newseasonhw2015 Hier klicken Jetzt Mitglied werden lagercrantz Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More praktisch Siemens Shop Kindle Shop Kindle Sparpaket Autorip SummerSale

Kundenrezensionen

71
3,9 von 5 Sternen
THX 1138 (Director's Cut) [2 DVDs] [Special Edition]
Format: DVDÄndern
Preis:11,25 €+Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

49 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Oktober 2010
THX 1138, der erste Spielfilm von George Lucas, ist eher Gesellschaftskritik als Actionfilm und könnte kaum weiter von der Star-Wars-Reihe entfernt sein.
Gezeigt bekommen wir eine verstörende und sterile Zukunftswelt, in der Gefühle und das Individuum nichts mehr zählen und ein übermächtiger Staatsapparat jeden Schritt überwacht. Der Film wirkt eher durch seine kalten visionären Bilder und die avantgardistische Vertonung als durch die Handlung, was ich aber nicht negativ empfinde.
Er ist mit Sicherheit ein Klassiker, an dem sich die Geister scheiden. Wer auf Weltraumschlachten, Abenteuer und charismatische Helden steht, wird an THX 1138 wenig Freude haben. Es ist der Film, in dem Lucas am wenigsten den Zuschauererwartungen entspricht.

Bild- und Tonqualität entsprechen den hohen Erwartungen, die man an eine Blu-ray stellt. Verglichen mit der DVD ist das Bild in jeder Beziehung besser.
Als Extras beinhaltet die Blu-ray-Veröffentlichung zwei ausführliche, sehr interessante Dokumentationen, ein kürzeres Featurette sowie den Kurzfilm THX 1138 4EB.

