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1968: Jugendrevolte und globaler Protest
 
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1968: Jugendrevolte und globaler Protest [Taschenbuch]

Norbert Frei
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag; Auflage: Orig.-Ausg. (1. März 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423246537
  • ISBN-13: 978-3423246538
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,4 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 216.713 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Norbert Frei
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Der Historiker Norbert Frei spürt der Jahreszahl als einer Chiffre für den internationalen Auf- und Umbruch nach. [...] 1968 hat viele Gesichter. Wer sie sich 40 Jahre später genauer ansehen möchte, ist bei Norbert Frei an der richtigen Adresse.«
Kieler Nachrichten 19.09.2008

»Dass die Geschichte der 68er zugleich kritisch und unbefangen geschrieben werden kann, hat Norbert Frei in seinem Buch auf vorbildliche Weise demonstriert. Es sei als Gegenlektüre zu den giftigen Attacken Alys und Wehlers eindringlich empfohlen.«
Volker Ullrich in ›Die Zeit‹ 11.09.2008

»Norbert Frei spürt den globalen Schwingungen der 68er-Bewegung nach. [...] Erst seine erweiterte Blickrichtung erlaubt es, Vergleiche zwischen den einzelnen emanzipatorischen Strömungen und zwischen den einzelnen Ländern zu ziehen. Außerdem zeigt sie, dass die Rebellen von 1968 meist nur das aufgriffen und dank der immer präsenteren Medien öffentlichkeitswirksam artikulierten, was an Unzufriedenheit in der Gesellschaft schon lange schwelte. Die 68er waren quasi der Katalysator eines Reformprozesses, der das ›Gesicht und die Mentalität‹ der Bundesrepublik seitdem grundlegend veränderte.«
literaturkritik.de 30.06.2008

»Dass Freis Werk kein Pamphlet für oder gegen 1968 ist, wird sogleich spürbar. Dem Autor geht nicht darum zu werten, er will erst mal erzählen, wie es wirklich war.«
Stuttgarter Zeitung 30.05.2008

»Elegant im Stil, ruhig und unpolemisch in der Darstellung, erhellend in der Analyse gehört Norbert Freis Buch zu den lesenswertesten Beiträgen zu einem schier unerschöpflichen Thema.«
Tages-Anzeiger, Zürich 06.05.2008

»Frei nimmt den globalen Sinn von 68 ernst.«
Handelsblatt 09.05.2008

»Viel interessanter Denk- und Gesprächsstoff.«
Buchmarkt 01.05.2008

»Von den USA und Japan über Westeuropa bis ins Sowjetreich reicht Freis Analyse, die faktenreich ist und sich dennoch angenehm liest.«
Münchner Merkur 11.04.2008

»Wer ›68‹ jenseits des ideologischen Getöses der (bundes-)deutschen Debatte nachvollziehen will, kommt an ›1968. Jugendrevolte und globaler Protest‹ nicht vorbei. Und darf zudem mit exzellenter geschichtswissenschaftlicher Prosa rechnen. Auch in dieser Hinsicht ist Freis Buch in der tobenden Debatte eine ganz erfreuliche Ausnahme.«
Berliner Republik 01.04.2008

»Das Jahr 1968. Es war mehr als die Studentenrevolte. Es war das Jahr, in dem der Vietnamkrieg in eine entscheidende Phase eintrat. [...] Das Jahr, in dem Martin Luther King und Robert Kennedy ermordet wurden. Auf Rudi Dutschke und Andy Warhol ein Attentat verübt wurde. Und in dem der RAF-Terror beginnt. Der Prager Frühling erfriert im Eishauch der Warschauer-Pakt-Staaten-Intervention. Norbert Frei, Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena, hat ein erfreulich distanziertes Buch über dieses Jahr geschrieben, das offenbar noch immer nicht vorbei ist.«
ORF 18.03.2008

