Sowas gibt es heutzutage selten: Wenn Hip-Hopper und Indie Leute, nennen wir sie mal so, kolaborieren, geht es meist nicht um das Gesammte, sondern um den schnöden Mammon der in die Kassen gespühlt wird. Sum 41, Linkin Park und demnächst auch Franz Ferdinand vertrauen auf dieses Prinzip um die Plattenverkäufe etwas anzuziehen. Anders bei den Weilheimern von The Notwist und den Anticon Rappern von Themselves. Entstanden ist das ganze erst durch eine Panne auf der gemeinsamen Winter-Tour durch Kanada. Quasi aus der Notgedrungenheit in der Wallachei festzusitzen.
Von Song eins an bauen the Notwist hier mit ihren Genre untypischen Partnern eine strickte, wabbernde Atmosphäre auf. Auf manchen Tracks wird das ganze von Rapparts untermalt, bei manch anderen, wie auf dem wunderbar schönen "Men of Station" entläd es sich wie ein eins A Notwist Hit. Afterclap hat einen riesigen grove und Druck, ohne dabei laut zu werden. Minimalismus der Soundcollagen, leichtes Sampling geben hier die Töne an. Auf Soft Atlas hört man einen dezentgehaltenen, vom Piano begleiteten beat aus der durch die gerappten Passagen verstärkt wird. Diese Platte ist durch und durch ein experiment aus Hip Hip, minimalismus, Samples und Elktronischen Elementen. The Notwist und Themselves schaffen es hier, ganz ohne Zwang, so unterschiedliche Stile zu vereinen, dass es einem die Tränen in die Augen treibt. Highlights sind das herzzerreissende "If" und die Cello-Uptempo Nummer "Superman on Ice". Für jeden der Notwist mag, wird diese CD mit Sicherheit ein Highlight sein!