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1968 - Ein Jahr und seine 20 Songs (Buch und CD)
 
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1968 - Ein Jahr und seine 20 Songs (Buch und CD) [Gebundene Ausgabe]

Philipp Oehmke u. Johannes Waechter
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 80 Seiten
  • Verlag: Süddeutsche Zeitung; Auflage: 1. (16. Dezember 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3866150520
  • ISBN-13: 978-3866150522
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 367.691 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Eine 50-bändige Buchreihe mit 50 Musik-CDs à 20 Songs präsentiert die Highlights aus fünfzig Jahren Popmusik. ESSAY: "DIE VOLKSREPUBLIK DES ROCK'N'ROLL" - Johannes Waechter über das Jahr 1968 Auf einmal schien ein Umsturz zum Greifen nahe. In Berlin, Paris und Chicago forderten protestierende Studenten die Mächtigen heraus, so wie der Vietcong in Südostasien die US-Armee. Die Beatles sangen "Revolution", die Rolling Stones "Street Fighting Man" und einen Sommer lang galt der Rock 'n'Roll als wichtigste Waffe im Kampf gegen das Establishment. Naiv, oder?

DIE BILDER DES JAHRES: KRAWALLE, LANGE HAARE, VIETNAM

DAS FUNDSTÜCK: INTERVIEW MIT FRANK ZAPPA Ein Interview mit Frank Zappa in der deutschen Zeitschrift "Konkret"? Das war außergewöhnlich. Man kannte hier zwar die Platten der neuen Hippie-Rockstars aus den USA, doch viel mehr wusste man nicht über sie. Und nun tat der finster dreinblickende Bürgerschreck Zappa seinen Fans auch noch den Gefallen, deftige Polit-Parolen zu verbreiten. Von seinen Ansichten zu Sex ganz zu schweigen. So einen hängte man sich gerne aufs Klo!

DIE 20 SONGS DES JAHRES: JERRY BUTLER BIS DOROTHY LOVE COATE

Tracklist: 01 Jerry Butler – Only The Strong Survive 02 The Byrds – Wasn’t Born To Follow 03 Van Morrison – The Way Young Lovers Do 04 Hildegard Knef – Nichts Haut Mich Um – Aber Du 05 Dusty Springfield – Son Of A Preacher Man 06 The Band – This Wheel’s On Fire 07 Blue Cheer – Second Time Around 08 Fleetwood Mac – Black Magic Woman 09 Tammy Wynette – Stand By Your Man 10 Townes Van Zandt – Waitin’ Around To Die 11 Randy Newman – I Think It’s Going To Rain Today 12 Johnny Cash – Folsom Prison Blues (Live) 13 Marcos Valle – Crickets Sing For Anamaria 14 Staple Singers – Long Walk To D.C. 15 Aretha Franklin – I Say A Little Prayer 16 Love – Alone Again Or 17 Desmond Dekker – Israelites 18 Caetano Veloso – Alegria, Alegria 19 James Brown – Cold Sweat (Live) 20 Dorothy Love Coates – Strange Man


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Booklet und CD 17. Februar 2010
Von G. Kaiser
Das Booklet liest sich wie von Kai Diekmann geschrieben und die Musik ist nicht typisch für 1968!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
24 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von u-huber
Das schmale Büchlein mit 80 Seiten und einer CD, gefüllt mit 20 der "besten" Songs des Jahres 1968 erscheint zunächst als interessante Variante vieler anderer sog. Jahresbücher oder Rückblicke in denen oft Tag für Tag die Ereignisse des beschriebenen Jahres vorgestellt werden. Die SZ geht hier einen etwas anderen Weg, sie greift Schlagworte auf und lässt das Jahr 1968 als ein Jahr der Revolutionen und des Widerstandes gegen die Regierenden erscheinen. Dazu werden Songs vorgestellt, die dem Verlag offenbar als prägend für das vorgestellt Jahr erscheinen.

Die Idee für eine solche Reihe (es werden die Jahre 1955 - 2004 angeboten) ist nicht sonderlich originell. Allein die Ankündigung von den "besten" Songs animiert dazu, das Werk näher zu etrachten und es anzuhören. Das lieblose Layout und Fehler in der Rechtschreibung werden den Leser wohl schnell enttäuschen. Bildunterschriften sind wenig originell, die Texte bzw. Interviews (Zappa) doch mehr oder weniger wahllos zusammengestellt.

Wenden wir uns der beiliegenden CD zu. Die vorgestellten Titel umfassen neben bekannten wie "Israelites" von Desmond Dekker, "Son Of A Preacher Man" von Dusty Springfield oder "Black Magic Woman" von Fleetwood Mac auch einige weniger bekannte Songs aus dem vorgestellten Jahr. Die Auswahl erscheint auch nach dem zweitem Hinhören sehr willkürlich. Waren diese Lieder tatsächlich prägend für das Jahr? Haben doch 1968 die Beatles ihr "Yellow Submarine" vorgestellt, die Bee Gees glänzten mit "I've Gotta Get A Message To You" und Deep Purple veröffentlichten die großartige LP "Shades of Deep Purple". Und das alles überragende Werk "A Saucerful of Secrets" der gerade in den Rockhimmel aufsteigenden Pink Floyd wird gleichermaßen unterschlagen. Schade, denn gerade die hier genanten Künstler und deren Werke waren nicht nur prägend sondern auch einflussreich für die weitere Entwicklung für die populäre Musik. Man mag die Auswahl der Songs als ausgewogen bezeichnen, vielleicht bestand auch nicht der Wunsch die Hitparaden des Jahres rauf und runter zu spielen. Aber da fehlt etwas. Und die Behauptung "The Band" sei in dieser Zeit die "härteste Rockgruppe" gewesen lässt mich einigermaßen verwundert die CD aus dem Player nehmen und aus meiner Sammlung die "alten Deep Purple" diese Meinung ad absurdum führen.

