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1984 [Taschenbuch]

George Orwell , Michael Walter
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (137 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

2009
Orwells Roman über die Zerstörung des Menschen durch eine perfekte Staatsmaschinerie ist längst zu einer scheinbar nicht mehr erklärungsbedürftigen Metapher für totalitäre Verhältnisse geworden. Sein literarischer Erfolg verdankt sich einem beklemmenden Wirklichkeitsbezug, dem auch der Leser von heute sich nicht entziehen kann.

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1984 + Farm der Tiere. Ein Märchen + Schöne neue Welt: Ein Roman der Zukunft
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 384 Seiten
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch; Auflage: 33. (2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548234100
  • ISBN-13: 978-3548234106
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (137 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 798 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Der Roman über die Zerstörung des Menschen durch eine perfekte Staatsmaschinerie "wurde zu einem Jahrhundertbuch, sein Titel eine klassische Prägung wie die Morus-Utopia, und aus dem Spiel ist Ernst geworden." (Der Spiegel)
"Orwell geht es um den Geist, der universal in Nicht-Geist umschlagen könnte. Spirituell hieße das, Gott dem Satan auszuliefern." (Rheinische Post)

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

1984
OT Nineteen Eighty-Four OA 1949 DE 1950Form Roman Epoche Moderne
Mit seiner Anti-Utopie 1984 zeichnet George Orwell mit analytischer Schärfe das Schreckensbild eines totalitären Überwachungs-Staates. Orwell bringt in dem Werk, das zu den Klassikern der modernen Weltliteratur zählt, soziale und politische Gefahren globalen Ausmaßes als Zeitkritik wirkungsvoll zum Ausdruck.
Inhalt: Der Zukunftsroman 1984 beschreibt einen totalitären Staat, in dem die Menschenrechte rigoros eingeschränkt werden. Die Welt beherrschen drei Supermächte: Ozeanien, Eurasien und Ostasien, die permanent Krieg um ein paar nicht fest zugeteilte Gebiete führen. Auf britischem Boden hält die Elite des Staates die Bevölkerung in ständiger Angst. An der Spitze dieses totalitären Staats-Systems steht ein fiktiver Führer, der »Große Bruder«.
Der Staat besteht aus einer dreischichtigen Gesellschaft, der Inneren und der Äußeren Partei, sowie der Masse der Proles. Für die Aufrechterhaltung der Macht sind vier Ministerien verantwortlich. Ein Kontrollmedium stellen die sog. Televisioren dar, Fernseher mit eingebauter Kamera, die nicht abgeschaltet werden können. Hiermit wird einerseits Parteipropaganda, andererseits eine totale Überwachung ermöglicht.
Die Umgangssprache im gesamten Staat ist Englisch, diese soll aber zunehmend durch eine Neusprache, »Neusprech«, eine Erfindung der regierenden Partei, ersetzt werden. Diese neue »bereinigte« Sprache hat den Zweck, Wörter, die der Partei schaden könnten, wie z. B. Freiheit oder Gleichheit, zu eliminieren und somit die Bürger des Staats leichter lenkbar zu machen.
Winston Smith, die Hauptperson, ist in London damit beschäftigt, im Wahrheitsministerium Zeitungsberichte zu fälschen, um so falsche Prognosen der Partei zu korrigieren oder von der Partei aus politischen Gründen getötete Personen aus der Geschichte zu streichen. Obwohl Smith für die Partei arbeitet, ist er in seinem Inneren ein Gegner des Systems und versucht mit der legendären Brüderschaft, einer Untergrundbewegung in Verbindung zu treten.
Eines Tages verliebt sich Smith in Julia, ebenfalls ein Mitglied der Äußeren Partei. Da laut Parteistatut jedoch Sexualität nur zur Fortpflanzung dient, beginnt ein ständiges Versteckspiel. Durch einen Mittelsmann, O´Brien, meint Smith in Kontakt mit der Brüderschaft treten zu können. Dieser verrät ihn jedoch an die Partei, was zur Verhaftung der Liebenden führt. Smith wird nun mit den grausamen Mitteln und Methoden der Partei in seinem Innersten zerstört und einer erbarmungslosen Gehirnmanipulation sowie Umstrukturierung unterzogen. Er wird ein leeres Gefäß, das mit der Liebe zum »Großen Bruder« aufgefüllt wird. Nach der Umschulung der einstmals Liebenden empfinden sie nun nichts mehr füreinander.
Wirkung: Mit 1984 schuf Orwell eine zeitlose Parabel, die auch heute noch eine allgemeingültige Metapher für totalitäre Gesellschaftsverhältnisse darstellt. Die Auseinandersetzung mit der Anti-Utopie erreichte einen Höhepunkt im »Orwell-Jahr« 1984, was in zahlreichen Bearbeitungen des Stoffs, ob in neuen Ausgaben, Rezensionen oder Verfilmungen (Brazil, 1985, Regie: Terry Gilliam) zum Ausdruck kam. V. R.

