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Die Evening Post setzt ihren Starreporter Jack Whitehead auf den Fall an, der schon im Verlauf der vorangegangen Fälle den Begriff "Yorkshire Ripper" geprägt hat. Auch der Polizeisergeant Robert Fraser ist auf den Fall angesetzt. Sie müssen miterleben, wie das Treiben des Rippers in Leeds und Bradford weitere Opfer fordert. In einem Sumpf aus Korruption, Gewalt und Exzessen aller Art versuchen die beiden zu ermitteln und treffen auf eine Mauer aus Angst und Schweigen. Die beiden so unterschiedlichen Ermittler verfügen jedoch über zwei äußerst gefährliche Gemeinsamkeiten: Sie pflegen enge, ja zu enge Kontakte zu den Prostituierten von Chapeltown, und sie finden rasch heraus, dass die Polizei Beweisstücke manipuliert und unterschlägt. Es beginnt ein Wettlauf um das Leben weiterer Opfer -- und auch um das Leben der beiden Protagonisten...
Soeben hat David Peace für den ersten Teil seines Romanquartetts über die 70er- und 80er-Jahre, 1974, den Deutschen Krimipreis erhalten. Diese Auszeichnung ist absolut berechtigt. Peace leistet für Yorkshire das, was James Ellroy für Los Angeles oder etwa Jerome Charyn für New York vollbracht haben. Fernab der üblichen "Profiler stellen Serienkiller"-Thematik gelingt Peace eine ebenso surreale wie treffende Darstellung von Ordnungshütern und Gesellschaft der späten Siebzigerjahre in Nordengland. Dabei schafft er mithilfe zweier paralleler Ich-Erzähler eine atmosphärisch dichte, äußerst persönlich gehaltene Erzählstruktur.
Begriffe wie "Hardboiled" und "Noir" drängen sich auf, aber eben auch "Literatur". Nichts für Freunde eines gemütlichen Kaminfeuerkrimis, allen anderen sei Peace dringend empfohlen. --Christian Koch
Jack the Ripper ist nie gestorben, weil er nie gefasst wurde. Seit über hundert Jahren halten seine schrecklichen Prostituiertenmorde die Phantasie der Menschen auf Trab. Und sie gebären schreckliche Nachahmer wie Peter Sutcliffe, der zwischen 1975 und 1980 dreizehn Frauen auf brutalste Weise getötet hat. ... Nichts für schwache Nerven und sensible Gemüter
(c) Jörg von Bilavsky - literature.de - Das Literaturportal
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