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127 Hours - Im Canyon: Fünf Tage und Nächte bis zur schwierigsten Entscheidung meines Lebens
 
 
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127 Hours - Im Canyon: Fünf Tage und Nächte bis zur schwierigsten Entscheidung meines Lebens [Taschenbuch]

Aron Ralston , Susanne Schädlich
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

Leseprobe Jetzt reinlesen [830kb PDF]
  • Taschenbuch: 384 Seiten
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch; Auflage: Sonderausgabe (16. Februar 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548374085
  • ISBN-13: 978-3548374086
  • Originaltitel: Between A Rock and A Hard Place
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,8 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 44.198 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Es sollte eine normale Bergtour werden, doch plötzlich fand sich Aron Ralston in der Falle: eingeklemmt zwischen einem 500 Kilo schweren Felsbrocken und einer Canyonwand. Ohne Hoffnung auf Rettung, weil niemand wusste, wo er war ... Nach fünf Tagen griff der 28-Jährige zu einer drastischen Maßnahme: Mit einem Taschenmesser amputierte er seinen Arm und rettete so sein Leben. Ein packender und erschütternder Bericht - verfilmt von Oscar-Preisträger Danny Boyle. Die Verfilmung der wahren Geschichte 'Im Canyon' - mehr Infos auf www.127hours.de Ab dem 17. Februar 2011 im Kino - jetzt schon auf Facebook:  www.facebook.com/127HoursDE

Über den Autor

Aron Ralston kam mit zwölf Jahren nach Colorado, wo er zum begeisterten Outdoor-Abenteurer wurde. Eine Karriere als Ingenieur gab er 2002 auf, um sich intensiver seinen Bergtouren zu widmen. Nach seinem Unfall hat er schon wieder etliche der höchsten Berge Amerikas erklommen.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
44 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Höllentrip eines Egomanen 17. Februar 2011
Von MissVega
Um mich auf einen der diesjährigen Oscarfavoriten passend einzustimmen, habe ich mir die Buchvorlage zu "127 Hours" durchgelesen. Das mache ich ja gerne mal, damit ich anschließend (zumindest meistens) über die nicht adäquate Verfilmung meckern kann. In diesem Fall jedoch dürfte das schwierig werden, da schon die literarische Vorlage nicht gerade zu Begeisterungsstürmen einlädt und ich somit nur hoffen kann, dass der Film besser abschneidet. Wobei ich auch das nicht so richtig glauben mag, denn dann müsste an Story und Hauptperson soviel geändert werden, dass es mit dem Buch sowieso rein gar nichts mehr zu tun hätte. Wie auch immer, I"m Canyon", die Autobiographie eines Sportfanatikers, der seine rechte Hand verliert, ist kein sonderlich gutes Buch und der Autor kein sonderlich sympathischer Mensch. Da können 375 Seiten schon mal ganz schön lang werden, gefühlt bestimmt länger als 127 Stunden.