»Aus der Veröffentlichungsflut über die 68er ragt Norbert Freis Beitrag heraus, weil er den internationalen Zusammenhang aufzeigt. Von den Anfängen in den Vereinigten Staaten weiß er ebenso mit viel Sympathie zu erzählen wie vom ›Protest im Westen‹ in Frankreich, Japan, Italien, den Niederlanden und Großbritannein oder von der ›Bewegung im Osten‹ in der Tschechoslowakei, in Polen und der DDR.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung 15.03.2008

»Was in der Literatur zu 1968 meist nur anklingt, wird beim dem Zeithistoriker Norbert Frei - geboren 1955, also zweifelsfrei kein 68er - zur Leitlinie seiner Darstellung: 1968 als Jugendrevolte von globaler Dimension und mit vielen Gesichtern. [...] Die deutsche Spezifik von 1968 sieht Frei in der ›vergangenheitspolitischen Aufladung‹ des Generationenkonflikts. Seine Ausführungen, fernab simpler Konstruktionen von Nazieltern und empörten Kindern, die ihnen aber ähnlich gewesen sind, sind ein Highligth des Bandes. Der Autor beleuchtet sowohl die üble Rolle der Springer-Blätter, geht aber ebenso kritisch mit den Gewaltfantasien der SDS-Aktivisten um und zitiert Dutschke mit einem seiner typischen Sätze: ›Der städtische Guerillero ist der Organisator schlechthinniger Irregularität als Destruktion des Systems der repressiven Institutionen.‹ Nicht nur heutige Jugendliche dürften ratlos vor der Frage stehen, wie dieses ›Soziologendeutsch‹ zu verstehen ist. Zu beantworten ist dies, wie Frei verdeutlicht, nicht allein aus den Texten, handelte es sich doch um eine Lebensstilrevolution mit einer weit über den unmittelbaren Protest hinausreichenden Qualität.«
Die Zeit 13.03.2008

»Frei meidet allzu ausgetretene Pfade und wählt für seine Erzählung zwei klare und einleuchtende Perspektiven: 1968 als globale Jugendrevolte und, für Deutschland, die NS-Vergangenheit als prägende Besonderheit. Das klingt selbstverständlich, ist es aber nicht. Denn die Revolte wird hierzulande in egozentrischer Verengung oft nur als deutscher Familienstreit wahrgenommen. Wer sich vor Augen führt, was 1968 in Mexiko, Detroit, Paris, Warschau und Tokio los war, begreift, dass Berlin damals keineswegs der Nabel der Welt war.«
die tageszeitung 13.08.2008

»1968 war Norbert Frei noch ein Kind, und das ist gut so. Während Götz Aly zusehends zum Franz Schönhuber (›Ich war dabei‹) der 68er-Bewegung mutiert, besinnt sich Frei bei seiner Arbeit auf die Tugenden des Historikers. [...] Frei sind die historiografischen Tücken des Objekts bewusst, die nicht zuletzt in der medialen Omnipräsenz der Zeitzeugen liegen. Die Richtigkeit seines Befundes, dass das deutsche ›68‹ überkommentiert und zugleich untererfoscht ist, ist evident. Der Autor entzieht sich der deutschen Neigung zur Nabelschau und nähert sich dem ›rebellischen Jahrzehnt‹ mit einer internationalen Perspektive.«
Der Tagesspiegel 12.03.2008

»Der Historiker markiert in seinem klarsichtigen Buch über ›Jugendrevolte und globalen Protest‹ die Grenzen der historischen Parallele: Ein Liebe zum ›Liberalismus‹ werde man den Protagonisten der Emanzipation in den sechziger Jahren schwerlich nachsagen können. Doch auch dann, wenn die totalitären Züge mancher radikaler ideologischer Positionen von damals in den Blick rückten, so Frei, gelte es, die Diskrepanz im Auge zu behalten zwischen dem Sagen und dem Tun, zwischen der Propaganda einiger und dem Lebensstil vieler: ›So ernst, wie viele Parolen klangen, nahmen es (und sich) doch wohl nur wenige.‹«
Neue Zürcher Zeitung 10.03.2008

