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1977
 
 
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1977 [Taschenbuch]

David Peace , Peter Torberg
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (19 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 400 Seiten
  • Verlag: Heyne; Auflage: 2. Auflage, Vollständige deutsche Taschenbucha... (2. April 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453675096
  • ISBN-13: 978-3453675094
  • Originaltitel: Nineteen Seventyseven
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (19 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 17.105 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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David Peace
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Yorkshire 1977: Die Polizei findet die Leiche einer schrecklich zugerichteten jungen Prostituierten. Bei der folgenden Pressekonferenz wird anders verfahren als gewohnt. Die führenden Ermittler stellen ohne Umschweife einen Zusammenhang zu ähnlichen Verbrechen her, die im Lauf der letzten beiden Jahre stattgefunden haben.

Die Evening Post setzt ihren Starreporter Jack Whitehead auf den Fall an, der schon im Verlauf der vorangegangen Fälle den Begriff "Yorkshire Ripper" geprägt hat. Auch der Polizeisergeant Robert Fraser ist auf den Fall angesetzt. Sie müssen miterleben, wie das Treiben des Rippers in Leeds und Bradford weitere Opfer fordert. In einem Sumpf aus Korruption, Gewalt und Exzessen aller Art versuchen die beiden zu ermitteln und treffen auf eine Mauer aus Angst und Schweigen. Die beiden so unterschiedlichen Ermittler verfügen jedoch über zwei äußerst gefährliche Gemeinsamkeiten: Sie pflegen enge, ja zu enge Kontakte zu den Prostituierten von Chapeltown, und sie finden rasch heraus, dass die Polizei Beweisstücke manipuliert und unterschlägt. Es beginnt ein Wettlauf um das Leben weiterer Opfer -- und auch um das Leben der beiden Protagonisten...

Soeben hat David Peace für den ersten Teil seines Romanquartetts über die 70er- und 80er-Jahre, 1974, den Deutschen Krimipreis erhalten. Diese Auszeichnung ist absolut berechtigt. Peace leistet für Yorkshire das, was James Ellroy für Los Angeles oder etwa Jerome Charyn für New York vollbracht haben. Fernab der üblichen "Profiler stellen Serienkiller"-Thematik gelingt Peace eine ebenso surreale wie treffende Darstellung von Ordnungshütern und Gesellschaft der späten Siebzigerjahre in Nordengland. Dabei schafft er mithilfe zweier paralleler Ich-Erzähler eine atmosphärisch dichte, äußerst persönlich gehaltene Erzählstruktur.

Begriffe wie "Hardboiled" und "Noir" drängen sich auf, aber eben auch "Literatur". Nichts für Freunde eines gemütlichen Kaminfeuerkrimis, allen anderen sei Peace dringend empfohlen. --Christian Koch -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Pressestimmen

"'1977' ist ein aufregendes Stück Literatur, schnell und schmerzhaft erzählt." (Focus )

"Hochspannung vom wohl härtesten Krimiautor der Gegenwart." (TV Movie )

"David Peace schreibt den modernen Kriminalroman konsequent zu Ende." (Welt am Sonntag )

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Krimi Noir im Stakkato-Stil 6. September 2006
Format:Gebundene Ausgabe
"1977" bezieht sich eindeutig auf die realen Hintergründe des Yorkshire Rippers, der Ende der 70er Jahre vierzehn Frauen in Yorkshire ermordete. Auch David Peace ist in Yorkshire aufgewachsen und die Zeit des Yorkshire Rippers überschneidet sich genau mit seiner Kindheit. Für Peace ist der Yorkshire Ripper eine Art Kindheitstrauma, das er sich mit seiner Tetralogie "Red Riding Quartet" von der Seele schreibt. Insofern dürfte "1977" den ersten Höhepunkt seiner Selbsttherapie darstellen. Der Ripper tritt in Aktion und ist das alles dominierende Thema des Romans.

"1977" ist keine leichte Kost und sowohl inhaltlich, wie auch der äußeren Form nach, ein schwer verdaulicher Brocken. Ohne vorherige Lektüre von "1974" braucht man gar nicht einsteigen zu wollen. Es begegnen einem viele Bekannte wieder. Peace konfrontiert den Leser mit einem ganzen Sammelsurium an Figuren, die erst einmal gedanklich sortiert werden wollen.

