Ja, Ja. Es gibt von Anfang bis Ende des Films unschöne Szenen, aber im Mittelalter ging es tatsächlich so zu und der Film ist nicht umsonst erst ab 16 Jahre. Geschichtlich gesehen ist es also in jedem Fall glaubwürdig. Im Mittelalter gab es weiß Gott genug Brutalität für König oder Kirche. Massig...
Um zu dem Film zurück zu kommen. Ich finde ihn sogar sehr harmonisch, wegen der Musik, wegen Gerard Depardieu (und es gibt tatsächlich Portraits von Columbus, auf denen er lange, blonde Haare hat) und der Film im Großen und Ganzen bleibt mir sehr harmonisch in Erinnerung. Von Anfang an, wo Columbus in das Kloster kommt bis zu den letzten Szenen, wo er sich zurückerinnert an die alten Zeiten. Das Mittelalter-Flair und der Adel, als auch die Regenwald-Szenen mit den Indianern ergeben ein äußerst erinnerungswürdiges vielseitiges Bild ab.
Besonders gefallen mir natürlich die Regenwald-Szenen vom Anfang. Ebenso unglaublich inspirierend finde ich, wo gleich bei der ersten Fahrt Columbus Mendez den Kompass vorführt, um ihm zu zeigen, wie man nach den Sternen navigiert. Das hat schon fast ein magisch-märchenhaftes Flair, finde ich zumindest.
Fazit: Äußerst harmonisch (abgesehen von den unschönen Szenen, die man geschichtlich gesehen in Kauf nehmen kann), sinnlich, abenteuerhaltig (mit Depardieu, der einen entführt) und immer wieder gut für einen gemütlichen Filmabend mit einer Kanne Tee...