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1974: Roman [Taschenbuch]

David Peace , Peter Torberg
3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (55 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

6. März 2006
Mit »1974«, dem Auftakt seiner Yorkshire-Ripper-Saga, legt David Peace eines der spektakulärsten Debüts der letzten Jahre vor. Bei den Ermittlungen in einer grausamen Mordserie geht der junge Gerichtsreporter Eddie Dunford elf Tage durch die Hölle. »1974« ist eine Orgie des Blutes und der Gewalt, gleichwohl ein »gewaltiges Stück Literatur« (»Die Welt«), das von der internationalen Presse als Ereignis gefeiert und vielfach preisgekrönt wurde.


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1974: Roman + 1977 + 1980: Thriller
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 384 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (6. März 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453675088
  • ISBN-13: 978-3453675087
  • Originaltitel: Nineteen Seventy Four
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,4 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (55 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 30.075 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Vorweihnachtszeit 1974 in Yorkshire. Edward Dunford tritt seinen Traumjob an: Gerichts- und Polizeireporter bei dem Provinzblatt Evening Post. Gleich seine erste Recherche verspricht einen großen Fall. Die kleine Clare Kemplay ist spurlos verschwunden. Nachdem Dunford erfährt, dass bereits in den vorangegangen Jahren mehrere Mädchen entführt und ermordet wurden, wittert er die große Story.

Er scheint jedoch der einzige zu sein, der eine Verbindung zwischen den Morden der Jahre zwischen 1969 und 1972 und dem jüngsten Fall herstellt -- oder herstellen möchte. Polizei und Journalistenkollegen nehmen sich des Verbrechens nur zaghaft an. Umso besessener stürzt sich Dunford auf den Fall. Gegen alle Widerstände aus seiner Redaktion und von Seiten der Behörden gerät er in den Sog seiner Ermittlungen und in ein Geflecht aus Alkohol, Gewalt und Korruption. Weder der Mord an einem Kollegen noch die Warnungen von verschiedenster Seite bringen ihn davon ab, nach dem vermeintlichen Serienmörder zu suchen. Denn wenn er recht behält, hat er sich endgültig gegen seine Konkurrenten bei der Zeitung durchgesetzt, und seiner Karriere steht nichts mehr im Wege.

Er dringt immer tiefer in den Sumpf aus Desinteresse und Intrigen ein. Statt den Fall zu den Akten zu legen, steigert sich seine Hartnäckigkeit selbst dann noch, als er brutal zusammengeschlagen und schwer verletzt zurückgelassen wird. Für ihn scheint es keinen Weg zurück zu geben -- bis zur letzten Konsequenz.

1974 ist der erste Teil des Red Riding Quartetts, in dem David Peace das England der siebziger und frühen achtziger Jahre beschreibt. Dies hat ihm in seiner Heimat den Ruf als einer der wichtigsten neuen Stimmen der Literatur eingebracht. Dies kann man nach Lektüre des Romans durchaus nachvollziehen. Peace nimmt Bezug auf den realen Fall des Yorkshire Rippers. Dieser Serienmörder erschütterte in den späten siebziger Jahren den Norden Englands.

1974 ist eine treffliche Chronik des Zeitgefühls. Finster, verunsichert und teilweise hysterisch ist die Stimmung in der Peace den jungen Reporter ermitteln lässt. Dunford ist kein sympathischer Held, er ist ein unreifer, letztlich egozentrischer Mensch, der seine Chance auf einen Karrieresprung wittert, und sich nachgerade unabsichtlich immer tiefer in den trostlosen Ermittlungen verliert.

Höchst erfreulich, dass man beim Liebeskind Verlag diesen im Original bereits 1999 erschienen Roman entdeckt hat, der sich beeindruckend von den üblichen Serienmörder-Thrillern abhebt. Hoffentlich kommen auch die deutschen Leser bald in den Genuss des kompletten Quartetts. --Josef K. Weinreb -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Pressestimmen

»Peace schreibt eine Atmosphäre herbei, die frösteln macht.« (Stern)

»So einen Roman hat man noch nicht gelesen.« (L'Express)

»Ein Buch mit einer ungestümen Wucht, das man nicht aus der Hand legen mag.« (Die Zeit)

