Den Auftritt von 200 Sachen bei Stefan Raab im Vorfeld des Bundesvision Song Contests 2006 fand ich eher peinlich, da die Sängerin Katta und ihre Jungs zu (pseudo-)überdreht rüberkamen und eine Menge Stuss laberten (wollten wohl witzig sein...). Und am dargebrachten Song Sekt zum Frühstück" nervte mich vor allem der sehr flache und sinnfreie Text.
Doch halt: 200 Sachen sind echt gut. Das habe ich gemerkt, nachdem ich mir diese Debüt-EP zugelegt hatte. Die Mucke ist schön fetzig und flott, mit Stromgitarren und einem guten Beat. So in etwa wie Wir Sind Helden mit mehr Punk und gelegentlichen 60s-Beat-Einschüben. Die 6 Songs machen Spaß und gehen gut ins Ohr. Auch Kattas Gesang, der zwar meist die Schrillheit von Sängerinnern der damaligen NDW (Ideal, Neonbabies, Hans-A-Plast, Frl. Menke, u.a.) nachahmt, gefällt mir gut, denn er passt zur Musik (aber er kann dennoch nicht das Niveau von z.B. Judith Holofernes erreichen).
Wie gesagt: tolle, rockige Musik, die im Zuge des Deutschrock-Booms der letzten Jahre ihr Existenzrecht hat. Nur die Texte sind mir zu nichtssagend und zu sinnfrei. Aber gut, nicht jede Band kann solche hochwertigen Ausnahmetexte wie Wir Sind Helden fabrizieren.