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2001 - A Space Odyssey
 
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2001 - A Space Odyssey

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4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Wiedergabe   2. Requiem (1963/65) - 2. Kyrie Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks 4:21 EUR 0,99
Wiedergabe   3. Modern chorusmusic - Lux aeterna (1966) Helmut Franz 8:01 EUR 0,99
Wiedergabe   4. An der schönen blauen Donau, Op.314 Berliner Philharmoniker 10:00 EUR 0,99
Wiedergabe   5. Gayaneh - Gayaneh's Adagio Leningrad Philharmonic Orchestra 5:25 EUR 0,99
Wiedergabe   6. Atmosphères Sudwestfunk Symphony Orchestra 8:41 EUR 0,99
Wiedergabe   7. Also sprach Zarathustra, Op.30 - Prelude (Sonnenaufgang) Berliner Philharmoniker 1:42 EUR 0,99
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Mrs. Peel
Format:Audio CD|Von Amazon bestätigter Kauf
Zunächst verpflichtete Stanley Kubrick den Filmkomponisten Alex North, um sein Meisterwerk in vier Akten mit einem geeigneten Score zu unterlegen. Als Orientierung gab Kubrick ihm die präexistenten Platzhalterstücke von György Ligeti aus dem Rohschnitt an die Hand. North komponierte auch einen kompletten Score für den Film, musste aber bei der Premiere entsetzt feststellen, dass Kubrick die Stücke von Ligeti einfach beibehalten hat. Offensichtlich war Kubrick mit der Arbeit von North nicht zufrieden. Erst 1993 wurde dann auch der Score von North veröffentlicht, der viele Parallelen zu Ligetis Werken aufweist, ohne sie jedoch qualitativ zu erreichen. Die Musik von Ligeti wurde durch den Film über Nacht populärer, es kam aber dennoch zu Rechtsstreitigkeiten, weil Kubrick nicht einen Cent für die Verwendungsrechte an Ligeti zahlte. Das Prinzip auf Originalmusik zu verzichten und stattdessen klassische Stücke (wenn auch manchmal in verfremdeter Form) zu verwenden, wiederholte Kubrick drei Jahre später bei "A Clockwork Orange".

Im Gegensatz zu diesem Soundtrack beginnt der Film mit "Atmospheres" (1961) von Ligeti, das mit Einsetzen des Schwarzbildes am Anfang intoniert wird. Die Komposition wird später im dritten Akt von Kubrick ein weiteres Mal als Pause eingesetzt, weswegen das Stück auf diesem Soundtrack auch erst an sechster Stelle erklingt. Bei den einführenden Titeln ertönt dann Richard Strauss' "Also sprach Zarathustra" (1896). Die markante Ouvertüre des Stückes, bestehend aus einem Orgelpunkt und einer dreimal ansetzenden Bläserfanfare, ist die akustische Korrespondenz für das Erwachen der Menschheit, für die Morgendämmerung und den Beginn. Kubrick setzt das 18-minütige Stück als pathetische Untermalung der gigantischen Wüstentotalen im Film ein. Im Film selbst hört man in der Tonspur dazu Naturgeräusche, die Laute der Primaten und Steine, die auf Steine schlagen. Als schließlich der Monolith erscheint, setzt das "Requiem" von Ligeti ein.

Das psychedelische "Requiem" (1965) ist ein sehr nervöses und spannungsgeladenes Chorstück, das mit leisen Clustern eröffnet wird, die dann mit wachsendem Stimmvolumen und unterlegtem Kontrabass immer eindringlicher werden. Die experimentellen Cluster münden schließlich in ein Crescendo. Sopranisten und Tenöre rücken mit zunehmender Dauer immer mehr in den Vordergrund. Die Streicherdissonanzen verstärken sich. Als im Film ein Artefakt von einem Menschenaffen als Waffe und Werkzeug entdeckt wird, greift Kubrick zur hymnischen Untermalung des Beginns der eigentlichen Evolution des Menschen vom Primat zum Sternenkind noch einmal auf die Anfangstakte von "Also sprach Zarathustra" zurück. Der erste Akt des Films wird dann mit einem der genialsten Match Outs der Kinogeschichte geschlossen. Der in die Luft geworfene Knochen leitet über zu einem länglichen, knochenähnlichen Raumschiff im All.