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17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Rabenschwarzes Zeitportrait 9. Oktober 2006
Von Jost Weiss VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Das Lesen des Buches hat mich frösteln gemacht und dennoch sonderbar kalt gelassen. Kalt gelassen deswegen, weil Peace's Charaktere seelenlos - fast zombiehaft - gezeichnet sind und frösteln gemacht ob der stetig eskalierenden Darstellung von Brutalität, Gewalt und Perversion. In kurzen, knappen Sätzen - stakkatohaft - treibt der Autor die Story voran, wobei Wesentliches oft zwischen den Zeilen steht. 1974: Der junge Gerichtsreporter Eddie Dunford wittert die Story seines Lebens, als in Yorkshire die zehnjährige Clare Kemplay zunächst vermisst und später ermordet und grausam zugerichtet aufgefunden wird. Dunford glaubt an einen Zusammenhang zwischen dem aktuellen Verbrechen und ähnlich gelagerten Vermisstenfällen in den Vorjahren. Seine elf Tage währende Recherche wird für ihn (und den Leser) zu einer albtraumartigen Reise in die Hölle. Peace's Krimi ist kein Buch, das leicht zu lesen ist. Sehr viele Namen, Orte, Plätze. Wer nicht dran bleibt, verliert schnell den Anschluß. Ich habe oft zurückgeblättert, um Namen, Orte, Plätze nachzuschlagen. Meine anfängliche Hoffnung, etwas von der Magie der 70er Jahre dargeboten zu bekommen, erfüllte sich nicht. "1974" ist sicherlich ein gutes Stück Literatur, eine rabenschwarze Gesellschaftskritik, die die Ellbogenmentalität (speziell in der damaligen Journalistenszene) anprangert. Es zählt aber nicht zu den Büchern, die ich noch einmal lesen würde.
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39 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die britische Antwort auf James Ellroy 11. Juli 2005
Format:Gebundene Ausgabe
"Red Riding Quartett" nennt David Peace seine Tetralogie, die sich um das England der 70er und frühen 80er Jahre dreht. "1974" ist deren erster Teil, der international viel Beachtung fand und von der Presse als eines der spektakulärsten Debüts der letzten Jahre gefeiert wird. Ein Krimi Noir, wie er düsterer und beklemmender kaum sein könnte. Vergleiche lassen sich höchstens zu James Ellroy ziehen. Beide Autoren ähneln sich in gewissen Zügen. Beide stricken Geschichten, die ein undurchsichtiges Geflecht von Macht und Korruption, von Gewalt und Brutalität enthalten und beide ziehen ihren düsteren, schwer durchdringbaren Plot mit einer ähnlichen Sprachgewalt und Faszination auf.

Knappster Satzbau, Einwortsätze, eingestreute Songtitel und Schlagzeilen, die nebenbei im Radio laufen und den Geist der Zeit heraufbeschwören, Zitate, die stets wiederholt werden - Peaces sprachlichen Mittel erscheinen schlicht, wirken aber umso eindringlicher. Peace webt eine dichte Atmosphäre und baut einen kontinuierlich aufstrebenden Spannungsbogen auf, der den Leser nägelkauend weiterlesen lässt.

Peace verlangt dem Leser ein hohes Maß an Konzentration ab. Gerade in den ersten Kapiteln haut Peace dem Leser die Namen um die Ohren, dass einem Hören und Sehen vergeht. Peace treibt die Geschichte in einem geradezu halsbrecherischen Erzähltempo ihrem dunklen Höhepunkt entgegen und nimmt den Leser mit auf eine düstere Achterbahnfahrt. Alles in einen Zusammenhang einzuordnen, fällt dabei nicht immer ganz leicht. Peaces Romangebilde ist halt sehr komplex.

Ganz im Zeichen dieser Komplexität steht auch Peaces Umgang mit Klischees. Es gibt keine per Definition rein Guten, so wie es keine irgendwelchen Klischees entsprechenden Bösen gibt. Auch Edward Dunford, der auf der Suche nach der Wahrheit hinter der Story ist, ist längst kein strahlender Held. Das Szenario, das Dunford durch seine Ermittlungen am Ende des Romans entblättert, ist gleichermaßen schockierend und düster. Dunford verknüpft die unterschiedlichen Handlungsebenen, zieht die richtigen Schlüsse und steht am Ende vor der grausamen Wahrheit, ohne selbst genau zu wissen, wie er damit umgehen soll. Entsprechend düster, verstörend und bluttriefend fällt das Finale aus und entsprechend düster ist auch der Abschied von Dunford.

Ian Rankin sieht David Peace als "die Zukunft des Kriminalromans". Wenn sich das bewahrheiten sollte, sieht die Zukunft des Kriminalromans in der Tat sehr gut aus. Peace weiß zu fesselnd, inszeniert einen düsteren Plot und eine beklemmende Gesellschaftsstudie. Sprachlich, wie inhaltlich ein harter, schwer verdaulicher Brocken, aber dafür einer, der garantiert im Gedächtnis haften bleibt und obendrein Lust auf die weiteren Teile des "Red Riding Quartetts" macht.

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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Britische Antwort auf den französischen Noir 28. April 2006
Von t.kuerten
Format:Taschenbuch
"1974" stellt den Auftakt einer vierteiligen Reihe aus der Feder eines bislang in Deutschland unbekannte britischen Autors dar. Dieser David Peace nennt seine Romane auch "Red Riding Quartett". Im englischsprachigen Raum gefeiert, entdeckte ein kleiner Verlag diese Perlen erst mit fünfjähriger Verzögerung und brachte diesen ersten Teil 2005 in deutscher Übersetzung in die Regale der Buchläden.

