Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
1600 Bäuche: Roman
 
 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

1600 Bäuche: Roman [Taschenbuch]

Luc Lang
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.


Weitere Ausgaben

Amazon-Preis Neu ab Gebraucht ab
Gebundene Ausgabe --  
Taschenbuch --  

Produktinformation

  • Taschenbuch: 233 Seiten
  • Verlag: List Taschenbuch; Auflage: 1. Auflage (1. September 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 354860093X
  • ISBN-13: 978-3548600932
  • Größe und/oder Gewicht: 18,7 x 12,6 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.742.056 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Henry Blain geht auf die Sechzig zu und arbeitet als Gefängniskoch im Londoner Großknast Strangeways. Allerdings kann er zur Zeit seine Tätigkeit "aus technischen Gründen" nicht ausüben, denn das Gefängnis wurde von einer Meuterei überollt und wird von rund 200 Sträflingen besetzt gehalten.
Henrys Häuschen grenzt mit seinem Garten direkt an die Gefängnismauern, und so muß er mitansehen, wie Wurfgeschosse in Form von Dachziegeln, Abflußrohren und anderem Schrott seine Blumenbeete verwüsten. Mißmutig vermietet er seinen Dachboden und seine Terrasse an Journalisten und Schaulustige, um wenigstens auf diese Art und Weise von seinem Unglück zu profitieren.

Henry ist eigentlich ein sehr lebensfroher Mensch. Lustvoll bringt er der auch nicht mehr ganz jungen Louise die Freuden des Fleisches nahe, rezitiert kenntnisreich aus seinen zahlreichen Shakespeare-Ausgaben und sieht sich mit Begeisterung in das Rampenlicht der Medien gerückt -- erst als Opfer der Meuterei, dann als Verteidiger ihrer Anliegen.

Zu allem Überfluß wird Henry immer wieder von den Gespenstern seiner Vergangenheit heimgesucht. Zwei Ehefrauen und zwei Geliebte hat er bereits im Garten vergraben, die ihn bis in seine Träume verfolgen. Und während seiner langen Tätigkeit als Koch auf zahlreichen Schiffen mißbrauchte er stets die Mägen der Besatzung für seine Experimente -- eine Gewohnheit, die er auch im Gefängnis nicht abgelegt hat. Diese Macht über 1600 Bäuche vermißt er nun schmerzlich.

Der Autor Luc Lang lehrt Ästhetik an der Schule für Schöne Künste in Paris. Da bleiben literarische Anspielungen und kulturkritische Doppelbödigkeiten natürlich nicht aus. Aber keine Angst: Henry Blain und seinem Autor fehlt es trotzdem nicht an Bodenständigkeit. Seine Darstellung der britischen Wirklichkeit unter Thatcher ist treffend, bissig und wie der Nouvel Observateur richtig bemerkt: Es wird "nach Kräften gefressen, gesoffen, gefurzt, gerülpst, gekotzt, geschissen, gebumst". Ein ungewöhnlich deftiger Kriminalroman um eine wunderbar abstruse Hauptfigur. --Felix Darwin -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Neue Zürcher Zeitung

Die Phantome des Chefkochs

Luc Langs Roman «1600 Bäuche»

Wenn Henry Blain, Koch und Shakespeare-Fan, bestimmte Stellen aus dem «Hamlet» zitiert, erkennt man, dass ihn mit seinem tragisch-zerrissenen Idol ein Hang zum Pathos verbindet und dass er, wie der dänische Prinz, notfalls auch gnadenlos zuschlagen kann. Einzig darauf aber erstrecken sich die Gemeinsamkeiten, denn Blain reflektiert das Leben in äusserst profaner Weise. Beispielsweise tötet er die Frauen, mit denen er ins Bett springt, und zwar am liebsten post coitum.

Wie jeder anständige Serienkiller geht er dabei krude und unmoralisch zur Sache. Das mag mit seinem Beruf und seinem alltäglichen Umgang zusammenhängen, denn Blain kocht nicht irgendwo, sondern in der englischen Strafanstalt Strangeways, wo er Herr über die (titelgebenden) 1600 Bäuche ist. Höhere Gewalt in Form einer Gefängnismeuterei macht ihn auf einen Schlag arbeitslos; doch da sein Haus direkt neben dem Knast liegt, kann er das auf dem Dach des Gefängnisses sich abspielende Geschehen genauestens im Auge behalten und gleich noch finanziell daraus Profit schlagen, indem er einer Meute von Klatschreportern den bemerkenswerten Blick auf die Anstalt gewährt und sie dafür abkassiert.

Besagte Revolte breitet sich auf andere Gefängnisse aus. Die Meuterer erreichen im Zuge der medialen Aufbereitung gar den Status populärer Helden, unbescholtene Bürger solidarisieren sich mit ihnen, Blain selbst gibt entlarvende Interviews über die heillosen Zustände in Strangeways, was den Skandal alsbald zum Überbrodeln bringt. Blain gibt sein Geheimnis freilich nur zögerlich preis; dabei zeigt sich, dass trotz der deutlichen Versessenheit auf dramatische Stoffe eine Kleinkrämerseele in der Brust des Fieslings west, eine, die von eher pornographischen Obsessionen beherrscht ist.

