-
Tipp für Studenten
Ein Jahr Prime kostenlos und einen 20% erhöhten Eintauschwert auf Trade-In erhalten alle Studenten die bei Amazon Student angemeldet sind.
![]() Gutschein erhalten
Tauschen Sie jetzt 1968 als Mythos, Chiffre und Zäsur gegen einen Amazon-Gutschein in Höhe von EUR 2,30 ein - einlösbar für Tausende von Artikeln bei Amazon.de. Entdecken Sie mehr eintauschbare Bücher im Bücher Trade-In Shop. Bitte beachten Sie die Teilnahmebedingungen.
Jetzt für Amazon Student anmelden und um 20% erhöhten Eintauschwert sichern. |
Produktinformation
|
Dazu gesellt sich die Ansicht konservativer Meinungsmacher, dass mit den 68ern die Gewalt in die politische Auseinandersetzung wieder eingebrochen sei, während andere ihr die Wirkung einer "Fundamentalliberalisierung" attestieren (Habermas). Was von der Bewegung bleibt, was von diesem schillernden Jahr tatsächlich auf die Gesellschaft eingewirkt hat, ist noch höchst unklar, obwohl die Historisierung längst eingesetzt hat. Umfassende Studien, die die unterschiedlichen gesellschaftspolitischen Dimensionen des Phänomens 1968 auf einer soliden empirischen Basis beleuchten, liegen bisher nicht vor. Nun hat der Politikwissenschaftler und Kenner der 68er-Geschichte Wolfgang Kraushaar einen aus diversen Vorträgen und Artikeln zusammengestellten Band zu diesem Thema vorgelegt. Er beleuchtet historische Hintergründe, den internationalen Charakter der Bewegung, einzelne Biografien und Karrieremuster sowie Aspekte der politischen Auswirkungen (RAF). Besonders bemerkenswert und für zukünftige Forschung nützlich, ist der ausführliche, kommentierte Literaturbericht.
Historische Studien ersetzen Kraushaars Artikel zwar nicht, aber sie liefern einen lesenswerten, klug, ohne apologetische Zwischentöne geschriebenen Überblick zu diesem Schlüsseljahr in der Geschichte der westlichen Nachkriegsdemokratien. --Jens Kertscher
lx. Wolfgang Kraushaar ist Mitarbeiter am Hamburger Institut für Sozialforschung. 1960 war er gerade zwanzig Jahre alt. Für ihn ist der «Mythos 68» nicht ein narratives Konglomerat, das sich nur noch im Blick zurück und also «historisch» verstehen lässt. Denn da sind vor allem auch Daten und Ereignisse, die dem Aufbruchsjahr es begann im Grunde genommen 1967 und endete nicht vor 1969 ein Gesicht, eine Physiognomie geben. Wohl könne man aus der Rückwärtsperspektive vom damaligen «Kulturkampf» sprechen oder davon, dass 1968 als eine «soziokulturelle Nachgründung der Republik» zu verstehen sei. Dennoch rankt sich gerade um diese nicht sehr lange zurückliegenden Ereignisse ein dichtes Gestrüpp von Meinungen und Vorurteilen, die es schwierig machen, die Sachverhalte wirklich auszuloten. Als Historiker, der zugleich ein Zeitzeuge war, wendet sich Kraushaar freilich gegen den gegenwärtigen «Historisierungsschub». Anstatt dem Mythos 68 weiter aufzusitzen, sei es an der Zeit, das Schlüsseljahr in seinen tatsächlichen Ereignissen zu rekonstruieren und ohne die Brille des Zorns nach seinen Folgen zu fragen. Kraushaar gibt seine Analyse in zwölf Kapiteln; sie sind informativ, klug und bedächtig. Dass dabei auch einige liebgewonnene Selbstbilder der Aufbruchsgeneration zerlegt werden, gehört zum Prozess der Entzifferung.
Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden(Was ist das?)Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
|
|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||
|