Peace lässt die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen und macht es dem Leser damit schwer seine Sympathien zu verteilen. Er fordert den Leser, idem er es ihm nicht ermöglicht, einfach dem strahlenden Helden der Handlung zu folgen. Strahlende Helden gibt es bei Peace nicht. Dafür eine sehr düstere Atmosphäre. So spannend die Geschichte auch sein mag, am Ende ist man doch irgendwie froh, diese Welt hinter sich lassen zu können, nachdem man das Buch zugeschlagen hat - zu illusionslos, kalt und hart ist die Welt von "1977".

So sehr man besonders an "1974" Peaces Stakkato-Rhythmus loben mag, so muss man ihn im zweiten Teil leider auch in Ansätzen kritisieren. Auf mich persönlich wirkte der Stil manches Mal ein wenig zu abgehackt. Hier und da hat man als Leser ein wenig Schwierigkeiten bei diesem Rhythmus der Handlung zu folgen. Peace scheint sich sprachlich in seinen Rhythmus hineinzusteigern, was nicht immer zum Vorteil ist.

Man muss viel zwischen den Zeilen lesen und oft auf blauen Dunst spekulieren, ohne von Peace eine Bestätigung zu bekommen. Ein wenig mag dieser Eindruck auch darin begründet liegen, dass "1977" ein ziemlich offenes Ende hat. Das mag sich mit Kenntnis des nächsten Bandes des "Red Riding Quartet" ein wenig relativieren, für den Augenblick bleibt man als Leser aber leider etwas unbefriedigt zurück und kommt nicht umhin sich zu fragen, ob man in Anbetracht des hohen Tempos und der abgehackten Erzählweise irgendwo ein paar wichtige Details nicht mitbekommen hat.

FAZIT: Knallharte Kost für hartgesottene Leser. Anstrengende Lektüre und eine atmosphärische, düstere und beklemmende Inszenierung. Peace verlangt dem Leser viel ab, erzeugt dafür zwar auch ordentlich Spannung, dürfte aber mit seinem Stakkato-Stil sicherlich nicht den Geschmack eines jeden Lesers treffen.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Da fall ich mit meiner Rezension wohl etwas aus der Reihe...

Die Atmospäre ist in David Peaces Fortsetzung von "1974" wie gewohnt düster;korrupte,brutale Bullen,ohne Moral,ohne Mitleid.

Schon die Tatsache allein,daß dieser Roman wie sein Vorgänger auch sehr "noir" ist,ist für Otto-Normal-Krimi-Leser sehr gewöhnungsbedürftig,die Stimmung in diesem Buch ist durchweg bedrückend.

Aber das ist Geschmackssache!

Dann wieder diese kurzen,abgehakten Sätze.

Gut,trägt zur düsteren Atmosphäre bei.

Aber dieser ständige Wechsel zwischen den Hauptakteuren,erzählt in der Ich-Form,macht es schwer die Protagonisten zu erkennen,sich in die Handlung einzufügen,dem Ablauf zu folgen.

Erzählt nun der Bulle oder der Zeitungsjournalist?!!

Das Problem hatte ich bei "1974" auch schon,nur nicht so sehr.

Für mich war diese Geschichte irgendwann so verwirrend,daß ich das Buch zur Seite gelegt habe - etwa nach der Hälfte.

So super-spannend fand ich es bis dahin eh nicht.

Warscheinlich ist dieser Roman einfach nur was für echte Liebhaber der "Noir-Buchszene",vielleicht war er mir aber auch einfach nur zu "anspruchsvoll".
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Krimis können weh tun 22. Mai 2007
Format:Taschenbuch
Und dieses Buch tut weh. Wem der Sinn nach der Wiederherstellung des Status quo steht und meint, dass in einem Krimi am Ende die Bösen bestraft werden müssen - Finger weg! Bei Peace sind selbst die positiven Figuren deformierte Charaktere, das Gute muss man mit dem Mikroskop suchen und Glück ist in seiner Welt die nächste Zigarette, das Bier mit Schuss im nächsten Pub und die schnelle Nummer in einer dreckigen Absteige.

Ellroy trifft Selby ... das ist Lichtjahre entfernt von den systemstabilisierenden Krimis der Cosy-Fraktion. Peace ist subversiv bis zum Extrem und verwehrt dem Leser die einfachen Antworten. Kein "Whodunnit?", sondern ein böser, zynischer Blick in die Fratze einer Gesellschaft, die sich selbst aufgegeben hat.

Vom Stil hat er sich hier weiter vom Übervater Ellroy emanzipiert, was dem Buch gut bekommt.

Fazit: Wahrscheinlich das Härteste, was es derzeit im Noir-Bereich gibt - verstörend, lange nachwirkend und Lust auf den nächsten Teil machend.
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Veröffentlicht am 8. Februar 2008 von Polar
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