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1989 - Der Vorhang geht auf: Das Ende der Diktaturen in Osteuropa
 
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1989 - Der Vorhang geht auf: Das Ende der Diktaturen in Osteuropa (Gebundene Ausgabe)

von György Dalos (Autor), Elsbeth Zylla (Übersetzer)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
  • Verlag: Beck; Auflage: 2 (29. Oktober 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3406582451
  • ISBN-13: 978-3406582455
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,6 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 81.995 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

György Dalos: Wie der Ostblock zerfiel.

Das Jahr 1989 bedeutete für die osteuropäischen Staaten Polen, Ungarn, DDR, CSSR, Bulgarien und Rumänien nach jahrzehntenlanger Abhängigkeit von der UdSSR und Herrschaft der kommunistischen Diktatur einen tiefen Einschnitt: endlich konnten diese Länder ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen, demokratische Strukturen aufbauen und den Anschluß an das westliche Europa suchen. Der Schriftsteller György Dalos erzählt, wie der Prozeß der Loslösung in Gang kam, welche Zufälle und Details eine Rolle spielten und welche Widerstände überwunden werden mussten, bevor aus dem Ostblock hinter dem Eisernen Vorhang ein östliches Europa werden konnte. Die Massenflucht der DDR-Bürger über die ungarische Grenze oder der gemeinsame Auftritt von Václav Havel und Aleksander Dubcek auf dem Prager Wenzelsplatz - diese Ereignisse bezeugen eindrucksvoll eine historische Massenaktivität, einen euphorischen und ungebremsten Freiheitsdrang. Diese sich beschleunigende Befreiungsbewegung erhielt in den betreffenden Ländern Namen wie "Systemwechsel", "Wende" oder auch "Revolution" - in jedem Fall leitete sie einen Prozeß ein, der zu Demokratie, nationaler Souveränität und einem neuen europäischen Selbstverständnis führte.



Über den Autor

György Dalos, 1943 in Budapest geboren, lebt heute als freier Schriftsteller in Berlin. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter 1995 den "Adelbert-von-Chamisso-Preis" und 2000 die "Goldene Plakette der Republik Ungarn".

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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein erzählendes Geschichtsbuch - mit nüchterner Leidenschaft geschrieben, 26. Juni 2009
Von Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 10 REVIEWER)   
In diesem Jahr jährt es sich zum 20. Mal, dass nach dem Mauerfall in Berlin auch die anderen Regimes in Osteuropa den eisernen Vorhang öffnen und dem Freiheitswillen ihrer Bürger Rechnung tragen mussten.
Der ungarische Schriftsteller und Intellektuelle György Dalos war schon vor 1989 ein auch in Deutschland bekannter Regimekritiker. Es ist sehr interessant nach all den Büchern über den Mauerfall und seine geschichtliche Bewertung und Einordnung nun eine Stimme aus einem der osteuropäischen Länder zu hören, ohne deren Bürgerbewegungen die ganze Entwicklung so nicht denkbar gewesen wäre.

Natürlich werden die Polen und die Gewerkschaft Solidarnosc gewürdigt und auch vom nicht klar zu bemessenden Einfluss des Woytila-Papstes auf die gesamte Entwicklung ist die Rede. Dennoch sieht Dalos den Beginn der Wende in Osteuropa am 11. März 1985, als einen Tag nach dem Tod des seitherigen Generalsekretärs der KPdSU, Konstantin Tschernenkow ein Mann namens Michael Gorbatschow sein Nachfolger wurde, der vier Jahre später eine zentrale und wichtige Rolle spielen sollte bei der Befreiung der osteuropäischen Länder aus dem Herrschaftsbereich der Sowjetunion.

György Dalos hat einen guten Blick für die für sich selbst sprechenden Details, mit denen er die Beschreibung der Situation in den einzelnen Ländern beginnt, er pflegt eine Vorliebe für politische Witze und die Schilderung surrealer Szenen. Er bevorzugt einen Erzählton, dem man gut folgen kann und der nicht selten mit Ironie durchtränkt ist. Er kennt die Welt, die er da beschreibt sehr genau aus eigenem auch schmerzhaftem Erleben. Der Autor hat in Moskau studiert, er war bei der Gründung der demokratischen Opposition in Ungarn mit dabei, war vielfach von Repressalien bedroht und kennt die Warschauer-Pakt -Staaten von vielen Reisen aus der Westentasche.

Den Revolutionsromantikern, die auch 20 Jahre nach der Wende das Geschehen noch überhöhen, gießt er Essig in den Wein. Das Buch ist ein Beispiel für nüchterne Geschichtsschreibung. Dalos gelingt es ein Panaroma Osteuropas zu beschreiben, das auch die Gegenwart umfasst. Selbst dem politisch informierten Leser öffnet er die Augen bei vielen aktuellen Fragen, über die er bei den Berichten aus den osteuropäischen Staaten staunt, etwa die neonazistische Bewegung in Ungarn, die immer stärker zu werden scheint.

Ein erzählendes Geschichtsbuch - mit nüchterner Leidenschaft geschrieben.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen "Karl Marx war ein sowjetischer Philosoph. Engels war sein Freund..., 17. November 2009
Von Sigrid G. "www.kultur-ostbayern.de" (Regensburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)   
...Was kann ich noch sagen? Er starb in hohem Alter." - Ein Passant auf dem Budapester Karl-Marx-Platz im Frühling 1985 (S.62)

Vor 20 Jahren ging ein Ruck durch Europa, mal heftiger, mal sanfter (oder eben "samten" wie vor exakt 20 Jahren in der Tschechoslowakei), denn der "Vorhang ging auf". Was war vor 20 Jahren los im damaligen "Ostblock"? Wie war die Situation in den einzelnen Ländern? Wie war die Stimmung in der Bevölkerung? Und was führte eigentlich zum Zusammenbruch der Diktaturen in Osteuropa? György Dalos kann diese und viele weitere Fragen im vorliegenden Buch beantworten. Auf eine äußerst lebendige Art und Weise, denn Dalos rattert nicht einfach Fakten runter, sondern geht in medias res. Er fängt die Stimmung in den einzelnen Ländern ein, die - genau wie die jeweiligen Voraussetzungen - sehr unterschiedlich war. Während in der Tschechoslowakei eine "samtene Revolution" stattfand, Deutschland die "Wende" erlebte und in Rumänien das Diktatorenehepaar Ceausescu an die Wand gestellt wurde, kam es in Ungarn zu einem "gemütlichen Weltuntergang".

Dalos erzählt spannend und mit dem gewohnten Augenzwinkern, das ihn von den Langweilern abhebt. Diese Umstände machen das Buch zu einer vollauf geglückten Lektüre, denn hier bleibt sehr viel mehr hängen, als bei einer reinen Faktenanhäufung. Der Autor lässt zahlreiche Zitate (z.B. aus den Medien, von Politikern oder eben von Budapester Passanten) in seine Ausführungen einfließen. Zudem erfährt man Beeindruckendes und Kurioses, wie z.B., dass im Jahr 1967 mehr DDR-Bürger einen Fernseher hatten, als Bewohner der BRD und damit weltweit sogar an vierter Stelle lag.

Alles in allem muss man festhalten: Dalos ist ein grandioser Erzähler, der den Spagat zwischen Information und Unterhaltung bravourös bewältigt und sich hier darüberhinaus ein Thema vorgenommen hat, das ohnehin höchst interessant ist.
Unbedingt lesen!
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