»Anstatt die 68er in ihren Fantastereien allzu ernst zu nehmen, verweist Norbert Frei auf die Diskrepanz zwischen Parolen und Praxis: Selbst der bedürfnisloseste der studentischen Revolutionäre habe die grundlegenden Vorzüge und Freiheiten des westlichen Lebens beansprucht. Gerade in dieser Doppelzüngigkeit liege auch ein Trost. [...] Frei weist zu Recht darauf hin, man könne den 68ern ›schlecht ihren Hedonismusmus zum Vorwurf machen, wenn man sie des Totalitarismus überführen will - und umgekehrt.‹«
Das Parlament 10.03.2008

»In souveräner Klarheit nimmt Frei den internationalen Kontext der Protestbewegung in den Blick, erläutert, welche positiven Folgen für die Demokratie die Jahre ›um 68‹ zeitigten - und erklärt, warum neuerdings kursierende Thesen, die eine ›Ähnlichkeit‹ der 68er-Bewegung mit der nationalsozialistischen Revolte behaupten, historischer ›Unfug‹ sind.«
NDR Kultur 25.02.2008

»Eine sorgfältige, mit wissenschaftlichem Anspruch untermauerte und trotzdem spannende Analyse [...] Präzise arbeitet Frei heraus, wie unterschiedlich sich die Rebellion in den einzelnen Ländern manifestierte.«
Bayerische Staatszeitung 22.02.2008

»Wer wissen will, was sich damals wirklich zutrug, sollte Norbert Freis Buch lesen. Der Historiker hat farbig und spannend von den Achtundsechziger-Bewegungen in aller Welt erzählt, er hat dargestellt, was sie alle gemeinsam haben, wie sie einander beeinflussten und welche Unterschiede es gab. In Holland zum Beispiel kam es nicht zu größeren Krawallen, weil die Polizei sehr schnell die ›Spielregeln‹ verstand und ›konsequent auf Deeskalation setzte‹.In den USA verbot sich den Studenten die ausführliche Beschäftigung mit radikalen Gewaltphantasien schon deshalb, weil es in ihrem Land, angefangen mit dem Ku-Klux-Klan, schon genügend Gruppierungen gab, die andere Menschen töteten. Frei hat die Literatur sehr genau und auf ihre Pointen studiert: Wer meint, von ›1968‹ in Paris oder Los Angeles oder Tokio nichts wissen zu müssen, wird bei der Lektüre merken, dass diese Geschichten zum einen interessant und zum anderen von Belang sind.«
Franziska Augstein in ›Süddeutsche Zeitung‹ 19.02.2008

ORF, 18.3.08

Das Jahr 1968. Es war mehr als die Studentenrevolte. Es war das Jahr, in dem der Vietnamkrieg in eine entscheidende Phase eintrat ... Das Jahr, in dem Martin Luther King und Robert Kennedy ermordet wurden. Auf Rudi Dutschke und Andy Warhol ein Attentat verübt wurde. Und in dem der RAF-Terror beginnt. Der Prager Frühling erfriert im Eishauch der Warschauer-Pakt-Staaten-Intervention. Norbert Frei, Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena, hat ein erfreulich distanziertes Buch über dieses Jahr geschrieben, das offenbar noch immer nicht vorbei ist