Man könnte die Wahl für Johann Strauß' "An der schönen blauen Donau" (1867) als bewussten Gegensatz zwischen der Musik einer längst vergangenen Epoche und der futuristischen Technik interpretieren. Kubricks Motiv für den Einsatz des Wiener Walzers liegt allerdings in der Untermalung der im All schwebenden Raumstationen, die sich scheinbar federleicht wie ein Brautpaar beim Hochzeitswalzer um die eigene Achse drehen und tänzerisch mit den Shuttles interagieren. Die Musik korrespondiert perfekt mit den Bildern.

"Lux Aeterna" (1966) ist ebenfalls eine Komposition von Ligeti, die speziell für Chor und für Totenmessen verfasst wurde und im Film zur Einstimmung ins verfremdet Feierliche eingesetzt wird. Das Stück wird von Kubrick im zweiten Akt des Films verwendet, als die Gruppe sich zum Krater begibt und dann noch einmal im Schlussakt als hypnotische Klangkulisse für die surreale Vision vom Sturz zum Jupiter. Im Film wird dabei das Stück noch von extremen Tönen und dem Brummen und Scheppern der Rettungskapsel unterbrochen.

Die "Gayaneh-Ballet-Suite" (1942) von Chatschaturjan ist ein sehr melancholisches Stück, das mit einstimmigen Solostreichern die Einsamkeit der Wissenschaftler im All betont. Das Adagio unterlegt die ersten Bilder in der Forschungsstation und auch die erste Einstellung des roten Auges des Computer HAL 9000. Im Film wiederholt sich das Motiv immer wieder, wenn der Alltag der Forscher gezeigt wird.

Einer der wunderbarsten Soundeinfälle des Films ist leider auf diesem Soundtrack nicht zu hören. Nämlich als ein Forscher den gestörten Bordcomputer deaktiviert und HAL dabei in völligem Gegenkontrast zur ambitionierten Technik um ihn herum das Kinderlied "Daisy" anstimmt, das ja im Deutschen "Hänschen klein" heißt. Das ist so einer der prägnanten und sehr typischen Momente dieses schier unergründlichen und sehr abstrakten Films, der viel mit visuellen und akustischen Gegensätzen arbeitet, um motivisch das evolutorische Fortschreiten der Zeit herauszuschälen. Zu hören ist diese Passage auf der Gedenk-Neuauflage von 1996, die hier als UK-Import erhältlich ist und auf einer neuen Edition von Sony aus dem Jahr 2010. Die Tracklist des Soundtracks entspricht bei diesen Versionen dann auch der Abfolge im Film.

Der Soundtrack schließt genauso wie der Film mit den vertrauten und harmonischen Klängen von "Also sprach Zarathustra". Im Film sieht man dazu das Bild des Embryos als Analogie für die Wiedergeburt und den Neuanfang. Der Zyklus wird visuell und akustisch geschlossen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Original Soundtrack? 3. Juni 2011
Format:Audio CD
Zu der Musik an sich möchte ich gar nicht viel sagen. Es handelt sich nicht um extra für den Film komponierte Stücke sondern um verschiendene klassische Werke. Meiner Meinung nach passen diese Stücke so gut zu den Bildern des Films dass man annehmen könnte sie wären nur dafür erschaffen worden.

So ganz 100% "original" ist der Soundtrack aber dennoch nicht.

1. "Also Sprach Zarathustra" ist im Film von den Wiener Philharmonikern, dirigiert von Karajan zu hören. Auf dem CD/LP Soundtrack findet man eine Einspielung der Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Karl Böhm wieder.
Im gegensatz zur LP, wo das erste und das letzte Stück "Also Sprach Zarathustra" mit einer Spielzeit von 1:38 den Soundtrack ein- und ausleitet, ist bei der CD Version eine über 18 Minuten Version als erstes Lied zu hören. Hier sind noch weitere Teile (Von den Hinterweltlern, von der Großen Sehnsucht etc.) beinhaltet.

