Meistens sind Alben, bei denen ich beim ersten "hineinhören" denke, sie seien gut, genau DAS nicht. Auf der anderen Seite halte ich die reinsten Meisterwerke oft zuerst für "Rubbish". Wie mir wird es vielen bei der ersten Begegnung mit "13" gegangen sein. Das zuerst anschmeichelnde und sich leicht in die Gehörgänge tänzelnde "Tender" wird nach guten Acht Minuten vom kreischenden, trommelfellzerbohrenden "Bugman" überholt. Sofort drückt der Musikfreak die Skip-Taste. Nachdem "Coffe&TV" wieder einen auch oberflächlich wunderschönen Song darstellt, kommt danach nur noch die große Konfusion. Man stellt die CD zurück ins Regal und kauft sich eine andere... Was man aber nicht sollte. "13" ist kein Album, das sich an dich anschmiegt. Es will entdeckt werden, und wer sich in die Songs hineinhören kann, der wird entdecken, dass wahre Schönheit von innen kommt. Gerade bei "13". Große Teile dieses Albums sind reine Kopfhörermusik. Daher wird man dieses Werk auch über Jahre hinweg nur in den Plattenschänken dieser Welt und sich in privaten CD-Spielern drehen sehen; wenn man Glück hat, kommt man zu einem der raren Blur-Konzerte. Musik für dich und mich. Nicht für die Massen.