so ist die Wirklichkeit im allgemeinen nicht sonderlich wünschenswert; tut sie es dagegen, dann ist man, wie erfahren auch man sein mag, gewöhnlich etwas überwältigt." (S. Kierkegaard)
Das Problem von sehr schönen Frauen besteht nicht selten darin, dass sie sich zu viele Sorgen darum machen, das ihr Zauber verschwindet.
Wenn eine schöne Frau intelligent ist, fühlt sie, dass es unbefriedigend ist hauptsächlich wegen ihres Aussehens verehrt zu werden.
Sie begreift bald, dass Schönheit letztlich einsam macht. Viele Frauen neiden ihr ihr Aussehen und machen sie zu Projektionsfläche ihrer Vorurteile. Männer haben ohnehin zumeist Angst vor Schönheit und verehren diese lieber aus der Ferne. Einige suchen ihre Nähe, aber keineswegs , um sich mit ihr zu unterhalten. Deshalb leidet die Schönheit. Marilyn litt letztlich auch an ihrer Isolation.
Wir wissen wie verletzlich Marilyn war. Sie war ein einsames Idol. In ihrer Generation galt sie als Ideal einer schönen Frau. Wir müssen uns nur die vielen neidvollen Blicke vorstellen, denen sie täglich ausgesetzt war, um zu begreifen, wie dieser sensible Mensch mit wirklich liebevollem, gütigen Gesichtsausdruck fühlte.
Ideale reichen in unsere frühesten Kindheitsjahre zurück oder verweisen nicht selten auf das, was uns fehlt, was andere nicht gaben oder wir selbst nicht geben können.
Möglicherweise sind unsere Ideale unter Enttäuschung verschüttet gegangen, gleichwohl lauern sie unter der Oberfläche geweckt zu werden.
Sofern eine andere Person diese Qualität zu haben scheint oder aber die Fähigkeit in uns wecken kann, verlieben wir uns in sie, bzw. sind fasziniert von ihr.
Nicht selten erinnern Ideale an Jung`sche Archetypen, deren Ursprünge weit in unsere Kulturgeschichte zurückreichen. Ihre Macht entfalten sie so gut wie unbewusst.
Das Foto hier zeigt Marilyn in der Pose der Verführerin. So wollte die Männerwelt sie sehen. Dieser Ausdruck sorgte für viel Neid und Gehässigkeit unter den Frauen, die sich durch den dauernden Vergleich mit ihren Geschlechtgenossinnen das Leben schwer machen.
Monroes persönlicher Hintergrund hatte ihr übrigens etwas entscheidendes vorenthalten: Zuneigung und Liebe.
Das Verlangen nach Liebe verströmte sie vor der Kamera. Es gelang ihr ohne Anstrengung, weil es einem realen Gefühl tief in ihrem Inneren entsprach. Ihr tiefstes Gefühl in ihr war wohl: geliebt und begehrt zu werden. Dies ließ sie ständig verwundbar wirken, wie ein kleines Mädchen, das Schutz suchte. Ein Blick oder eine Geste von ihr, die gar nicht so gemeint waren, erweckten mit doppelter Kraft die Leidenschaft und zwar deshalb, weil sie nicht intendiert waren.
Ihre Unschuld war genau das, was Männer verrückt machte.
Marilyn war keine sexy Sirene, auch wenn andere sie dazu gerne stilisierten, sondern sie war wohl eher eine schüchterne, vielleicht etwas naive Frau, die letztlich nicht wirklich begriff, welchen Effekt sie bei Männern auslöste.
Ein ausdrucksstarkes Poster von dieser schönen Frau.