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34 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schockierende Realitätsnähe in einer Zukunftswelt 29. Oktober 2009
Von Lucy M. TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Während mir das Verhalten der Tiere in der Parabel Farm der Tiere von George Orwell noch lustig vorkam, verschwand meine Heiterkeit bei dieser Lektüre komplett.
George Orwell hat mit diesem Zukunftsroman eine ziemlich düstere Welt geschaffen.
Diese Welt ist aufgeteilt zwischen drei Supermächten: Ozeanien, Eurasien und Ostasien, die sich ständig untereinander im Krieg befinden.
Die Ordnung des totalitären Staates Ozeanien besteht aus Arbeit und Unterdrückung. Persönliche Meinungen und Eigentum sind verboten, jeglicher Freiheitsdrang wird gewaltsam ausgetrieben.
Die Struktur Ozeaniens ist auf einer Ideologie aufgebaut, die auf der Veränderlichkeit der Vergangenheit beruht. Die ganze Historie vor der Revolution ist ein Palimpsest, das genau so oft umgeschrieben und neu beschriftet wird, wie man es braucht. In der dermaßen kontrollierten Welt von 1984 wurde die Vergangenheit getilgt, die Tilgung wurde vergessen, die Lüge wurde zur Wahrheit.
Außer der Erinnerung derer, die die Revolution miterlebt haben, existiert keine schriftliche Aufzeichnung oder eine mündliche Überlieferung, die eine andere Konstellation erwähnt als die gegenwärtig aktuelle. Eine geschichtliche Entwicklung dieser ganzen Epoche nachzuspüren ist unmöglich. Man weiß nicht mehr, wie viel von der Vergangenheit, die mittlerweile schon als Legende bezeichnet wird, stimmt und wie viel davon erfunden ist.
Den gesamten Regierungsapparat Ozeaniens bilden vier Ministerien. Ich erwähne hier nur eines: Das Ministerium für Liebe, das Gesetz und Ordnung aufrechterhält. Diese neue Ordnung bestimmt über die Liebe der Hauptprotagonisten Julia und Winston.
Ein Paar, das nicht mal ein wenig Hoffnung haben darf, denn die alte Zeit, in der es noch eine Privatsphäre, Liebe und Freundschaft gab, gibt es nicht mehr.
In der neuen Zeit gibt es weder Liebe noch Lust. Kein Gefühl ist mehr rein, denn alles ist zersetzt durch Angst und Hass. Über die Möglichkeit zu heiraten, können Julia und Winston nicht mal diskutieren. Er wünscht sich, sie hätten einen Ort, wo sie miteinander allein sein können. Winston wünscht sich so sehr, sie könnten ein altes Ehepaar werden.
Die beiden zusammen haben mich sehr berührt. Deshalb war ich ziemlich geschockt, als die Geschichte einen tragischen Verlauf genommen hat.
Bei der Vorstellung, diese utopische Zeit könnte für uns Realität werden, bekam ich ein beklemmendes Gefühl in der Magengegend. Hoffentlich müssen wir so eine Zeit, in der nur Dunkelheit herrscht, in unserer Zukunft nie erleben.
Am schlimmsten fand ich die sogenannten Säuberungswellen der 50er und 60er Jahre, die Tausende von andersdenkenden Menschen, die das Missfallen der Partei des Großen Bruder erregt hatten, erfasste, und man hörte nie wieder etwas von ihnen.

