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1979: Roman Taschenbuch – 1. Mai 2003


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 192 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Mai 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423130784
  • ISBN-13: 978-3423130783
  • Größe und/oder Gewicht: 12,1 x 1,2 x 19,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (52 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 622.563 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

In Saanen in der Schweiz wurde Christian Kracht am 29. Dezember 1966 geboren. Nach der Schule nahm er in den USA das Studium der Filmwissenschaften auf, arbeitete bei verschiedenen Presseerzeugnissen und begann dann zu reisen - durch Asien ebenso wie nach Schwarzafrika oder durch den Südpazifik. Er zählt zu den modernen deutschsprachigen Schriftstellern. Seine Werke sind in mehr als fünfundzwanzig Sprachen übersetzt.

Produktbeschreibungen

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Christian Kracht reagiert angeblich allergisch auf das Wort "Pop". Komisch, denn immerhin hat er mit seinem Deutschlandreise-Roman Faserland vor sechs Jahren einen regelrechten Boom junger deutscher Popliteratur losgetreten. Inzwischen ist die Welle abgeflaut -- und es sieht so aus, als wolle nun niemand dabei gewesen sein. Sein Co-Modell Stuckrad-Barre macht ernste Literatur und der nach Bangkok exilierte Kracht schrieb eine ganze Weile nur Reiseglossen für die Welt am Sonntag.

Jetzt erscheint 1979, gewissermaßen das Come-back des Popliteraten wider Willen, ein erstaunliches Buch. Erstaunlich erst einmal, weil sich im Ton und in der Haltung auf den ersten Blick wenig geändert hat. Wieder geht ein obsessiv mit sich und seinen Kleidungsstücken beschäftigter "Ich-Ich-Ich-Erzähler" auf Reisen, nur diesmal eben nicht von Sylt an den Bodensee, sondern erst durchs revolutionsgeschüttelte Teheran und dann via Tibet nach China.

In Teheran dröhnt der Lärm von Panzern durch die Straßen, der Staatsstreich steht kurz bevor, doch der Erzähler interessiert sich vor allem für Innenarchitektur, insbesondere für "mit gestreifter brombeerfarbener Seide bezogene Empire-Chaiselongues". Krachts Blick auf die Welt ist der eines Dandys, der sich schnell einmal übergibt, wenn jemand im Park von "vier schwarzgekleideten bärtigen Männern" verprügelt wird und der sich sogar vor seiner eigenen Spucke ekelt. Für den deutschen Alltag zwischen Cocktailparty und Aldi-Kassenschlange war diese Wahrnehmung sehr produktiv, vor dem Hintergrund einer islamischen Revolution wirkt sie nur grotesk.

Natürlich wird es auf die Dauer langweilig, Kracht immerzu Nabelschau vorzuwerfen, und insofern ist es gut, dass der neue Roman auch eine existenziell-spirituelle Dimension bereit hält. Erst stirbt ein geliebter Freund, dann erhält die Hauptfigur von irgendwelchen Revolutionären den Auftrag, in China auf einen heiligen Berg zu steigen, um sich oder die Welt (so klar wird das nicht) zu heilen. Schließlich landet er in einem kommunistischen Straflager, wo ihn aber auch wieder hauptsächlich das Essen stört, das "heftige Blähungen" auslöst. Beim Lesen fragt man sich: Ist das Polit-Satire? Oder Literatur-Parodie? Wie gesagt: ein erstaunliches Buch, das einen ratlos zurücklässt. --Oliver Fuchs -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Pressestimmen

Christian Kracht hat mit ›1979‹ einen verstörenden Text geschrieben, der wie ein dunkler Granitblock in der Landschaft unserer Herbstliteratur liegt. Hart, kalt, schön, unbegreiflich, drohend.

Das ist absurd, das ist schrecklich. Das liest sich wie ein subtiler Splatterroman, wie die totale Schwindsucht, wie ein lauter Schrei nach Autorität und wie ein stiller nach Liebe.

Ein brillant geschriebenes Buch. Ein sehr konsequentes, sehr trauriges Buch.

Christian Kracht ist ein ästhetischer Fundamentalist.

Schwer zu hassen, schwer zu kopieren: ›1979‹ – der neue Roman von Christian Kracht.