Aron Ralston, anno 2003 27 Jahre alt, ist begeisterter Bergsteiger, Wanderer, Rad- und Skifahrer und betreibt ähnliche halsbrecherische Sportarten, die ihn regelmäßig bis an seine Grenzen führen. Der Extremsportler hatte es sich unter anderem zum Ziel gesetzt, alle 59 4.000er Berge Colorados zu besteigen (im Winter 2004 hatte er dieses Ziel übrigens erreicht). Ralston ist gelernter Maschinenbauingenieur und bereits seit seiner Jugend nahezu fanatischer Bergsteiger und Wanderer. Nach ein paar Jahren als Ingenieur gibt er diesen Beruf zugunsten seines Freiheits- und Bewegungsdranges auf und wird Bergführer. Fortan leitet und führt er Gruppen durch die Berge und macht auch noch in seiner Freizeit weitere Bergbesteigungen und ähnlichen Extremsport. Er reist viel, ist überhaupt ständig in Bewegung und ebenso auf der Suche nach immer neuen Herausforderungen und Erfahrungen. So kommt es, dass er sich im April 2003 nach Utah begibt, um dort im Blue John Canyon herumzukraxeln. Was als Tagesausflug geplant war, mutiert zu den sechs schlimmsten Tagen seines Lebens. Durch einen losgetretenen Felsbrocken klemmt Ralston sich die Hand zwischen Stein und Felswand so unglücklich ein, dass er im Canyon gefangen ist. Mit nur knapp einem Liter Wasser, kaum etwas zu essen und dürftiger Ausrüstung beginnt sein Martyrium. Nach fünf Tagen ist Ralston dem Tode nah und sieht nur noch einen Ausweg, den Canyon lebend wieder zu verlassen... er muss sich von seiner Hand trennen. Dass ihm dies gelungen ist, zeigt das Cover des Buches. Aber wie es dazu kam, verbirgt sich hinter über 300 nur bedingt lesenswerten Seiten.

Was diesem Buch relativ schnell das Genick bricht, ist zum einen Ralstons enervierender Erzählstil, der sich eben nicht nur auf die sechs Tage im Canyon beschränkt, sondern den Leser zu zahllosen Stationen seines vorherigen Lebens führt. Da Ralston vorwiegend von seinen endlosen sportlichen Aktivitäten berichtet, unzählige Berge besteigt und durch irgendwelche Schluchten hüpft, dürfte dies selbst für alpinaffine Leser nur schwer zu ertragen sein, weil es sich einfach ständig wiederholt. Zum anderen schreibt Ralston teilweise in einem derart selbstbezogenen und angeberischen Stil, dass einem schon nach der Schilderung einiger weniger seiner ach so außergewöhnlichen Abenteuer die Galle hochkommt. Der Kerl ist so von sich selbst überzeugt, dass man an vielen Stellen des Buches nur noch genervt mit den Augen rollen kann. Er versäumt es nicht, uns mitzuteilen, dass er als Bester seiner Klasse die Schule oder Uni oder so abgeschlossen hat, dass er ein Lawinenunglück überlebt und mit einem Bären gekämpft hat, wie toll seine Freunde ihn finden, wie unglaublich gut er bergsteigen kann, wie toll und einzigartig und besonnen und so weiter seine Familie ist, was er alles an coolen Fähigkeiten drauf hat, dass seine Schwester als Herausragendste ihres Jahrgangs ihr Studium abgeschlossen hat und so weiter und so fort. Darüber hinaus beschlich mich irgendwann das Gefühl, dass Alleskönner Ralston dieses Buch nie im Leben allein geschrieben haben kann, da er oft sehr seltsame Worte und hochgestochene Formulierungen verwendet, die auf einen versierten Ghostwriter oder zumindest literarischen Berater schließen lassen. Oder er hat einfach vergessen zu erwähnen, dass er selbstredend auch noch ein außergewöhnlicher Schriftsteller ist und das Bücherschreiben in einem Wochenendkurs in irgendeinem Basislager zwischen zwei Bergbesteigungen gelernt hat.

Hätte Ralston sich auf seinen Unfall und die damit einhergehende unfreiwillige Gefangenschaft im Canyon beschränkt, wäre "Im Canyon" gar kein schlechtes Buch geworden. Denn die Passagen, in denen er vom Unfall, den Schmerzen, der Ausweglosigkeit und den Versuchen, sich selbst zu retten und zu befreien erzählt, sind durchweg spannend und machen betroffen. Auch verzichtet er hier auf sein egomanisches Geschwafel und die ständige Selbstbeweihräucherung. Umso bedauerlicher ist seine Entscheidung, das Buch durch seine vergangenen Heldentaten" zu strecken und so regelmäßig die Spannungskurve zum Absturz zu bringen. Auch verliert er hier teilweise den Respekt des Lesers, wenn er von so dämlichen wie unbedachten Begebenheiten erzählt, wo er sich aus purer Leichtsinnigkeit in lebensbedrohliche Situationen begeben hat. Auch die Tatsache, dass er (natürlich nur dieses eine Mal) niemandem erzählt hat, wo genau er wandern will, keinem eine Nachricht hinterlassen hat, wann er zurück sein wollte, er alleine wandert und auch kein Handy o. ä. dabei hat, lassen nicht unbedingt auf sein (natürlich auch von ihm selbst erwähntes) Verantwortungsbewusstsein schließen. Natürlich gönnt man ihm nicht, nun in diese scheinbar ausweglose Situation geraten zu sein, aber wirklich verwunderlich ist es nicht.

