DIE VORGESCHICHTE:
Nachdem ich schon einige Male plötzliche Festplattencrashs erlebt habe, und meine bisherige normale externe Festplatte auch schon in die Jahre gekommen war, wollte ich sie sicherheitshalber austauschen. Um mir zumindest ein Stück weit Sicherheit zu gönnen, habe ich nach einem externen RAID-System gesucht, und mich für dieses entschieden.
BETRIEB ALS RAID 1-SYSTEM:
Ich betreibe die Festplatten im RAID 1, also gespiegelt. Das heißt, die Daten sind gegen Festplattenausfälle gesichert - es sei denn, beide Festplatten fallen gleichzeitig aus, was sehr unwahrscheinlich ist. Fällt eine Platte aus, tauscht man sie gegen eine neue, und das System beginnt selbständig mit dem Datenabgleich, so dass sich auf beiden Platten wieder die selben Daten befinden.
BACKUPS GGF. TROTZDEM WICHTIG:
Ein RAID schützt natürlich nicht vor manuellen Eingriffen, z. B. dem versehentlichen Löschen von Daten. Denn dann werden die Daten auf beiden Platten gelöscht. Wer also nervöse Finger hat, und gerne mal im Eifer des Gefechts seine Daten löscht, der sollte trotz RAID-System regelmäßig ein Backup der Daten auf einen anderen Datenträger machen.
DIE FESTPLATTEN:
Bei mir wurde das System mit 2 Samsung Spinpoint F3 Festplatten mit jeweils 1 TB Speicherkapazität geliefert. Die Spinpoint F3 sind die besten Modelle der aktuellen Samsung 1 TB Reihe. Ich habe das System vom Verkäufer "IT Datentechnik" erstanden, und kann natürlich nicht garantieren, dass die anderen Verkäufer die selben Modelle mitliefern. Am besten vorher nachfragen.
DIE OPTIK:
Optisch ist das System ansprechend, allerdings sind die blauen LED's sehr hell, wie es blaue LED's so an sich haben. Man sollte also nicht in Sichtweite des Gerätes schlafen, außer man stört sich nicht an der Festbeleuchtung. Auch in Sichtweite des PC-Arbeitsplatzes könnten die LED's störend wirken, also das Gehäuse am besten unter dem Schreibtisch verstauen.
Vorteilhaft ist das interne Netzteil. Während normale externe 3,5"-Systeme meistens mit tonnenweise Kabelsalat daherkommen, reicht dem Fantec ein Kaltgerätekabel. Das sorgt für Ordnung unter dem Schreibtisch.
DAS BRUMM-PROBLEM UND DIE SILIKON-TOPFLAPPEN-LÖSUNG:
Einziges Manko sind die Vibrationen, die das System verursacht. Diese sind nicht direkt hörbar, sondern werden durch Möbel übertragen und verstärkt, auf denen das Gehäuse steht. Ich habe es unter dem Schreibtisch auf einer Ablage stehen, die aber noch zum Schreibtisch gehört. Dort vernahm ich permanent ein unterschwelliges Brummen, das einem schon mal den letzten Nerv rauben kann. Aber auch dagegen habe ich ein einfaches Mittel gefunden: Silikon-Untersetzer (Silikon-Topflappen) passend zurechtgeschnitten, und unter das Gehäuse gelegt. Das Silikon ist dünn, schluckt aber trotzdem sämtliche Vibrationen, und schon war das Brummen verschwunden.
FAZIT:
Nicht ganz billig, aber wer Festplatten kennt, der weiß, dass sie von einem Tag auf den anderen ohne Vorwarnung den Geist aufgeben können. Zumindest gegen technische Probleme ist man mit einem RAID 1-System ganz gut abgesichert. Natürlich lassen sich die Festplatten auch in anderen Modi betreiben, je nach Anspruch des Nutzers. Ich kann das Gerät auf jeden Fall empfehlen.