Produktinformation
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Die Band hat entschieden, "1987" als Limited Edition anzubieten. Sobald die aktuelle Druckauflage abverkauft ist, wird es keine Nachauflage geben. Dies soll den Charakter des einzigartigen, wunderschön gestalteten Albums als ein besonders Präsent an die Fans unterstreichen.
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Mein absoluter Liebling ist "The Executioner". Neben dem tollen Text (laut einem Interview im Sonic Seducer durch ein Buch über einen Henker inspiriert) ist die Musik mal wieder zum Niederknien. Ich finde es einfach göttlich, wie sich das "Elektrogedröhne" und Alexanders Gesang zum Ende jeder Strophe zu einem ohrenbetäubenden Tornado steigern. Und dann dieses kleine feine Zwischenspiel zwischen der zweiten und dritten Strophe, das an eine Orchesterprobe erinnert...
Wunderbar auch "Battle of the Ghosts". Einerseits wegen dieses laut Lakaien auf die Hexenszene in "Macbeth" anspielenden genial- ironisch in Szene gesetzten Geistertanzes von Margaret Thatcher (mit Blut an den Händen vom Falkland- Konflikt), einem deutschen Industriellen (der sich nicht zu fein ist, Waffen an jeden zu verkaufen, der sie bezahlen kann und der der Meinung ist, daß deutsche Produkte die besten in der Welt sind) und Reagan (bereits damals wie wild hinter Arabern mit Bomben hinterherjagend) und der enthaltenen politischen Bissigkeit . Andererseits wegen der ungewöhnlichen Melodieführung, die irgendwie heraussticht und sich bei mir sofort als angenehmer Ohrwurm festgesetzt hat.
Erstaunlich ist auch, daß "Reincarnation", "Days Gone By" und das wohl bis in alle Ewigkeit meistgeliebte Lakaien- Stück "Love Me To The End" bereits in dieser frühen Phase entstanden sind und erst in dem 1991 veröffentlichten Album "Dark Star" als leicht veränderte Versionen ihren Weg in die Regale fanden.
Charmant und bei "Geisterliedern" äußerst passend ist auch der streckenweise á la Debut-"Mirror Men" verstellte Gesang von Herrn Veljanov.
Im Grunde repräsentiert "1987" mit seinen Ecken und Kanten das totale Gegenteil von "White Lies" und beweist damit auf beeindruckende Weise, wie facettenreich das Schaffen der Lakaien ist.
Dies ist keines von jenen geschliffenen, auf Anhieb schönen Alben sondern ein kantiges Werk voller Überraschungen, das man sich erarbeiten muß.
In grauen Anfangstagen, Ende der 80er Jahre, als noch niemand ahnen konnte was sich einst aus "Deine Lakaien" entwickeln sollte und als dem Projekt vor allem musikalisch noch alle Wege offen standen entstand genau dieses Werk, das eigentlich zum zweiten Lakaien Album werden sollte, dann jedoch für viele Jahre in der Schublade verschwand. Nur drei Songs, "Love me to the end", "Days gone by" und "Reincarnation" wanderten auf das nachfolgende Werk "Dark Star", welches den Platz einnahm, der einmal für "1987" geplant war.
Das zugrundeliegende Konzept des Albums ist der Tod, in allen seinen Facetten, sei es in Verknüpfung mit der Liebe und dem Schmerz des Abschieds oder auch in Form der Qual der Wiedergeburt (Reincarnation). Auch die musikalische Gestaltung läßt keine Langeweile aufkommen, schnelle, tanzbare Stücke wechseln sich ab mit verträumt melancholischen Songs (traumhaft schön: On the way to Narmada).
"1987" beinhaltet so etwas wie den ursprünglichen Geist der "Lakaien" und ist in seiner unveränderten Form sowohl Zeitzeugnis als auch verspätete Prophezeihung. Vieles hat sich verändert, aber dem Grundkonzept sind "Deine Lakaien" immer treu geblieben. Viele kleine Details der Lakaienkunst lassen sich auf den späteren Werken wiederfinden, und so sind und waren Deine Lakaien damals wie heute die einzigartige Kombination aus den genialen, minimalistischen Electro - Sounds eines Ernst Horn und Veljanovs unvergleichlicher Stimme.
Und um auch den letzten Zweiflern die Scheu zu nehmen: die Soundqualität ist absolute Spitzenklasse. Von den orignialen, analogen Tonbändern gemastert bietet "1987" einen Sound, der die digitale Technik aktueller Aufnahmen in vieler Hinsicht zu deklassieren vermag. In der Erstauflage der CD erwarten den geneigten Hörer außerdem gleich DREI Booklets, eines mit Texten, die anderen zwei voll mit extra für "1987" angefertigten Illustrationen und Bildern.
Fazit: Für Lakaien Fans absolute Pflicht, für Liebhaber einzigartiger Musik ein Geheimtip.
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