ABER - und deshalb gibt es nur vier Sterne - wie schon bei der DVD-Special-Edition bleibt uns die Kinoversion vorenthalten. Der Director's Cut beinhaltet die von George Lucas neu geschnittene und mit digitalen Effekten aufpolierte Version. Die neuen Sequenzen sind sorgfältig gemacht und fallen kaum auf, wenn man den Film nicht kennt, sind aber ein weitreichender Eingriff. Z. B. sind die Szenen in der wir THX (Rober Duvall) bei der Arbeit an einem Roboter sehen komplett überarbeitet, wie auch die Rennwagensequenz. Kleinere Korrekturen durchziehen den ganzen Film.
THX 1138 hat Geschichte geschrieben als erste Veröffentlichung der von Lucas und Coppola gegründeten Zoetrope und ist einfach auch ein Kind seiner Zeit und deshalb sollte dem Kinointeressierten die Möglichkeit gegeben werden, sich den Film so anzusehen, wie er den Zuschauern damals präsentiert wurde. Das Lucas dies unterbindet und zudem noch in den ausführlichen Dokus, die sich auch mit dieser neuen Veröffentlichung beschäftigen, die digitalen Veränderungen mit keinem Wort erwähnt werden, kann man nur arrogant nennen.
33 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
32 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. Dezember 2010
Zum Film muss man wirklich nichts mehr sagen er ist ein Klassiker.Die Bildqualität ist auch sehr gut genau wie der Ton.Doch Achtung.Man kann diesen Film nur abspielen,wenn man einen internen speicher hat.Sonst bleibt der Film im Ladebildschirm stehen.Ich musste einen mp3 player als speicher benutzen.Das liegt an dem aufwändigen Menü.Darauf wird in keinster weise hingewiesen bin fast verzweifelt.Deswegen nur 3 sterne
99 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
53 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. März 2006
Jetzt habe ich THX 1138 auch gesehen und bin geradezu verwundert darüber, dass dieser Film schon 1971 (!) von George Lucas (unter Mitarbeit von Fracis Ford Coppola) gedreht wurde. Wobei neuere Filme wie Zum Beispiel "Die Insel" das Thema im Vergleich nur ansatzweise streifen, so stellt THX 1138 eigendlich eine der wenigen gelungenen Dystopien dar. Selbige zeichnen sich dadurch aus, dass sich die Gesellschaft (im gegensatz zur Utopie) zum Schlechteren verändert hat und meist ein allmächtiger Staat mit Hilfe modernster, den Mensch erdrückender Technik das Leben seiner gleichgeschaltenen Bürger, welche jegliche Individualität verloren haben, bestimmt. Solche Zusatände finden sich auch bei THX 1138 und THX 1138 ist dabei nicht nur der Name des Films , sondern auch gleichzeitig der Name des "Hauptdarstellers". Dieser lebt in einer Gesellschaft, in der das Leben der Menschen sich ausschliesslich unterhalb der Erdoberfläche abspielt. In sterilen, farblosen Räumen müssen die Menschen - welche bis auf die Kleidung gleichgeschaltet wurden - ihre ihnen anvertraute Aufgabe erfüllen und so produktiv wie möglich zu sein. Abweichendes verhalten wird sofort bestraft und als auch THX 1138 Regelverstöße begeht, versucht er vor dem Staatsapperat zu fliehen. Der Film schafft es dabei gekonnt durch Settings, welche grösstenteils von gewaltigen Fabrik-Komplexen und eintönigen, geradezu strahlend weissen Wohnräumen dominiert werden, ein beklemmendes, ja geradezu erdrückendes Gefühl beim Zuschauer zu erzeugen. Zwischenmenschliche Beziehungen und Individualität wurden durch Produktivität und "Genormtheit" ersetzt. Die Protagonisten wirken wie Ameisen in einem Ameisenstaat, welchen als Sinn des Lebens aufgedrängt wurde, ihre Arbeit zu verrichten udn den Staat voran zu bringen. Technik nimmt dabei eine entscheidende Rolle ein, jeder Mensch ist eigendlich eher eine Marionette derselbigen. Ein sehr schöner Film, welcher einen etwas stutzig werden lässt, wenn es um Themen wie Video-Überwachung, riesige Fabriken, an denen Arbeiter am Fliessband stehen, und generell unsere Abhängigkeit von der Technik geht.Wer gute Literatur zu diesem Thema sucht, dem kann ich "Schöne neue Welt" von Aldeaus Huxley, "1984" von George Orwell, "Fahrenheit 451" von Ray Bradbury oder "Wir" von Jewgenij Samjatin empfehlen.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
102 von 117 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. August 2004
THX 1138 ist eigentlich ein Remake, basierend auf dem Studienwerk eines bis dahin unbekannten Studenten der University of Southern California.
Dessen Werk trug den Titel THX 2238 4EB und wurde 1969 - dem Jahr der Mondlandung - als Studienarbeit gedreht.
Nach dem Studium beschloss der Jungfilmer, den Stoff mit einem bescheidenen Budget von 700.000 Dollar für die große Leinwand zu adaptieren.
Francis Ford Coppola war von dem Stoff beeindruckt und wählte ihn aus für die erste Produktion seiner American Zoetrope Filmgesellschaft.
Der Film wurde von der Kritik gelobt, fand jedoch kein großes Publikum. Zu hart war die Kritik, zu erdrückend und hoffnungslos die Zukunftsvision.
Im 25. Jahrhundert sind die Menschen gezwungen, sich unter der Erdoberfläche aufzuhalten, welche unbewohnbar ist. Um die Menschheit beherrschbar zu machen, werden die Bewohner unter ständigem Drogeneinsatz gehalten. Zu der Unterdrückung gehört auch die rigide Einschränkung der Sexualität, um gegenseitige Gefühle und Gruppenbildung zu unterbinden.
Schließlich durchbricht ein Mensch diese künstliche Lethargie, verweigert die Drogenrationen. THX1138 (Robert Duvall) verliebt sich und auch seine Freundin LUH3417 (Maggie McOmie) revoltiert.
George Lucas erster Film schöpft aus etlichen Vorlagen, neben Logans's Run (Flucht in das 23. Jahrhundert) und 1984 von George Orwell sind es vor allem die ebenfalls geklonten und mit Drogen dauermedikamentierten Personen Aldous Huxleys (Schöne neue Welt).
Vielleicht ist THX 1138 so etwa wie die gelungene späte cineastische Umsetzung dessen Ideen, insbesondere was die Formung durch Drogen und Konditionierung betrifft
Eine rigide Sexualpolitik als Instrument der Unterdrückung und Kontrolle ist in totalitären religiösen Gesellschaften schon sind seit Jahrhunderten üblich (oft sogar als zweites Gesetz gleich nach dem Treuschwur an den jeweiligen Führer).
Von 1984 hat der Film die strikte direkte und brutale Kontrolle, von der Zeitmaschine die unterirdisch lebenden Geschöpfe (Morlocks).
Ohne eines dieser Werke zu kopieren erschafft Lucas ein beklemmendes Werk ohne das Happy End üblicher Filmproduktionen.
THX 1138 ist sicher ein gelungener Film, jedoch
kaum geeignet ist er als nette Filmunterhaltung für den Feierabend.
Wer allerdings THX 1138 als den besten Film von Lucas anpreist, wertet Unterhaltung ab zugunsten von Gesellschaftskritik.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. September 2011
THX 1138 ist der erste Vollzeit-Spielfilm von Star Wars-Schöpfer George Lucas und basiert auf einem eigenem Kurzfilm, den der Regisseur noch zu Studienzeiten drehte (THX 1138:4EB (Electronic Labyrinth)).
Der Film ist im sog. Stil des New Hollywood anzusiedeln und zeigt eine Dystopie (Anti-Utopie), in der die Menschheit unter Tage lebt und mittels kontrollierter Verabreichung von Drogen von jedweder Emotion befreit wird. Die Menschen werden 24 Stunden am Tag überwacht und kontrolliert. So dient der staatlich verordnete Drogenkonsum auch dazu, die Leistungsfähigkeit eines jeden Einzelnen und damit gleichzeitig die Produktivität zu erhöhen.
Jeder Mensch bekommt eine Identifikation zugewiesen, die Namen ersetzen. THX1138 ist die Bezeichnung des Hauptdarstellers, dargestellt durch Robert Duvall (MASH, Der Pate). Seine ihm zugewiesene MItbewohnerin LUH3417 wird gespielt durch Maggie McOmie (die seinerzeit die einzige Darstellerin war, die bereit war, sich der für die Produktion notwendigen Kahlrasur am Kopf zu unterziehen). Den emotional-entrückten Part des SEN5241 übernimmt Donald Pleasence (Halloween).