Kracht ist seinem Publikum, kaum daß er es zu gutem Geschmack erzogen hat, schon wieder eine Nasenlänge voraus.

Die sozialen Überlegenheitsposen dieses wohlhabenden Taugenichts erscheinen als Protest gegen die Häßlichkeit der Gesellschaft, ihrer Menschen und Dinge, gegen das allgegenwärtige pädagogisch-moralische Geschwätz.

Mit intelligentem Zynismus nimmt Kracht eine zwar ideologiefreie doch keineswegs amoralische Position ein.

Nachhaltig verstörend und sprachlich überzeugend.

›1979‹ ist eine Überraschung. Schnell geschrieben? Unwahrscheinlich. Schnell gelesen? Unbedingt. Schnell vergessen? Auf keinen Fall.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

46 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Andreas Gryphius am 19. November 2001
Format: Gebundene Ausgabe
Alles beginnt im Iran, Teheran, 1979. Dies verwundert nicht weiter, wer Krachts „bunten Bleistift" kennt, weiß um seine Affinität zum Orient und Nahen Osten. Es ist die Zeit des Umbruchs, der islamischen Revolution. Der Kriegszustand ist ausgerufen, und inmitten dieser Wirren der Zeit, agieren der Protagonist und sein -zu meiner Überraschung- schwuler Freund Christoph wie zwei Grotesken. Typisch Kracht steht die Politik hinten an, stattdessen werden Vorhänge kritisiert, Chaiselongues vom Ich-Erzähler und Innenarchitekten beschrieben. Wer die aus „Faserland" bekannte Barbourjacke sucht, wird nach nicht ganz zehn Seiten fündig, sie wurde lediglich durch ein Paar Berluti-Schuhe ersetzt, diese erfüllen aber ihren Zweck genauso gut, nämlich den Leser immer wieder an die Anfänge dieses wahnwitzigen Werkes zu erinnern. Das ist auch bitter nötig, denn was Kracht da in nicht einmal 180 Seiten zusammengeschrieben hat, wäre genug Stoff für andere Zeitgenossen, daraus eine sich über mehrere Jahrzehnte erstreckende Trilogie zu stricken. Ich danke Herrn Kracht für die Kurzfassung. Er bleibt sich -zumindest am Anfang- völlig Treu. Der geliebte, intelligente und hochzynische Freund des Erzählers und die ausschweifende Drogenparty, auf der die beiden in den ersten fünfzig Seiten landen ließen jedenfalls auf ein Remake von „Faserland" in Fernost vermuten, könnte doch der Verlauf der Feier genauso gut einer Szene des genannten Buches entnommen sein. Doch weit gefehlt. Ohne zuviel verraten zu wollen, wer ein von diesem Buch leichte Unterhaltung erwartet, dem wird spätestens im letzen Viertel das Lachen im Halse stecken bleiben.Lesen Sie weiter... ›
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von "puk2001" am 19. August 2003
Format: Taschenbuch
Eine Geschichte, die nicht belangloser und zugleich treffender die Partnerschaft zweier Menschen, die Asymmetrie ihrer Liebe und den verzweifelten Kampf eben um diese Liebe von unterschiedlichen Standpunkten und Bedürfniswinkeln aus beschreiben könnte, nimmt eine merkwürdige Kehrtwende und führt den Leser zum zweiten Teil auf die Grundwerte der menschlichen Existenz zurück.
Am Ende des Buches war ich innerlich zerrissen zwischen Mitleid mit dem Erzähler und der aufrichtigen Freude für ihn, denn Sinn für das beschriebene und gelebt erlebte Leben gefunden zu haben.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von film-o-meter am 23. Februar 2013
Format: Gebundene Ausgabe
Der Roman beginnt in Teheran im Jahr der islamischen Revolution. Als Touristen sind ein Innenarchitekt, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird, und sein Lebensgefährte Christopher, obwohl sie sich schon lange nichts mehr zu sagen haben, in den Iran gereist. Christopher ist ein blasierter blonder Adonis, der sich auf einer Party im Norden der Stadt hemmungslos betrinkt und zukokst, durch eine Glastür stürzt und schließlich im Krankenhaus an seiner langjährigen AIDS-Erkrankung stirbt – nur dass im Jahr 1979 noch niemand die Krankheit kennt. Christophers Tod ist das Menetekel eines noch viel universelleren Zusammenbruchs.
