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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Pflichtlektüre,
Von
Rezension bezieht sich auf: 1967: Israels zweite Geburt (Gebundene Ausgabe)
Tom Segev schreibt nicht nur die Geschichte des Sechstagekrieges. Er erklärt die Geschichte Israels von der Staatsgründung bis zur "Zweiten Geburt Israels". Das Aufeinanderprallen der Kulturen, den inneren Konflikt im Staate zwischen den orientalischen Juden und den Europäern, die vor und nach dem zweiten Weltkrieg kamen, das Ringen um die Entscheidungen vor dem Krieg, er beschreibt die Charaktere der Protagonisten, von Eschkol über Dayan und Begin bis zu Peres und Rabin. Diese kommen teilweise ganz anders ins Bild, als man sie bisher im Westen gesehen hat. Ebenso natürlich die Rolle der Amerikaner. Das Buch ist aber vor allem eine Sozial-und Kulturstudie des Israel der damaligen Zeit, akribisch und unendlich faktenreich recherchiert, spannend und intelligent geschrieben. Pflicht für alle Interessierten!!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Die israelische Gesellschaft im Umbruchsjahr,
Von
Rezension bezieht sich auf: 1967: Israels zweite Geburt (Gebundene Ausgabe)
"1967 - Israels zweite Geburt" beschreibt aus israelischer Sicht das sehr bewegte Jahr 1967, welches maßgeblich durch den Sechs-Tage-Krieg bestimmt wurde. Der Untertitel ist eine Anspielung auf die Gefühlslage der Israelis vor und nach dem Konflikt, sowie die territorialen und politischen Umwälzungen, deren Folgen bis heute wirken.Wie all seine Bücher ist Tom Segevs "1967 - Israels zweite Geburt" kein gewöhnliches Geschichtsbuch. Es verwebt geschickt die Stimmung der normalen Bevölkerung, belegt durch zahllose Briefe und Tagebücher, sowie die Entscheidungen auf höchster Ebene, soweit öffentlich einsehbar, zu einer großen Erzählung. Das gelingt Segev so gut, dass ein Übergang von der Bevölkerungs- zur Führungssicht nie deplaziert wirkt und der Erzählfuss zumindest intakt und meist spannend bleibt. So schafft es Segev ein ganzheitliches Bild Israels im Jahr 1967 zu zeichnen, das vielleicht Historikern zu unwissenschaftlich erscheint, aber für den interessierten Laien extrem zugänglich ist. Leider mangelt es dem Buch an einer klareren Strukturierung, auch wenn dies während des Lesens nicht umittelbar auffällt. Die eher lose chronoligsche Reihenfolge der Ereignisse wird durchmischt mit Vor- und Rückgriffen, wenn es dem Autor als relevant erscheint. Fast schon übertrieben wirkt der maßlose Einsatz von Fußnoten, der meiner Meinung nach den Lesefluß stark beeinträchtigt. Prinzipiell ist anzumerken, dass es sich um eine rein israelische Sicht handelt. Dies erlaubt natürlich keine vollständige Analyse der Geschehnisse, aber wird wenigstens von Segev konsequent umgesetzt. Das heißt, es werden keine Vermutungen aufgestellt oder sonstige Erklärungsversuche bemüht um die Handlungen der arabischen Seite zu beleuchten. Wer das akzeptiert wird seine Freude an dem Buch finden. Wer aber auch die "andere" Seite kennen lernen will, sollte auf jeden Fall auch Michael Orens "Six Days of War" lesen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Erforderlich, aber nicht ausreichend,
Von
Rezension bezieht sich auf: 1967: Israels zweite Geburt (Broschiert)
Entgegen den Klappentexten und den zitierten Pressestimmen handelt es sich durchaus nicht um ein umfassendes Werk zum 6-Tage-Krieg, sondern um ein Sittengemälde der israelischen Politik und Gesellschaft vor, während und in der Folge des Krieges. Die reichhaltigen Vorgänge in den Nachbarländern, in der UNO und im Rest der Welt werden höchstens in Nebensätzen erwähnt.Die erzählerische Brillanz aus "Palästina" wird leider nicht ganz erreicht. Die Widersprüche in der Schilderung der Stimmungen in 1966 werden nicht aufgelöst, die Gliederung ist eher erratisch, und die Stern-Fußnoten sind entweder banal oder unzulässig verkürzend. Ärgerlich fand ich auch eine gelegentliche Überheblichkeit, als sei der Verfasser im Besitze einer überlegenen Moral oder kenne er eine einfache Lösung. Mit dem Untertitel "Israels zweite Geburt" trifft der Verfasser aber den Inhalt seines Buches präzise, und als solches ist es in der Tat unendlich faktenreich, interessant und lesenswert. Für das Verständnis des Krieges ist das Buch nicht ausreichend, aber erforderlich. Die genannte Kritik beinträchtigt das Buch im Ergebnis nur unwesentlich. Es ist ein ausgezeichnetes Buch, das meinen letzten Urlaub bereichert hat, und dessen Lektüre ich uneingeschränkt empfehle. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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