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1812: Napoleons Feldzug in Russland
 
 
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1812: Napoleons Feldzug in Russland [Gebundene Ausgabe]

Adam Zamoyski , Ruth Keen
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
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Produktinformation


Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Was von nationalen Geschichtsschreibungen lange mystifiziert und verbogen wurde, rückt Adam Zamoyski gerade. '1812' ist ein großes Werk, unbestechlich im Urteil und unübertrefflich in der Darbietung." Günter Müchler --Deutschlandfunk, 20. Februar 2012

"Adam Zamoyskis episches Werk '1812' vergegenwärtigt unter Verwendung zahlreicher Augenzeugenberichte den Feldzug des Grauens auf allen Ebenen. (...) Es ist eine Histoire totale des ersten 'totalen' Krieges, der die moderne Geschichte nicht weniger prägte als die Französische Revolution - und dank Zamoyskis anschaulichem, elegantem Stil eine mitreißende Lektüre." Wolfgang Schneider --Börsenblatt, 12. Januar 2012

"Besser kann Geschichte nicht erzählt werden: Der Historiker Adam Zamoyski hat über Napoleons Russlandfeldzug zum 200. Jahrestag das herausragende Buch '1812' verfasst. Der große Vorzug der Darstellung von Adam Zamoyski besteht darin, dass sie die beiden Perspektiven miteinander verknüpft. Auf diese Weise gelingt es dem britischen Historiker polnischer Herkunft, manche Mythen, die in der Geschichtsschreibung beider Seiten um die Ereignisse von 1812 gesponnen wurden, zu zerstören. Das Werk, das bereits 2004 in England erschienen ist und nun in einer vorzüglichen deutschen Übersetzung vorliegt, ist ein herausragender Beitrag zum 200. Jahrestag – und ein glanzvolles Beispiel angelsächsischer historischer Erzählkunst dazu. Das Ergebnis ist eine Erfahrungsgeschichte des Krieges, wie man sie in dieser Dichte und Intensität noch nicht hat lesen können. '1812' gehört zu den seltenen historischen Büchern, die man von der ersten bis zur letzten Seite mit angehaltenem Atem liest. Besser als in diesem grandiosen Epos über eine militärische und menschliche Katastrophe kann Geschichte nicht erzählt werden." Volker Ullrich, Die Zeit, 4. April 2012

Kurzbeschreibung

Napoleons Feldzug in Russland war das vielleicht größte militärische Desaster aller Zeiten und eine menschliche Tragödie von beispiellosen Ausmaßen - das erste historische Beispiel eines totalen Krieges. 1812 ist das meisterhafte Epos über die Hybris eines Eroberers, den Wahnsinn des Krieges und einen der dramatischsten Wendepunkte der Weltgeschichte.
Adam Zamoyski hat eine Vielzahl von Augenzeugenberichten in französischer, russischer, deutscher, polnischer und italienischer Sprache, oft erstmals, ausgewertet und eine unerhört lebendige, prägnant urteilende und brillant geschriebene histoire totale, ein "Krieg und Frieden" der Militärgeschichte, geschrieben. Das Ergebnis ist ein unvergessliches Buch, das Geschichte so hautnah erzählt, wie es nur wenigen Autoren gelingt.

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27 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein fulminantes Buch 2. März 2012
Format:Gebundene Ausgabe
Es war einer der Feldzüge, die in ihren Folgen das Gesicht Europas verändert haben, der vor allem den Anfang des Untergangs Napoleons I. darstellt.
Den Nimbus der Unbesiegbarkeit verloren. Zigtausende Soldaten verloren und die 'glorreiche Armee' entscheidend geschwächt. Noch schwerer mochte wiegen, dass Napoleon mit diesem Feldzug 1812 gegen Russland auch die bis dato fast unbedingte Bewunderung, das Vertrauen seines Volkes, stark erschüttert hat. Ein Volk, das kriegsmüde war.
Ein Feldzug, der vielleicht 'das größte militärische Desaster aller Zeiten' darstellt und der sich in diesem Jahre zum 200. Mal jährt.