Das Buch ist in die sechs Tage und Nächte nach dem Unfall gegliedert, und in jedem dieser Kapitel erfahren wir darüber hinaus etwas über Ralstons Werdegang und seine sportlichen Aktivitäten. Im Mittelteil des Buches befindet sich eine mehrseitige Fotostrecke, die Ralston vor und nach seinem Unfall zeigt, auch Bilder vom Unfallort sind dabei, da Ralston eine Kamera dabei hatte. Ergänzt wird das Ganze durch diverse Bergsteigerkarten und aufgezeichnete Streckenabschnitte.

Wie gesagt, wirklich gelungen sind nur die Passagen über sein Martyrium, da diese geprägt sind von Sachlichkeit, Pragmatismus und ungeheurer Willenskraft. Ralston schildert jeden noch so aussichtslosen Versuch, sich aus seiner misslichen Lage zu befreien. Er hat mit Müdigkeit, Hunger, Durst, Schmerzen, Wut, Hoffnungslosigkeit und blindem Aktionismus zu kämpfen, mit Kälte, Verzweiflung und der Konfrontation mit dem offensichtlich Unausweichlichen, der Amputation der eigenen Hand mit einem stumpfen Messer. Auch die irgendwann endlich beginnende Suchaktion nach Ralston ist spannend, wobei hier schon wieder die endlosen Lobhudeleien auf Ralstons tolle Familie und unnachahmliche Freunde beginnen. Und, sobald Ralston sich befreit hat, ist er, natürlich trotz extremer Dehydrierung und halbtot, schon wieder in der Lage, zur Hilfe eilenden Wanderern Anweisungen zu erteilen und noch im Krankenhaus ein informatives Pläuschchen mit dem Sheriff zu halten, bevor er in den schmerzstillenden Morphiumnebel gleitet. Auch verliert er nach seiner Rettung kein einziges Wort darüber, ob er sich in psychologische Behandlung begeben musste (was ich mir bei einem derart "einschneidenden" Erlebnis kaum anders vorstellen kann). Stattdessen erhellt er uns damit, dass die Nachricht seiner Rettung um die ganze Welt" gegangen ist (natürlich), er tausende aufmunternde Briefe bekommen hat und er den Verlust seiner rechten Hand sogar irgendwie cool findet, weil es halt eine echte Grenzerfahrung für ihn war (und darauf scheint er ja zu stehen) und er das Leben jetzt mit anderen Augen sieht. Und natürlich hat er (zusammen mit drei Sponsoren) die Prothese für seinen Arm selbst entworfen, so dass er seit 2004 wieder fröhlich durch die Gegend kraxelt und hoffentlich nicht noch ein Buch schreibt über die Heldentaten, die er nun als Einarmiger noch vollführen wird.