Auf der Party ist es auch zum ersten Zusammentreffen des Protagonisten mit dem rätselhaften Rumänen Mavrocordato gekommen, der ihn mit esoterischen Einsichten verwirrt und in verschleierter Form auch den Tod Christophers voraussagt. Eine Kassette, die ihm untergejubelt wurde und Khomeini-Reden enthält, sorgt ebenfalls für Verwirrung. Doch die Polizei entlässt den Ich-Erzähler in die deutsche Botschaft, wo er die Formalitäten für den Todesfall regelt. Als er danach in einem Café von der nächtlichen Ausgangssperre überrascht wird, schleust ihn der Wirt durch einen unterirdischen Gang zu Mavrocordato, mit dem zusammen er nachts auf einem Gebäude eine Überwachungskamera in einen »hermetischen Zustand« versetzt, indem er sie mittels eines mitgebrachten Fernsehbildschirms, die er vor ihr aufstellt, sich selbst aufnehmen lässt. Schließlich regt Mavrocordato den Erzähler zur Umrundung des heiligen Berges Kailasch in West-Tibet an und gibt ihm auch das nötige Geld dafür.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von S. Glaser am 15. November 2013
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Gelesen hat man das Buch in wenigen Stunden. Aufgehört darüber Nachzudenken, sich an der eleganten Sprache zu erfreuen und durch und durch beeindruckt von den wenigen aber dafür umso prächtiger konstruierten Charakteren zu sein, habe ich auch ein halbes Jahr später nicht. Mit 1979 geht Christian Kracht weit über das reine Geschichten erzählen hinaus. Ich habe noch nichts vergleichbares gelesen.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von "medienspacken" am 3. Juni 2003
Format: Taschenbuch
Das Buch ist groß! Ich habe es in einem durchgelesen und war schwer beeindruckt. Die Monotone Ruhe, die im Sprachrhythmus liegt ist poetisch, die Ereignisse surreal, die humoristischen Stellen höchst amüsant und die erschreckende Realität im letzten Teil des Buchs grausam, gerade weil sie so real wirkt. Und viel dichter dran als bei George Orwell.
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20 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Horst Horstmannsen am 11. Februar 2002
Format: Gebundene Ausgabe
Natürlich wurde und wird auch dieser Roman von Kracht wieder verissen. Dies geschieht - schon wieder - in derart ungerechter und dilettantischer Art, dass es schon fast weh tut!
Unpolitisch sei 1979 - nun, ich bezweifle, dass viele Leser und Kritiker überhaupt irgendetwas über den Iran wussten. Ich z.B. musste auch erst nachschlagen, was genau dort 1979 passierte. Natürlich bezieht Kracht durch seinen Ich-Erzähler nicht persönlich Stellung, denn genau das würde seine Aussage, würde den Ich-Erzähler ruinieren. Dieser ist unpolitisch bis dumm - aber deshalb sind es Kracht und der Roman insgesamt doch nicht!
Kracht kennt Asien sehr gut, und man bedenke bitte, dass 1979 nicht in der Welle des 11. Septembers erschien und auch nicht entstand. Da lag Harald Schmidt schon richtig, als er sagte, der Roman sei visionär.
Der Roman habe keine Aussage und gar kein wirkliches Thema - also, ein Mensch, der so von einem anderen abhängig ist, wie der Erzähler von Christopher, ein Mensch, der sich vor seinem eigenen Speichel ekelt, der keine Kindheitserinnerungen hat, den nur Innenarchitektur interessiert und der erst in einem Umerziehungslager eine gewisse Zufriedenheit erlangt...na, klingelt's langsam? Dieser Erzähler handelt nicht böse, oft sogar im Gegenteil, aber irgendwie tut er es doch! Er misshandelt niemanden, aber er schreitet eben auch nicht ein, wenn es andere tun. Ein Niemand also, der nicht zu den ganz bösen gehört, aber dennoch nicht nachahmenswert ist. Und das ist NICHT unpolitisch. Kracht gibt keine Anweisungen, er zeigt "nur" den Weg an. Mehr haben auch die ganz Großen nicht getan, und das mussten sie auch nicht.
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