Dieser Feldzug mit seiner Umbarmherzigkeit, seinen taktischen und strategischen Fehler, seiner 'menschlichen Tragödie von beispiellosen Ausmaßen', der 'erste totale Krieg' der Menschheitsgeschichte, ist das Thema dieses ganz hervorragend und mitreißend geschriebenen Buches von Adam Zamoyski. Ein Buch, in welchem Zamoyski allen Facetten der Operation nachgeht, in dem er es vor allem, neben allen Beschreibungen von Schlachten und Elend, Sieg und Niederlage, Matsch und Winter nicht versäumt, die eigentlichen Ursachen dieses Desasters zwingend in den Blick zu rücken. Die unglaubliche Hybris, den Caesarenwahn Napoleons, politische Fehleinschätzungen der 'Großwetterlage' im Vorfeld des Feldzuges, militärische Unentschlossenheit und Widersprüchlichkeit währenddessen, genauso wie hier und da reine Zufälle, aus Verwirrungen entsprungen .

Ein zudem historisch wichtiges Buch. Denn legendenumwoben, literarisch zigfach ausgebreitet und filmisch zudem in vielfacher Weise bereits umgesetzt ist es nicht einfach, hinter all den modernen Bildern dieses Feldzuges der historischen Wahrheit habhaft zu werden. Eine Lücke, die Zamoyski nun eindrucksvoll zu schließen versteht. Fast in Romanform, mit vielen Erläuterungen und Verweisen auf das alltägliche Leben jener Zeit, auf die Atmosphäre und Stimmung in Paris, in Moskau unter und zwischen den Kontrahenten entwirft er eine immens lebendige Grundlage, auf deren Basis seine historischen Schilderungen eines zunächst zögerlichen, dann totalen Kriegs, folgen, Die Schlacht um Moskau, das folgende Patt, der Einbruch des Winters, ein Rückzug, der tatsächlich hier und da auch ein 'Marsch ins Nirgendwo' war mitsamt der fast völligen Auflösung der riesigen 'Moskauer Armee' der Franzosen, ohne Brüche und nie langweilig legt Zamoyski dieses Drama der Militär- und Zivilgeschichte vor die Augen des Lesers.

Nicht nur dem lebendigen Stil des Buches ist dies geschuldet, auch die vielfache Verarbeitung der Berichte von Beteiligten, die Zamoyski verwendet, trägt erheblich zur Lebendigkeit der Darstellung bei. Briefe, Tagebücher, Memoiren, reichhaltig sind die Quellen, aus denen der Autor schöpft. Quellen aus allen Schichten der Beteiligten. Und so, Seite für Seite, ein objektives Bild der Vorgänge darstellt. Ein Bild, das aufräumt mit der dramatisch-romantischen Verklärung, nur der Winter habe Napoleon wie ein 'göttliches Schicksal' in die Knie gezwungen. Auch wenn die Witterung tatsächlich eine wichtige Rolle spielte, strategische Fehler, eine grundlegende Fehleinschützung schon zu Beginn des Feldzuges und vielfach weitere, auch kleinere Ereignisse, führten zur Zerschlagung der größten (und erfolgreichsten) Armee, welche die Welt bis dato gesehen hatte. Zufälle, Unentschlossenheit, widersprüchliches Handeln und allgemein Verwirrung boten viel mehr die Gründe für den Ausgang des Feldzuges als klares militärisches Handeln.

Ein fulminantes Buch in Inhalt und Form, eine breite Darstellung, der es nirgends an Tiefe mangelt und die eingängig und höchst lebendig geschrieben vorliegt.
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20 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von timediver® HALL OF FAME REZENSENT TOP 100 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
"To mniej boli"
(Wahlspruch der Zamoyscy)

Der Autor, Graf Adam Stefan Zamoyski, stammt aus dem Geschlecht der Zamoyscy, einer der bedeutendsten Magnatenfamilien der Szlachta in Polen-Litauen. Das bis ins 12. Jahrhundert zurückzuverfolgende Adelsgeschlecht hat eine Reihe von Politikern, Feldherren, Staats- und Kirchenmännern hervorgebracht. Infolge des deutsch-russischen Überfalls exilierten Zamoyskis Eltern 1939 aus ihrer polnischen Heimat. Zehn Jahre später in New York geboren, in England und anderen europäischen Ländern aufgewachsen, wurde Adam Zamoyski zu einem Kosmopolit, der neben polnisch und englisch auch der französischen, italienischen und russischen Sprache mächtig ist. Nach Abschluss seiner Ausbildung am Queen's College Oxford zog er eine Tätigkeit als freiberuflicher Historiker und Autor einer festen akademischen Anstellung vor. Beginnend mit "Chopin: Der Poet am Piano" hat Zamoyski seit 1980 ein Dutzend von Sachbüchern hervorgebracht, in deren Mittelpunkt vornehmlich die Geschichte Polens in einem europäischen Gesamtkontext dargestellt wird....