Ich komme zu dem Schluss, dass man "Im Canyon" nicht wirklich gelesen haben muss. Zwar sind die Beschreibungen dieser sechs Tage mit eingeklemmtem Arm in einer verlassenen Schlucht ziemlich krass und auch spannend, aber Ralstons egozentrischer Charakter und seine langatmigen und langweiligen Erzählungen über alles außerhalb der Schlucht verderben einem größtenteils das Lesevergnügen. Somit ist zu befürchten, dass der Film "127 Hours" auch kein Meisterwerk werden wird, aber ich guck ihn mir trotzdem mal an, so der Vollständigkeit halber. Bis dahin vergebe ich leider nur knappe drei von fünf Spitzhacken, die unkontrolliert auf des Lesers Nervenkostüm einhacken.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Heidi Zengerling TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Heute darf ich euch ein weiteres Buch vorstellen, mit dem sich mein Mann intensiv auseinander gesetzt hat. Es handelt von 127 Stunden eines Mannes namens Aron Ralston, der einen ganz normalen Tagesausflug vorhatte, aber plötzlich eingeklemmt war zwischen rieisgen Felsblöcken und einer Felswand. Es waren die wohl schwierigsten und intensivsten Stunden dieses Mann, die auch in diesem Jahr in den Kinos liefen, wobei ich echt sagen muss,dass das Buch intensiver und besser rüberkommt als der Film, der mir persönlich nicht so unbedingt zusagte.

Susanne Schädlich (Immer wieder Dezember: Der Westen, die Stasi, der Onkel und ich ...) hat das Buch aus dem Amerikanischen super übersetzt.

Inhalt:
=====

Es geht darum, dass Aron Ralston einen Tagesauflug machen wollte, einfach ein bisschen Radfahren, Wandern und Klettern. Er war Ingenieur und ist nun als Kletterer, Fotograf und Wanderführer tätig. Niemandem hatte er gesagt, wo er sich hinbegiebt, er steckt in einer extrem unüberwindlichen Falle und in solchen Minuten und Stunden geht einem einiges durch den Kopf ...

Kaum Wasser und Essen und schon 5 Tage und Nächte hinter sich gebracht, tut er das, was ihm die einige Möglichkeit ist, lebend aus diesem Dilemma herauszukommen, er trennt sich den eingeklemmten Unterarm ab ....

Das ganze passierte in Colorado in einer Schlucht.

Auch nach seinem Unfall hat er das abenteuerliche Leben nicht aufgegeben, er hat schon wieder einige hohe Berge in Amerika bestiegen.

Das Buch gliedert sich in Prolog (Unterwegs mit den Banditen von Robbers Roost), 15 Kapitel mit Überschriften, biografische Daten und den Epilog.

meine Meinung:
=============

Man kann es als eine Art kurzes Tagebuch bezeichnen, welches eine besondere Gefühlswelt offenlegt, die in einer solch ausweglosen und gleichzeitig immer wieder Hoffnung aufkeimenden Situation stattfand.

Ralston legt all seine Gedanken offen, die, die er während dieser 127 Stunden hatte und zeigt dem Leser nicht nur diese Zeit, sondern auch die Zeit seines Lebens vor dem schrecklichen Unfall, die ihm natürlich während dieser vermeintlich letzten Stunden seines Lebens durch den Kopf gingen.

Immer wieder Hoffnung hegend und probierend, wie er sich befreien könne und immer mit Hunger und Durst kämpfend, es war heiß und wurde nachts extrem kalt, auf die Toilette zu müssen - also einfach Dinge, die normalerweise normal sind, die aber in einer solch extremen Situation zu Problemen werden können, werden im Buch detailliert, raffiniert, mitunter auch amüsant beschrieben, auf jeden Fall aber zu Herzen gehend, mitfühlend, ehrlich, humorvoll und Mut machend.

Sehr erschütternd und detailliert wird die Szene geschildert, als er sich seinen Unterarm abtrennt, um als Mensch überleben und aus dieser - seiner - Hölle entfliehen zu können, dem Tod durch Verdursten oder Verhungern zu entkommen. Als Leser kann man sich kaum vorstellen, dass man in diesen vielen Stunden nicht verrückt wird, die man allein ist, ohne Hilfe, aber, so wie Ralston es beschreibt, kann man sich in diesen Menschen hinein versetzen, wie er sich Mut machte, wie er sein Leben an sich vorbeiziehen ließ, wie er Kraft schöpfte und diese Stunden und Tage durchstand.