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sehr interessant! 1. April 2008
Von Theresa
Format:Taschenbuch
Besonders interessant finde ich, dass sich dieses Buch mit den Ereignissen auch in anderen Teilen der Welt befasst und sie miteinander in Zusammenhang setzt. Was in Frankreich, den USA, Japan, Italien oder im damaligen Ostblock passierte und inwiefern diese gesellschaftlichen Proteste denen in der Bundesrepublik ähnelten und inwiefern sie sich unterschieden - diese internationale Perspektive bietet dem Leser ein wirklich umfassendes Bild der damaligen Zeit.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Erstklassiges Buch 2. April 2008
Format:Taschenbuch
Das Buch von Norbert Frei liefert, was die Nabelschau der ehemaligen 68er so oft vermissen lässt: Einen glänzend geschriebenen internationalen Überblick, der deutlich macht, dass damals nicht nur die Bundesrepublik einen Aufbruch erlebte. Beginnend mit der Bürgerrechtsbewegung im Süden der USA und der "Free Speech Movement" in Berkeley, schildert der Autor die Entwicklung im Westen (Holland, England und Japan), aber auch die Aufbruchsversuche hinter dem Eisernen Vorhang. Allem vorangestellt ist eine spannende "historische Reportage" über den Mai 68 in Frankreich. Im Zentrum steht zwar auch bei ihm die deutsche Studentenbewegung, aber dank seines unaufgeregten Blicks und seines Sinns für Pointen schlägt einen seine Darstellung auch dort in den Bann, wo man die Fakten schon zu kennen meint. Und das Gesamturteil ist so klug und abgewogen, wie man es von einem ausgewiesenen Zeithistoriker erwartet.
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9 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Unter den zahlreichen Büchern , die in diesem Frühjahr, 40 Jahre nach den Ereignissen von 1968, auf dem deutschen Buchmarkt erscheinen, ragt das vorliegende Buch des renommierten Zeithistorikers Norbert Frei auf unterschiedliche Weise heraus. Zum einen ist es ein Buch, das geschrieben wurde von einem Geschichtswissenschaftler, der, 1955 geboren, an den damaligen Ereignissen nicht persönlich beteiligt war. Schon von daher hat er, anders als etwa Götz Aly, Peter Schneider, Gerd Koenen oder Wolfgang Kraushaar, die allesamt mit zum Teil umfangreichen Büchern ebenfalls in den letzten Wochen auf dem Buchmarkt erschienen sind, nicht das Problem, zu erklären, wie er aus heutiger Sicht bestimmte, nach 40 Jahren teilweise totalitär anmutende Erscheinungsformen der "Bewegung" sieht, und vor allen Dingen seine eigenen Reden und Haltungen damals zu rechtfertigen oder sich von ihnen zu distanzieren.

Zum anderen geht es Norbert Frei darum zu zeigen, dass es eine weltweite Entwicklung gewesen ist, die um das Jahr 1968 herum nicht nur jungen Menschen und vor allen Dingen nicht nur Studenten bewegte. Er beschreibt die Anfänge in den USA und widmet sich dann unter der Überschrift "Ein deutscher Sonderweg ?" der Entwicklung in Deutschland. In diesem Kapitel ist besonders der Abschnitt "Kinder der Verdrängung: Die Geburt einer Generation aus dem Geist der NS-Kritik" lesenswert, in der der ausgewiesene NS-Forscher Frei beschreibt, mit welchen aus heutiger Sicht teilweise abstrusen Thesen damals operiert wurde. Vor allen Dingen ist dieses Kapitel wichtig, wenn man sich mit den Thesen Götz Alys auseinandersetzen will, der in seinem Buch "Unser Kampf" geistige Verbindungen zwischen 1933 und 1968 zieht.

Weitere Kapitel befassen sich mit der Entwicklung des Protestes in anderen westlichen Ländern, wie Japan und den Niederlanden zum Beispiel und auch mit der Entwicklung im Osten. Denn schon hier werden die ersten Samenkörner gelegt für einen Prozess, der 1989 seinen nur vorläufigen Abschluss fand.

"1968 war nicht das Jahr, das alles verändert hat, dazu war bereits zu viel im Gang. Aber nach '68' war fast nichts mehr wie vorher. Und in diesem Sinne war '68' überall".

Mit diesen Sätzen beschließt der Autor ein Buch, das besonders den jungen Lesern empfohlen werden kann und allen, die an den fortgesetzten ideologischen Auseinandersetzungen und den Vorwürfen und Rechtfertigungen, die die anderen erwähnten Bücher doch teilweise dominieren, kein Interesse haben, sondern sich einfach informieren wollen, wie es dazu kam, dass sie so leben und so leben können wie sie es heute tun.
Ein sehr empfehlenswertes Geschichtsbuch, übersichtlich, leicht verständlich und dennoch mit einem ausführlichen weiterführenden Apparat ausgestattet.
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