....daher ist es auch nicht verwunderlich, dass er sich in seinem bereits im Jahre 2004 unter dem Originaltitel "1812: Napoleon's Fatal March on Moscow" erschienenen Buch dezidiert mit Napoleons Russlandfeldzug beschäftigt hat. Die Existenz des französischen Satellitenstaates "Herzogtum Warschau" und die von Kaiser Napoleon I. gebrauchte Bezeichnung "Zweiter Polnischer Krieg" sind nicht nur Belege für die polnische, sondern auch für die europäische Geschichte.

Nachdem man sich mit der Herausgabe der deutschsprachigen Ausgabe fast acht Zeit genommen hatte, ist sie nunmehr pünktlich zum 200. Jahrestag erschienen. In der Nacht zum 24. Juni 1812 begann Napoleons Heer die russische Grenze am Njemen (Memel) bei Kowno (Kaunas) auf drei Schiffsbrücken zu überschreiten. Von den 475.000 Mann dieser Grande Armée, die den Fluss bis 30. Juni überschritten, sollten am 10. Dezember nur noch 5000 an dieselbe Stelle zurückkehren....

Nachdem der Autor in seinen Vorbemerkungen auf Leo Toltois literarischen Klassiker Bezug nimmt und sich mit dem in der russischen Geschichte gebräuchlichen Begriff "Vaterländischer Krieg" auseinandersetzt, porträtiert er in den ersten beiden (von insgesamt 25 Kapitel) die beiden Kontrahenten "Cäsar" Napoleon Bonaparte und Alexander I. Pawlowitsch Romanow, den russischen Zaren (1815-1825 auch König von Polen). Beginnend mit den Salutschüssen zur Geburt des Thronfolgers Napoleon Franz Joseph Karl Bonaparte am 20. März 1811 bis hin zur Legendenbildung um den Mythos Napoleon I. Bonaparte gelingt es Zamoyski, den Leser über 600 Seiten durch seine brillante Synthese aus historischen Fakten und packender Erzählkunst in den Bann zu ziehen.

Zahlreiche schwarzweiße Abbildungen zeigen stimmungsvolle Gemälde und Zeichnungen sowie Landkarten und Schlachtverlaufspläne, Besonders anschaulich ist ein Weg-Zeit-Schema, das den zunächst breiten Fluss der Grande Armée zeigt, der vor dem Hintergrund der Schlachten und anderer Ereignisse und Faktoren (z. B. -37,5 Grad Celsius) schließlich zu einem schmalen Rinnsal wird. Ein 74seitiger Anhang bietet mit einer dreisprachigen Bezeichnung (deutsch/polnisch/russisch)der wichtigsten Toponyme im Kriegsgebiet, Anmerkungen zu Quellen und Zitaten, einem Literaturverzeichnis und Personenregister noch weitere wertvolle Materialien.

Abschließend bleibt zu hoffen, dass bald auch die logische Fortsetzung "Rites of Peace: The Fall of Napoleon and the Congress of Vienna" (2007) und weitere spannende Sachbücher des Autors in deutscher Sprache erscheinen werden.

5 Amazonsterne für die gelungene Aufbereitung eines Lehrstücks der Geschichte, das einmal mehr deutlich macht, wie am Ende die Hybris von ihrer eigenen Nemesis eingeholt wird.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Napoleon in Russland 25. Februar 2012
Format:Gebundene Ausgabe
Über Napoleon und seine Feldzüge gibt es natürlich einige Bücher. Für dieses hier konnte Adam Zamoyski, ein Amerikaner mit polnischen Wurzeln, bei der Recherche erstmals auf neue Quellen zurückgreifen. Grob kann man das Buch in drei Teile untergliedern.