2. Lux Aeterna ist auf der CD Version ebenfalls ausgetauscht worden. Auf der LP als auch im Film findet man eine Version der "Schola Cantorum Stuttgart" dirigiert von Clytus Gottwald. Auf der CD Version findet eine Aufnahme des Chor des Norddeutschen Rundfunks unter Leitung von Helmut Franz Anwendung.

3. Auf der LP Version war "An der schönen blauen Donau" in zwei Teile aufgeteilt (6:55+3:30). Auf der CD Version ist dieses Werk als ein Stück vorhanden. Auf der CD Rückseite ist allerdings eine falsche Spielzeit von 4:46 angegeben. Die Spielzeit auf der CD beträgt 10 Minuten.

Die gestaltung des Booklets enspricht weitestgehend dem Original der LP.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Sebastian Schlicht TOP 1000 REZENSENT
Format:Audio CD
Stanley Kubrick setzte mit seinen Filmen immer neue Maßstäbe. Eine seiner prägensten und umstrittensten Werke ist definitiv "2001 - Odyssey im Weltraum". Damals verpflichtete er Alex North für die musikalische Untermalung des Films, doch der Score wurde durch den vorliegenden Soundtrack ersetzt. Kubrick setzte letztendlich auf klassische Werke, wie etwa "An der blauen Donau" oder "Also sprach Zarathustra", die in Verbindung mit den kraftvollen Bildern eine ganz eigenwillige Atmosphäre erschaffen.

Dieser Soundtrack ist sehr schwer zu bewerten, genau wie der Film! Trotzdem versuche ich hier meine Meinung abzugeben. Nimmt man die Musik alleine, hat man einen sehr interessanten und gut durchdachten Mix aus verschiedenen Stücken, die alle ihre Wirkung haben. Das opulente und legendäre "Also sprach Zarathustra", das seit diesem Film millionenfach in Film und Fernsehen benutzt wurde, ist die wohl bekannteste Melodie, die man aus dieser CD entnimmt. Seltsamerweise ist dieser Titel zwei Mal vertreten. Einmal als 18 Minuten Fassung, also das Original, was so alleine aber wenig Sinn macht, denn im Film wird nur die prägende Eröffnung benutzt. Diese ist als zweiter Titel am Schluss der CD vertreten. Natürlich ist es nett gleich zwei Versionen des Stücks zu besitzen, seltsam ist es trotzdem irgendwie. Dann haben wir eine ganze Menge an breiten und majestätischen Chorstücken, wie "Requiem For Soprano", das als Erkennungsmotiv für den außerirdischen Stein benutzt wird und "Lux Aeterna".
"Lux Aeterna" ist das Stück, das zu Beginn des Films gespielt wird, wenn der Bildschirm noch schwarz flimmert und man nur die Audiospur vernimmt.
"Gayane Ballet Suite (Adagio)" ist ein tragisch, klagendes Stück, eben ein Adagio.
Und "Atmospheres" ist der Track, der für das bildgewaltige Finale benutzt wird. Doch mein absoluter Favorit ist und bleibt "The Blue Danube" (zu deutsch "An der blauen Donau"), ein Meilenstein der klassischen Musik! In Verbindung mit der Filmszene einfach ein Traum, wenn die Raumschiffe durchs Weltall fliegen und dazu diese Musik, herrlich!

Ein typischer Soundtrack, den man sich immer und immer wieder anhören kann, ist "2001" für mich sicherlich nicht. Das gilt auch für den Film! Ist die Musik daher schlecht oder langweilig oder uninspiriert? Nein! Auch wenn man hier "nur" einen Mix aus verschiedenen klassischen Partituren hat, so macht "2001" seine Sache als CD sehr gut! Fans des Films sind mit dem Soundtrack auf jeden Fall mehr als gut bedient, aber auch klassische Musikfreunde, die offen für alles Mögliche sind, werden ihre Freude an dieser einzigartigen CD haben.
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