Produktinformation
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Die beiden Folgen sind der bisherige Tiefpunkt einer an sich sehr guten Serie.
Die Folgen sind sehr kurz (46 und 42 Minuten), man hätte ohne große Probleme eine einzige daraus machen können (da hätte man natürlich aber nur die Hälfte daran verdient).
Die Story wirkt wie mit Wasser verdünnt, damit sie überhaupt ausreicht, die Zeit zu füllen. Das ist zwar bei Gabriel Burns nichts neues, aber bisher war die Atmosphäre immer so gelungen, daß die Hörspiele trotzdem gut waren. Bei den Teilen 15 und 16 der Serie vermisse ich das Gefühl, wirklich im Kongo zu sein.
Viel neues erfährt man nicht. Ein paar Informationen über die Krankheit werden gewonnen, aber richtig interessant wird es erst im letzten Kapitel des zweiten Teiles, allerdings werden dort wieder neue Fragen aufgeworfen.
Hätte man ein einziges Hörspiel daraus gemacht, könnte man sagen, daß es eine durchschnittliche Folge der Reihe ist. So ist es nur ein Versuch, die Serie in die Länge zu ziehen.
Bisheriger Höhepunkt bleibt für mich die Folge 7 "Die Fänge des Windes".
Leider ist Herr Sassenberg in der Branche aber auch als Kommerzhai verschrien, und das ist die wahrhaft dunkle Seite von GB, denn sie verdirbt mir langsam den Spaß an der Reihe.
Konnte man bisher dem reichlich überflüssigen Collector's-Edition-Tand und anderem Fanstuff-Flitter leicht aus dem Weg gehen, so hat sich das mit den Episoden 15 und 16 geändert. Hier bewegt man sich nahe an Kundenverarsche.
Mein Hauptkritikpunkt an den beiden Folgen ist dies: Sie hätten bequem auf eine CD gepasst! Die beiden Folgen (45 bzw. 42 Minuten) haben offensichtliche Längen im Plot, und man kommt überhaupt nur auf die Gesamtspielzeit von knapp 87 Minuten, weil SEHR viel Musik (mit SEHR langen Fade-Outs) bemüht wird. Auf einer CD mit ca. 79 Minuten wäre dies eine meiner Lieblingsepisoden geworden, aber da dachte sich der Herr Sassenberg wohl: Nee, nee, da will ich mal lieber zwei Teile draus machen und die für jeweils mindestens 6,99 Euro verchecken, hehe.
Echt clever, Gratulation, werter Herr S. Nochmals lasse zumindest ich das aber nicht mehr mit mir machen!
So gesehen war letzlich nur Episode 1 sein Geld wert. Die gab's für 5,99 Euro und hatte eine Spielzeit von 69 Minuten. Seither geht der Preis tendenziell rauf, die Dauer und leider auch insgesamt die Qualität kontinuierlich runter. Schade eigentlich. Verglichen mit Episode 1 zahle ich hier für die 18 Mehr-Minuten 7,99 Euro. Nicht schlecht.
In Folge 15 begeben sich Bakerman und Steven Burns auf den Weg in den tiefsten östlichen Kongo, um dort (mal wieder) Hinweisen auf Steven Burns Vergangenheit nachzugehen. Wie in Fairlane damals befürchtet Bakerman nun dort auch noch den Ausbruch der gleichen Epedimie, die Steven Burns vor Jahren eingeschleppt hatte.
Mehr möchte ich zur Geschichte eigentlich nicht sagen, sonst braucht man die Folge nicht mehr hören.
Leider dient die besagte Folge 15 nur als Lückenfüller, und hätte man die Geschichte etwas gestrafft, dann wäre die Doppelfolge (15 + 16) überflüssig gewesen. Dennoch strahlt die Folge eine gewisse Schwere aus, denn der Kongo ist erschreckend real nachgezeichnet (Ausnahmezustand, Epedemien, Hilflosigkeit der U.N., Völkermord etc.). Das hinterlässt einen gewissen Nachgeschmack der Unwohlseins... Ansonsten wird auch diese Folge dem hohen Standard der Burns-Reihe gerecht, ohne ein Highlight zu sein (sehr gute und überzeugende Charaktere, gute Sprecher, gute Musik und eine (wenn auch gestreckte) gute Geschichte).
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