Im Jahr 1996 ist ein Großteil der Menscheit von einem Virus
ausgerottet worden, die Oberfläche ist nahezu unbewohnbar - nur,
wer rechtzeitig in den Untergrund ging, konnte überleben. Der
Sträfling Cole soll in die Vergangenheit geschickt werden, um die
Ursache der Pandemie herauszufinden - zwar läßt sich die
Katastrophe aufgrund der Zeitreisegesetze nicht verhindern, aber
man hofft, das Virus in die Finger zu bekommen, bevor es
mutierte, um ein Gegenmittel herstellen zu können. Cole soll
dabei Kontakt mit der Zukunft aufnehmen, indem er Nachrichten auf
einem Anrufbeantworter hinterläßt, die später abgehört werden
können. Sein einziger Anhaltspunkt ist, daß eine Gruppe namens
"Twelve Monkeys" hinter dem Attentat steckt.
Doch zunächst wird Cole in die falsche Zeit geschickt, und auch
noch einige andere Missionen gehen schief - und schließlich muß
Cole erkennen, daß die Zeit sich nicht austricksen läßt, den er
hat sich mit seinen Nachrichten nicht nur selbst in die Irre
geführt, sondern muß schließlich erkennen, daß er mit seiner
Suche sogar für Epidemie verantwortlich ist.
Wenn ich einen Roman zum Film lese, den ich bereits gesehen habe,
erhoffe ich mir dadurch Hintergrundinformationen, die im Film
zu kurz kommen. Außerdem erwarte ich, daß abrupte Szenenwechsel
im Film bei der Übertragung ins Buch entsprechend aufbereitet
werden. Alle diese Erwartungen wurden enttäuscht, da im
wesentlichen nur das Drehbuch abgeschrieben wurde. Zwar bleibt
es in gutes Buch, da es der Roman zu einem guten Film ist, aber
dennoch vermißte ich beim Lesen einiges. Das Thema Zeitreisen,
Zeitschleifen und Paradoxa sind meisterhaft zu einer Geschichte
verarbeitet, die genau betrachtet weder Anfang noch Ende hat.