Im ersten Teil schildert Zamoyski die politische Situation im Europa des frühen neunzehnten Jahrhunderts; wer mit wem verbündet ist und welche verwandtschaftlichen Verhältnisse herrschen. Dies ist logischerweise etwas unübersichtlich, doch Zamoyski schafft es, Klarheit in diesem Durcheinander zu schaffen. Außerdem stellt er die beiden "Hauptpersonen" der kommenden Ereignisse vor: Kaiser Napoleon Bonaparte und seinen Gegenpart Zar Alexander.

Im zweiten und natürlich ausführlichsten Teil beschreibt Zamoyski den Feldzug nach Moskau und den fatalen Rückzug der Grande Armée, sowie die Bewegungen der russischen Streitmacht. Dabei beginnt er mit dem Grundaufbau beider Armeen und den ersten kleinen Scharmützeln, wobei die Russen den Kampf anfangs eher vermeiden wollten. Über die Stationen Wilna, Witebsk und Smolensk erreicht schließlich Napoleons aus verschiedenen Nationen zusammengewürfeltes Heer das brennende Moskau. Mehrfach springt Zamoyski in den einzelnen Kapiteln zwischen der russischen und französischen Seite hin und her, und erzählt so die Geschehnisse aus beiden Perspektiven. Ergänzt wird das ganze durch Tagebuchaufzeichnungen und Briefen von einfachen Soldaten wie adligen Offizieren, die besonders im teilweise chaotisch verlaufenden Rückzug, ein grauenvolles Bild voller Hunger, Kälte und Brutalität malen. Aber auch auf russischer Seite gab es unvorstellbares Leid, das dem auf französischer Seite in nichts nachsteht. 60 Porträts und Zeichnungen, teilweise noch auf dem Schlachtfeld skizziert, geben zusätzlich einen Einblick in die damaligen Ereignisse.

Im dritten Teil, genauer im letzten Kapitel, zieht Zamoyski ein Fazit des Feldzuges und schildert seine Auswirkungen auf Europa in den folgenden Jahren. Ein ausführlicher Anhang mit Personen- und Ortsregister, sowie weiterer Literatur zum Thema schließt sich an.

Mit diesem Buch lässt Adam Zamoyski ein Stück Geschichte wahrhaft lebendig werden. Er schreibt fantastisch und versteht es, sein detailliertes Wissen mitreißend wiederzugeben. 1812 ist ein Buch, welches man mit absolutem Gewinn liest. Sehr zu empfehlen.
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Meisterwerk mit kleinen Schönheitsfehlern
Das Buch ist großartig geschrieben, lebendig und fesselnd stellt es das Leben und Leiden der "normalen" Menschen auf dem brutalen Feldzug 1812 in den Mittelpunkt. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Tagen von Siggi veröffentlicht
Dokumentation eines totalen Krieges
Adam Zamoyskis Buch "1812: Napoleons Feldzug in Russland", obwohl in der englischsprachigen Originalversion schon 2004 erschienen, erblickte in der deutschen Fassung 2012,... Lesen Sie weiter...
Vor 12 Tagen von Dr. Friedrich Winterscheidt veröffentlicht
Überragend
Habe selten ein Sachbuch gelesen, das so spannend geschrieben war wie "1812". Neben der Spannung kommt aber keinesfalls die Information und die Qualität zu kurz, eine... Lesen Sie weiter...
Vor 20 Tagen von Rolf007 veröffentlicht
Exzellentes Geschichtsbuch
Das Buch 1812: Napoleons Feldzug in Russland ist eine äußerst spannende Lektüre dieses Geschichtsereignisses. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von raba veröffentlicht
Ungemein detailreich - gnadenlos gut geschrieben!!!
Das ansprechend aufgemachte, mit 60 Abbildungen und 24 Karten versehene Werk ist für mich das Lese-Highlight des Jahres 2012! Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Agricola veröffentlicht
Hier wird Geschichte lebendig
Dieses Buch über Napoleons Rußlandfeldzug kann ich nur wärmstens empfehlen. Hier werden keine Armeen und Regimentsnummern von A nach B verschoben, hier wird in... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Holger Schneider veröffentlicht
Größte humanitäre Katastrophe des 19. Jh.
Zamoyski beantwortet die Fragen, die ich schon immer hatte. Wie wurden die verletzten Männer versorgt? Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Openuser veröffentlicht
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