Die Geschichte hat Luc Lang 1998 in Frankreich immerhin den Prix Goncourt des Lycéens eingetragen; und es ist schleierhaft, wie es zu dieser Ehrung kommen konnte. Der leidlich unterhaltsame Roman ist in geradezu pubertär-lächerlicher Weise auf sexuelle Appetithäppchen und die banalen Perversionen seines Protagonisten fixiert; die frivolen Phantasien werden, scheint's, stets dann als ein Antidot verabreicht, wenn Monotonie schon allzu manifest geworden ist. So dürfte es aussichtslos sein, auf eine womöglich intertextuelle Ebene des Romans zu spekulieren, mithin Blain als Figur im Geiste Shakespeares orten zu können. Lang blufft mit dramatischen Versatzstücken und erschafft am Ende lediglich eine verschroben-verschmockte Seifenoper.

Thomas Laux

Am Samstag, 29. Januar, liest der Autor um 20.30 Uhr in der Sphères Bar Buch & Bühne, Hardturmstrasse 66, Zürich. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


Tags

 (Was ist das?)
Bei einem Tag handelt es sich um ein Schlagwort, das zum Produkt passt.
Tags erleichtern allen Kunden die Suche und die Sortierung ihrer Lieblingsprodukte.
 

Eine digitale Version dieses Buchs im Kindle-Shop verkaufen

Wenn Sie ein Verleger oder Autor sind und die digitalen Rechte an einem Buch haben, können Sie die digitale Version des Buchs in unserem Kindle-Shop verkaufen. Weitere Informationen

Kundenrezensionen

4 Sterne
0
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Sterne
0
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
Wie man Bäuche manipuliert 21. August 2000
Format:Gebundene Ausgabe
Henry Blain, Lustmolch, Schlemihl, Abzocker, ist Ende der 50 und Oberkoch der Strangeways Gefägnisanstalt. Dort findet eine Revolte statt, während der sich ein paar Dutzend Insassen auf dem Dach des Gefängnis produzieren. Und Henry hat vor seinem Haus und Garten den allerbesten Blick auf dieses Dach. Also vermietet er das alles, wie in einem Stundenhotel, an Reporter, Fotografen, Fernsehen, Gaffer und Freunde. Schliesslich ist er ja technisch arbeitslos und muss sich um die Kosten des täglichen Alkohols kümmern. Was ihn aber auch sehr interessiert ist Louise Baker, Anfang 50, Reporterin für das Provinzblättchen "Anglican Tribune". Sie mit dem knackigen Po und den weissen Schenkeln. Henry erstürmt sie, aber letztendlich wächst diese Affäre über sich hinaus. Dazu gibt es noch den letzten Verbleib von zwei Ehefrauen und einer Freundin,

Das Buch erhielt den "Prix Goncourt des Lyceens". Sicher zu recht. Denn es ist mit viel Erfindungskraft und vorallem Humor geschrieben. Sehr empfehlenswert!

(Lassen Sie sich nicht abschrecken, wenn ein Buchhändler Sie bei diesem Titel schief ansieht-).

War diese Rezension für Sie hilfreich?
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Fange ich mit dem Negativen an: "Das Buch hat nur 248 Seiten". Luc Lang hat es geschafft, mit dem Gefängniskoch Henry Blain eine Figur zu entwerfen, die auf den ersten Blick einen Otto Normalverbraucher abgibt, aber auf den zweiten Blick die tiefsten Abgründe offenbart. Henry Blain ist z.Zt. arbeitslos, da in seinem Gefängnis ein Aufstand tobt. Um diesen Arbeitsausfall wieder wett zu machen, vermietet er sein Haus, das ideale Sicht auf das Gefängnis bietet, an Journalisten und andere zahlende Gäste. Soweit, so harmlos. Nebenbei erzählt Henry von seinen Ex-Frauen, die immer noch bei ihm sind (im Garten verscharrt) und vom Erpresser, dem ein ähnliches Schicksal beschieden war. Seine anderen Gelüste sind zum einen Shakespeare, den er zu jeder Gelegenheit vorträgt und zum anderen seine "Gäste". Er betrachtet die Därme der Gefangenen als eine Riesenorgel, auf der er je nach Laune spielt. Mal ein Enddarm-zerfetzendes Fortissimo, mal ein verstopftes Piano. Doch die meuternden Gäste haben ihn nicht vergessen... -Luc Langs 1600 Bäuche ist einfach Pflicht-
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Kundenrezensionen suchen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen

Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 


Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen
   
Ähnliche Foren


Lieblingslisten


Ähnliche Artikel finden


Anhand des Sachgebietes nach ähnlichen Produkten suchen:






Das bedeutet, jeder Titel/Artikel muss zu Sachgebiet 1 UND zu Sachgebiet 2 UND... gehören.

Ihr Kommentar