Kalt, nass, matschig - dieser Eindruck von Nordengland im Dezember 1974 entsteht beim Leser von der ersten Seite an. Edward Dunford hat soeben seinen neuen Job als Gerichtsreporter bei einer Zeitung in Leeds angetreten, als etwa zeitgleich mit der Beerdigung seines Vaters das Verschwinden eines zehnjährigen Mädchens bekannt wird. Eddie wittert die große Story, muss sich jedoch mit missgünstigen Kollegen in der Redaktion und feindseeligen Polizisten herum schlagen. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Auf der Suche nach einem Kindermörder, der bereits in den Jahren zuvor zwei mal zugeschlagen hat, deckt er Korruption und finstere Machenschaften in Kreisen von Politik und Polizei auf.

Die Macht des Wortes hat David Peace wieder entdeckt. Mit kürzesten und dennoch treffendsten Gedankenblitzen fängt er immer wieder die von Gewalt und Brutalität beherrschte Stimmung ein. Aber so einfach die sprachlichen Mittel auch wirken mögen, Peace verlangt von seinen Lesern ein Hochmaß an Konzentration. Die Handlung von "1974" ist komplex und vielschichtig, es hageln einem Namen und Beziehungen der einzelnen Akteure zueinander nur so um die Ohren und das hohe Erzähltempo tut das seinige dazu, dass dieser Roman alles andere als leichte Kost ist.

Die auf den rund 380 Seiten geschilderte Brutalität ist sicherlich ein Punkt, an dem sich die Gemüter aufreiben können. Unverblümt und tabulos schildert der Autor Folterszenen, Vergewaltigung sowie die abscheuliche Tat eines perversen Kinderschänders. Dazwischen ist Edward Dunford das unermüdliche Stehaufmännchen, dass sich von schwersten Körperverletzungen nicht bremsen läßt, die richtigen Schlüsse zieht und sich mit übermächtigen Gegnern anlegt. Als er die Wahrheit herausfindet, verstärkt dies eher die manisch-verstörte Gemütslage des jungen Reporters und steigert sich in das einzig logische Finale.

Ein toller Roman, der durch die Gewalt und die Kraft seiner Worte den Leser aufrüttelt und ungemein ergreifen kann. Ohne Frage in der Spitzenliga der Noir Krimis anzusiedeln. Was aber daran zukunftsweisend sein soll, muss uns Laudator Ian Rankin ("Peace ist die Zukunft des Kriminalromans") noch mal genauer erklären. Denn im französischen Noir finden sich Autorenkollegen wie Dominique Manotti, die in ähnlicher Manier bereits weit vor Peace das Genre beherrschten.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Ein Buch, das man immer wieder lesen muss!!!
Peace, bekannt als einer der härtesten Krimiautoren Englands lässt einen nach diesem Buch nicht mehr los. Gänsehautfaktor pur, nichts für Zartbeseitete. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Michael Senoner veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Kein Ellroy, besser
Diese Rezension basiert auf der englischen Originalausgabe. Die Sprache ist ein Gemisch aus nordenglischem Dialekt und kurzen, harten, verkürzten Sätzen. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Edgar Uhl veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Hoffnungslosigkeit wird greifbar
Als ein Reporter herausfindet, das die Honoratioren einer Stadt in mehrere Verbrechen verwickelt sind, beginnt für ihn ein Gang durch die Hölle. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. Januar 2011 von trojafan
1.0 von 5 Sternen "Nein! Nein! Nein!" oder "Peace!"
Eigentlich kann man David Peace für dieses Machwerk keinen Vorwurf machen, hat er kürzlich erst in einem Interview erklärt, dass er mit seinem Erstling "1974" sich... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. September 2010 von Dieter Hellfeuer
5.0 von 5 Sternen Duester. Beklemmend. Anders. Authentisch. Kein Zweifel, wir schreiben...
Peace definiert seine Andersartigkeit in 1. Linie durch einen Schreibstil, der Anerkennung verdient, weil er sich von dem sonst ueblichen Geschreibsel durchaus renommierter... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. Juni 2010 von faustino888
1.0 von 5 Sternen Was für ein Schrott!
Leider habe ich mich mal wieder vom Einband verleiten lassen und auf die Lobpreisungen gehört die das Buch angeblich erhalten haben soll! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. Mai 2010 von Daniel Hipp
1.0 von 5 Sternen Schlecht!
Also wenn das die Zukunft der Kriminalromane sein soll, wie auf dem
Cover angegeben, dann muss ich wohl aufhören zu lesen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. März 2010 von Dina
1.0 von 5 Sternen Ellroys Epigone
Dass sich David Peace ausgiebig aus der Mottenkiste abgedroschenster Klischees bedient, mag ich ihm gar nicht verübeln, da selbst die billigsten Klischees zuweilen den Kern... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. Februar 2010 von Torsten Kaiser
1.0 von 5 Sternen Abartig!
Die Bestandteile des Romans: Urin, Blut, Kot und Sperma.
Wichtigstes Wort: Scheiße

Dem in Ichform erzählenden Protagonisten, einem Journalisten, wird... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Januar 2010 von JN
1.0 von 5 Sternen vulgär, brutal, verwirrend
Ich fange mal mit Positiven an: es liest sich ruckzuck. 50 Seiten sind schnell runtergelesen.
ABER: ich konnte die Handlungen der Hauptfigur nie nachvollziehen, es werden zu... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. Dezember 2009 von Ingo Gllner
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