Mark Kurlansky - 1968: Das Jahr, das die Welt veränderte
Vierzig Jahre ist das berühmte Jahr der Revolutionen nun her. Ein guter Anlass, um den Buchmarkt mit neuen Werken zu diesem Thema zu überschwemmen. Mark Kurlansky veröffentlichte seine Version des Jahresberichts bereits 2004.
Mark Kurlansky, Jahrgang 1948 ist ein amerikanischer Journalist und Autor. Die Siebziger und Achtzigerjahre verbrachte er dabei größtenteils als Korrespondent in Europa. In den Neunzigern machte er sich als Sachbuchautor einen Namen.
Im Buch "1968" versucht Mark Kurlansky einen weltweiten Überblick über die Ereignisse zu geben, und Zusammenhänge zwischen den einzelnen Bewegungen herauszuarbeiten. Um dies zu erreichen, rekapituliert er das Jahr nicht nach Themen sortiert, sondern chronologisch. Natürlich bringt diese Erzählweise mit sich, dass immer wieder von einem Ort zum nächsten gesprungen werden muss. So beginnt das Jahr an Silvester in Vietnam, von dort geht es über die USA nach Polen, und pünktlich für den Prager Frühling in die Tschechoslowakei. An die genannten Orte geht es im Laufe des Buches immer wieder zurück, zum Sommer oder zum Herbst. Außerdem werden die Geschehnisse in Frankreich, Deutschland oder in Mexiko, wo die olympischen Sommerspiele stattfanden, wiedergegeben. Immer, wenn es in ein neues Land geht, wird die damalige Gesellschaft und Politik kurz porträtiert, und die wichtigsten Personen werden vorgestellt. Zudem wird herausgearbeitet, wie die verschiedenen Bewegungen überall auf der Welt sich über die globale Fernsehberichterstattungen, ebenfalls ein Novum im Jahr 1968, gegenseitig beeinflussten und in ihrem Handlungsdrang bestärkten.
Am Ende des Jahres 1968 ist man auch am Ende des Buches angelangt, und durch die chronologische Erzählweise erhält der Leser einen kleinen Eindruck davon, wie ein Jahr die gesamte Welt verändern konnte.