Mutig und humorvoll bis zum Letzten - so ist auch das Buch, welches herzlich offen jede Sekunde und Minute offenlegt, und sich für den Leser teilweise gänsehausmäßig liest, aber auch zum Nachdenken anregt und für das eigene Leben einiges mitgibt.

Ich fand das Buch sehr intensiv, spannend und qualitativ hochwertig geschrieben, mit einem roten Faden, der durch die Handlung führt und trotz des "nur" einen Handlungsortes absolut spannend, weil so viel Menschlichkeit und Intenisität rüberkommt.

LESEEMPFEHLUNG !!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Zu detailliert 7. Mai 2011
Man mag sich fragen, wie man über 5 Tage Gefangenschaft in einer Felsspalte über 370 Buchseiten füllen kann. Tatsächlich machen diese Erlebnisse nur etwa ein Drittel des Buches aus. Sie sind sehr detailliert geschildert. Ralston beschreibt eindringlich jedes Gefühl und jeden Gedanken, der ihm in dieser Zeit durch den Kopf geht. Er zeigt jeden Handschritt und jede Bewegung auf. Hier funktionieren die Details. Schließlich wartet der Leser doch das ganze Buch hindurch auf den Zeitpunkt, an dem er sich endlich seine Hand abschneidet.

Man merkt auch deutlich, dass ein professioneller Autor an diesem Buch mitgearbeitet hat. Viele schöne Formulierungen, die Beschreibung dramatischer Situationen, alles durchaus auf einem hohen Niveau. Ralston ist ein Egozentriker, der angeblich vieles super gut kann. Doch kann er auch "einfach so" ein solches Buch schreiben? Obwohl sein Lebenswandel ihm gar keine Zeit ließ, so etwas vorher schon mal zu probieren? Letztlich ist es egal. Mittlerweile lebt Ralston von seiner Geschichte und verlangt 20.000 Dollar für Vorträge über seine Zeit im Canyon. Was niemanden wundert, der dieses Buch gelesen hat.

Meine Kritik bezieht sich darauf, dass der Autor nicht wusste, wann die detaillierte Sprache passend war und wann nicht. Natürlich will der Leser genau wissen, wie die Adern und Sehnen in seinem Arm aussehen, und wie er sie durchtrennt, was er dabei fühlt. Aber will der Leser auch wissen, wo genau seine Mutter in Arons Zimmer nach irgendwelchen Unterlagen gesucht hat, um eine Telefonnummer zu finden? Wie genau jedes einzelne Telefongespräch verlaufen ist? Wie viele Tränen seine Mama vergossen hat? Wie viele Meter genau er auf einer Felsplatte umher rutscht, bevor er sich festhalten kann? Und wann genau er auf seinen Touren einen Burrito futtert?

Ein guter Autor sollte wissen, wann der Leser von langen, ausführlichen Beschreibungen gelangweilt wird, und wann sie notwendig sind, um die Spannung zu erhalten. Genau das funktioniert nicht in diesem Buch, weshalb man manchmal beim Lesen darüber stöhnt, dass nun schon wieder eine Rückblende kommt, obwohl man ja eigentlich nur wissen will, wie er seine Zeit im Canyon erlebt hat.

Alle anderen Passagen über seine krassen Bergtouren würden in einem Film besser wirken als im Buch. Ich habe den Film noch nicht gesehen, aber ich kann mir vorstellen, dass der Film dort gewinnt, wo das Buch seine Schwächen zeigt.

Dennoch: Alles in allem eine lesenswerte Lektüre. Man weiß hinterher ziemlich gut, was für ein Kerl Aron Ralston ist, wie er tickt und wie er lebt. Hundert Seiten weniger, und das Buch hätte perfekt sein können.
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