mit dieser platte - einem der großen doppelalben der rockgeschichte - schaffte er den durchbruch zum star. ich finde es sogar noch besser als das vielgerühmte "sign of the times", denn es klingt weniger gewollt, weniger überspannt, weniger kunstbeflissen. es ist einfach lässiger.
kernstück ist für mich der song "d.m.s.r.", der definiert, worum es in diesem album - ja beim ganzen prince - geht: dance, musik, se%, romance. wobei die reihenfolge nicht ganz stimmen dürfte.
auf diesem album geht er seiner neigung zum vertonten fortpflanzungsturnen besonders eifrig nach: siebeneinhalb minuten lang brunftet er in "let's pretend we're married" eine dame (besser: alle damen) an, doch so zu tun, als wäre man ein ehepaar, und zwar, natürlich, die ganze nacht lang, bis zum morgengrauen. dann folgen acht minuten "d.m.r" und besonders viel "s.". und dann beschreibt er gleich neuneinhalb minuten lang in "automatic" eine obsessive liebe. ergibt 25 minuten paarungssoundtrack am stück, das ist mehr, als die meisten paare zur vertonung ihrer aktivitäten brauchen.
und dazu zucken die gitarren, poltert das schlagzeug, schmieren die keyboards - prince klingt, wenn er instrument auf instrument legt und so langsam, aber sicher die songs vollräumt, nie wie eine band. die lieder klingen immer überladen, konstruiert - und trotzdem ungemein charmant und sexy.
dieses album ist anlassiger, hormonell überdosierter funk, mit ein bisschen rock, aber nicht allzuviel. die ausnahme ist "little red corvette", das ist pop pur, niedlich und gleichzeitig nicht ungefährlich.
all das geht sich wunderbar aus, weil die songs einfach gut sind. DAS prototypische prince-album. besser wurde er nicht mehr, höchstens eleganter.