Ich vergebe daher nur zwei Amazon Sterne.

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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von timediver® HALL OF FAME REZENSENT TOP 100 REZENSENT
Das Buch beginnt mit der Kolumne "Die Volksrepublik des Rock 'n' Roll". Darin beschreibt Johannes Waechters mit einer, für heutige Verhältnisse grotesk anzumutenden, Anekdote die damalige ideologische Kontroverse über das revolutionäre Potenzial der Rockmusik. So wurde der Ansicht, dass sie ein wichtiger Bestandteil der Gegenkultur und als solcher entscheidend für gesellschaftliche Veränderungen sei, von orthodoxer Seite entgegengehalten, dass sie dies als integrativer Bestandteil der Bourgeoisie gerade nicht sein kann. Denn Karl Marx habe, wenn auch mit längeren Haaren, jedoch ohne E-Gitarren die Revolution komponiert. Tatsächlich wurden damals durch (Protest-)Songs um Pazifismus, Drogen und Sexualität Gesellschaft und Establishment teilweise heftig attackiert. Mit Country Joe & The Fish, den Fugs, den MC 5 und Frank Zappas Mothers Of Invention werden die US-amerikanischen Protagonisten des Politrocks vorgestellt. Hinweise gibt es auf Mick Jaggers "Street Fighting Man" und John Lennons "Revolution", auf der beigefügten CD ist jedoch keiner dieser Künstler oder Songs vertreten. Ebenso wenig wie Heintjes "Heidschi Bumbeitschi", dass in Deutschland die Beatles-Single "Hey Jude/Revolution" von der Chartspitze verdrängte.....

In "Das Jahr in Bildern" erfolgt, hauptsächlich mit sw-Fotos, eine Visualisierung der im ersten Kapitel angesprochenen zeitgeschichtlichen Themen: Vietnamkrieg, Ermordung Martin Luther Kings, Attentat auf Rudi Dutschke, Prager Frühling, US-Präsident Richard Nixon, Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger, die als "deutsche Spaßguerilla" bezeichnete "Kommune 1" und die weltweiten Studentenproteste und Krawalle.

Als "Das Fundstück" folgt unter der Überschrift "Ich fände eine Gesellschaft ohne Regierung gut" ein Interview, dass Rolf Ulrich Kaiser im November 1968 für die Zeitschrift "Konkret" mit den Rockmusiker Francis Vincent "Frank" Zappa führte. Die Gedanken des damaligen "Bürgerschrecks" über Herrschaft und Politik können auch heute noch zur Diskussion anregen......

Der Abbildung des jeweiligen Originallabels folgt die Geschichte einer der 20 Titel der dazugehörenden Musik-CD. Die stilistische Auswahl der Titel ist ausgewogen. Während in "Long Walk To D. C." von Staple Singers noch der Optimismus der Bürgerrechtsbewegung auf ihrem 1963 Marsch nach Washington zu spüren ist, spiegelt Jerry Butlers "Only The Strong Survive" das fünf Jahre später herrschende politische Klima. Neben der von "Fleetwood Mac" stammenden Originalversion von "Black Magic Women" ist der Countryklassiker "Stand By Your Man" von Tammy Wynette und der "Folsom Prison Blues (Live)" von Johnny Cash zu hören. Die "Queen of Soul", Aretha Franklin, ist mit "I Say A Little Prayer" ebenso wie dessen "Godfather", James Brown, mit "Cold Sweat" zu hören. Während die Byrds "Wasn't Born To Follow" beisteuern, gibt es von "The Band" mit "This Wheel's On Fire" eine härtere Performance elektrifizierten Folkrocks. Desmond Dekkers "Israelites" thematisiert (Jahre vor Bob Marley) die Rastafaribewegung und gehört mit Dusty Springfields "Son Of A Preacherman" wohl zu den bekanntesten Songs der Audio-CD, die auch heute noch im Radio zu hören sind. Der einzige deutsche Titel ist Hildegard Knefs Chanson "Nichts Haut Mich Nicht Um, Aber Du", eine klasse Coverversion von C. Porters "I Get A Kick Out Of You". Darüber hinaus gibt es noch zwei Songs aus den Sparten Latino und Psychedelic.

In den Textbeiträgen finden einige Ereignisse (Ermordung Robert Kennedys)und Begriffe (Grosse Koalition, Außerparlamentarische Opposition - "APO") keine Erwähnung. Leider sind auch die dort für das Jahresthema hervorgehobenen Songs auf der Audio-CD nicht vertreten. Dennoch ist "1968 - Ein Jahr und seine Songs" als zeit- und kulturgeschichtliches Dokument in seiner Kombination aus Buch/Musik-CD empfehlenswert und mit 4 Amazonsternen zu bewerten.

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