Das Buch überzeugt durch seine schockierende Realitätsnähe. Die bedrückende Stimmung des Nachkriegsjahres 1948 hat George Orwell zum Schreiben angetrieben. Er trifft genau das Gefühl der damals herrschenden Hilflosigkeit.
1984 wird immer aktuelles Buch sein. Es gehört wie Farm der Tiere zu den Klassikern und sollte gelesen werden!
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68 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen (Leider) einer der besten SciFi's aller Zeiten 11. Juli 2005
Von Christian von Montfort HALL OF FAME REZENSENT
Format:Taschenbuch
"Big Brother is watching you" ist nicht erst seit der Big Brother-Show ein weltberühmtes Schlagwort. Es stammt aus diesem Klassiker. Dieses düstere Zukunftsszenario stammt aus dem Jahr 1948 - George Orwell hat damals die Jahreszahlen einfach umgedreht und über 1984 geschrieben. Faszinierend ist, dass wir heute als Leser prüfen können, inwieweit sich seine Visionen bewahrheitet haben. Dabei geht es nicht um technische Entwicklungen à la Jules Verne - davon ist die Welt weit entfernt - sondern George Orwell beschäftigt sich ausschließlich mit der Entwicklung der Gesellschaft - dargestellt am Alltagsleben und später dem Widerstand seines Protagonisten Winston Smith.

Diese Zukunft sieht wie gesagt düster aus - Politik und Partei sind übermächtig, es herrscht eine totale Kontrolle und Überwachung der Menschen. Krieg ist alltäglich und wird inzwischen aus Selbstzweck geführt. Kritische Menschen werden gezielt ausgelöscht ("vaporisiert"). Am einfachsten leben diejenigen, die die Lügen der Partei kritiklos hinnehmen. Der Großteil der Bevölkerung, die Proles, nimmt die Kontrollen allerdings nur begrenzt war, da der breiten Masse ein gewisser Rahmen aus Klatsch, Sportprogramm und Lügen vorgegeben ist, in dem sie sich bewegen darf und innerhalb dessen sie sich relativ "frei" fühlt.

Besonders bitter ist, wie exakt Orwell insbesondere den Zustand der späteren kommunistischen und diktatorischen Systeme vorausgesehen hat, z.B. der DDR mit ihrer Propaganda, Planwirtschaft und Stasi-Überwachung. Gerade unsere derzeitigen politischen Entwicklungen zeigen aber, dass auch die demokratischen Regierungen zu solchen Machtszenarien tendieren - das von den Wünschen der Mehrheit losgelöste Handeln der Politiker, die fast lückenlose Überwachung von Telefonen, Handys, Emails durch NSA, Lauschangriff usw. sind bereits Realität. Auch der Leitspruch von Orwell's Großer Partei "Krieg ist Frieden" erinnert frappierend an Bushs widersprüchliches "Wir führen Krieg, um Frieden zu haben". Hier wurden und werden Visionen Orwells (leider) zur Realität.

Das Buch ist bedrückend und faszinierend zugleich, da man zwangsläufig zu der Frage kommt, wie frei wir eigentlich selbst heute noch sind. Politisch Uninteressierte sollten gewarnt sein, da das Buch längere Passagen zu gesellschaftstheoretischen Überlegungen enthält und dadurch etwas trocken wirken kann. Für mich ist ist es der beste Science Fiction-Roman aller Zeiten.

