Die Charaktere der handelnden Personen bleiben allerdings etwas schwach portraitiert. Hier dreht sich das Verhältnis zwischen Film und Buch um 180 Grad: den wo der Film geheimnivoll bleibt und Fragen aufwirft, wird Clarke konkret, während er die eigentliche Reise, man möchte fast sagen, übergeht. Die Dialoge mit HAL aus dem Film wurden nicht umsonst zu Schlagworten der Popkultur. Aber der Qualität des Buches tut dies keinen Abbruch, da der Autor sich hier auf andere Facetten der Geschichte konzentriert.
Es folgt das Finale: Bowman findet den großen Bruder des Monolithen auf dem Saturnmond Japetus und bricht auf eine phantastische Reise auf...
Es ist schwer zu sagen, was genialer ist; der wortlose, psychodelische Bilderregen des Kubrikfilms untermalt von Ligetis verstörender Musik, für mich eine der besten Filmsequenzen aller Zeiten, oder die ausführliche Beschreibung Clarkes einer unverständlichen Reise zu den Grenzen unserer Wahrnehmung oder unseres Verständnisses, deren Ende mit der Macht einfacher Worte einem vor Bewunderung fast die Tränen in die Augen treiben will. Es ist ein Patt, und beide Versionen dieser Vision sind zu ihrer vollen Erschließung unverzichtbar.
Fazit: Für Freunde des Science Fiction ist dieses Buch definitiv ein MUSS, wenn es auch heute schon einigen veraltet scheint. Aber das ist es nicht; es ist zeitlos.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Pures Adrenalin für die Psyche !!!, 7. August 2000
Rezension bezieht sich auf: 2001. Odyssee im Weltraum. (Broschiert)
So ein Buch konnte eigentlich nur von Kubrick verfilmt werden. Stoffe, die dem Zuschauer ordentlich durch den Magen gingen ("Full Metal Jacket", "Uhrwerk Orange") und ihm gleichzeitig das Gehirn verdrehten ("2001 - Odyssee im Weltraum", "Eyes Wide Shut") waren Kubricks Augenmerk. Deswegen wäre ich auch noch so gespannt gewesen auf sein Projekt "AI", welches nun tragischerweise wahrscheinlich von Spielberg realisiert werden wird... Was mich am Film vor allem faszinierte, war Kubricks Untermalung mit Strauss-Walzern und psychedelischen Werken von Lygeti und Khachaturian, die man in Erwartung eines Mainstream-SciFi erst einmal verdauen muss ! Bei weitem nicht weniger erwähnenswert ist dieses Buch. Ich glaub, ich habs mitlerweilen dreimal gelesen und jedesmal mit demselben Effekt: man kann es einfach nicht aus der Hand legen ! Fazit: einfach abschalten und geniessen !!!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Ein Buch über die Einsamkeit, 29. November 2004
Rezension bezieht sich auf: 2001. Odyssee im Weltraum. (Broschiert)
Zugegeben: es fällt schwer, beim Lesen des Buches nicht die Bilder Kubriks genialen Verfilmung im Kopf zu haben, aber dies schadet nicht. Wer den oppulenten Schlussteil des Films nicht verstanden hat, mag hier Aufklärung finden. 2001 ist natürlich - wie fast alle Bücher Clarkes - ein Buch über die Chancen des wissenschaftlich-technischen Fortschritts, aber auch ein Buch über die Einsamkeit. Es wird wenig miteinander gesprochen, höchstens über das gleiche Thema, aber nie über die Ansichten darüber und die letzten Teile des Buches werden bestimmt durch die gefährtenlose Reise des letzten überlebenden Astronauten, der zudem durch die immense Entfernung zur Erde mit den dort lebenden Menschen nur zeitversetzt kommunizieren kann. Das Ende ist tröstlich, sagt es doch, dass der Mensch zwar einsam sein kann, aber die Menschheit nicht allein ist.
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