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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Zukunft ist ein Stiefel im Gesicht eines Menschen 16. Februar 2011
Format:Taschenbuch
Dieses Buch beschreibt eine Gesellschaft in der jegliche Privatsphäre abgeschafft wurde und die sich in einem permanenten Kriegszustand befindet. Es gibt keine Freundschaft, Liebe und Zuvesicht mehr unter den Menschen. Die Ehepartner mißtrauen sich und die Kinder werden von der allmächtigen Partei angehalten ihre Eltern beim Aussprechen verbotener Gedanken anzuzeigen. In jeder Wohnung ist ein Überwachungsgerät installiert, das jede Regung des Bewohners überwacht. Wird man von der Gedankenpolizei verhaftet, wird man solange gequält bis man die Herrschaft der Partei akzeptiert, sich ihr aus freien Stücken unterwirft und ihren Anführer liebt. Danach wird man erschossen. Dieses Buch könnte bei manchem Brechreiz ob des beschriebenen staatlichen Terrors auslösen. Am nächsten sind Stalin, Mao und PolPot dieser negativen Utopie gekommen. Der kommunistische Terror verschlang 100 Mio Menschenleben, was leider, und das ist die Gefahr, zuwenig im Bewußtsein der Menschen verankert ist. Es gab nunmal weitaus schlimmere Regimes, als das von 1933-1945 in Deutschland herrschende, worauf unsere Poltikerkaste so gern herumreitet. Als Warnung allen totalitären Tendenzen zu widerstehen und keinen -ismen und Ideologien auf den Leim zu gehen ist dieses Buch hervorragend geeignet. Es ist auch eine Warnung jeglichen Sprech- und Denkverboten Einhalt zu gebieten, zumal es in der Bundesrepublik solche Bestrebungen gibt und diese per Gericht auch durchgesetzt werden.
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Die neuesten Kundenrezensionen
4.0 von 5 Sternen nicht so gut wie erwartet
Ich habe das Buch vor Farm der Tiere gelesen. Von der Anpreisung her habe ich mir insgesamt mehr erhofft, da das Buch ja der Renner sein sollte. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Tagen von C. Krumpholz veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen ...Ihr seit Tote...
...da lief es mir eiskalt den Rücken herunter!

tolles Buch, fesselte mich bisher schon 3 mal. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Tagen von Jens F. veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Pflichtliteratur
Zum Glück sieht unsere Welt hier in Mitteleuropa derzeit anders aus, als sie in diesem Buch beschrieben wird, aber vieles erkennt man doch wieder. Lesen Sie weiter...
Vor 14 Tagen von C++ Freund veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen 1984
Ich lebe in China und das ist genau die richtige Lektüre für hier. Empfehlenswert!
Kurz und knapp, doch Amazon will mehr Wörter, deswegen dieses blabla....
Vor 14 Tagen von Robin veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen deprimierende Dystopie
1984 hat eine allgemeine Bedeutung erlangt, auch wenn man das Buch nicht gelesen hat. Es stellt sich also die Frage, ob das Lesen überhaupt noch zu neuen Einsichten... Lesen Sie weiter...
Vor 20 Tagen von Prometheus veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen sehr fein!!
Selber lesen fördert den Verstand! Sollte man gelesen haben!!!
Das Buch hat mich richtig gefesselt! Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Ben veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen KLassiker
Super Buch. Sollte man auf jedenfall mal gelesen haben. Eigentlich lustig, was George Orwell damals schon alles
so geschrieben hat und wenn man mal darüber nachdenkt, wie... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Akina veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Geschenk
Dieses Buch ist ein Geschenk an jemanden, daher kann ich keine Bewertung vornehmen, aber der Beschenkte sagte, dass es sehr interessant sein soll
Vor 1 Monat von Bettina Trautwein veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Erschreckend aktuell
Obwohl 1948 veröffentlicht, ist dieses erschreckende Buch sehr aktuell. Die "Mittelschicht" (die Mitglieder der äußeren Partei) werden Tag und Nacht elektronisch... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Andreas Fischer veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen gut
Der Artikel ist in Ordnung.Bin damit zufrieden.
Die Lieferzeit war zügig.
Ich habe keinerlei Beanstandung, alles war einwandfrei
Gerne wieder.
Vor 2 Monaten von N.S. veröffentlicht
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