Die Bild- und Soundqualität begeistert, vor allem, wenn man bedenkt, daß der Film nunmehr 40 Jahre alt ist. Für die Restaurierung des stark beschädigten Materials zeichnen Industrial Light and Magic und Lowry Digital Images verantwortlich (letztere haben auch schon Indiana Jones und Star Wars wieder fit gemacht). Bedenkt man die meist grellweißen Kulissen, muß der Aufwand enorm gewesen sein - er hat sich aber gelohnt, und wirft geichsam die Frage auf, warum dies nicht auch mit den letzten alten, originalen Star Wars-Negativen möglich sein soll, aber das nur am Rande. Insgesamt ist der Film film- und tricktechnisch derart brilliant umgesetzt, daß man glauben könnte, er sei erst wenige Jahre alt. Leider aber konnte es Lucas auch hier nicht lassen, nachträglich Dinge digital zu ändern oder hinzuzufügen. So ist einer Szene bspw. eine echte Ratte durch einen computeranimierten Skorpion (oder etwas ähnliches) ersetzt worden. Warum, weiß wohl nur George Lucas...

THX verstört auf vielen Ebenen, es fehlt dieser Welt praktisch an allem: Kunst, Literatur, Abwechslung, Farbe, Kultur allg., menschliches Miteinander. Sexuelle Kontakte werden strafrechtlich verfolgt und die Nichteinnahme der Sedativa führt zur Sanktion und gilt als "Drogenmißbrauch".
Alle Räume sind in mehr oder weniger klinischem Weiß gehalten - wie eine Irrenanstalt mutet dies an. Wer sich nicht wohl fühlt oder anfängt zu viel zu denken, der kann sich in kleine Beichtzellen flüchten und zu einer Photographie von Jesus Christus beten, bzw. sich von diesem Bildnis die Beichte abnehmen lassen, während von einem Computerband wohlwollende Phrasen erklingen, die den gläubigen Arbeiter beruhigen sollen. Zuwiderhandlungen gegen das System werden unter Einhaltung eines vorgegebenen Budgets von Roboter-Polizisten geahndet. Arbeit ist die Religion dieser Fiktion.
Die einzige Zerstreuung von diesem Drohnenleben bietet ein reglementieres Fernsehen (eine Art Hologramm-Show) mit einigen wenigen Auswahlmöglichkeiten. So gibt es jeweils einen Sender für Männer und einen für Frauen, in dem jeweils ein Mensch des anderen Geschlechtes nackt tanzt; währenddessen läßt sich der Zuschauer von einer Maschine künstlichen befriedigen. Ein anderer Sender zeigt, wie einer der Robo-Cops auf einen Straftäter einprügelt und damit praktisch niemals aufhört.

LUH wird bereits von der Regierung wegen Drogenmißbrauchs beobachtet - sie entwickelt zunehmend Emotionen und sehnt sich nach körperlicher Nähe zu ihrem Mitbewohner. Dies führt dazu, daß sie dessen Seditva austauscht und somit erreicht, daß auch THX' unterdrückte Emotionen wieder hochkommen. Er verliebt sich in LUH und begeht "sexuelle Perversionen" mit ihr, die zur Anklage der beiden führen. Sie werden getrennt und THX muß bald feststellen, daß LUH vernichtet wurde. Er beschließt daraufhin, aus der Zwangsgesellschaft auszubrechen.

George Lucas Film läuft, trotz der grelldüsteren Zukunftsvision, in eher ruhigen, nachdenklichen Bahnen ab und soll eher zum Nachdenken anregen, denn dazu, sich von anderen Eindrücken übermannen zu lassen - wie dies bspw. in Clockwork Orange von Stanley Kubrick geschieht, der ebenfalls dem New Hollywood zugerechnet werden kann und vor allem durch Gewaltakte verstört.
Für Liebhaber dieser Filme (dystopisches New Hollywood) ist der Film absolut zu empfehlen; wer lieber "echte" Science-Fiction und Tempokino mag, sollte hier nicht zugreifen. Vergleichbare Filme wären: Clockwork Orange, Alien, 2001: Odyssee im Weltraum, Flucht ins 23. Jahrhundert, Dawn of the Dead, Der Omega-Mann, Soylent Green und vielleicht noch Die Körperfresser kommen.

Fazit: sehr sehenswert.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. August 2000
Wer sich mit Science Fiction auseinandersetzt, der sollte diesen Film wirklich gesehen haben. Der erste Spielfilm von George Lucas (Krieg der Sterne) geht inhaltlich und bildlich in eine ganz andere Richtung als sein großer Blockbuster Star Wars. Jedoch gilt auch hier die bildliche Überraschung, die Lucas durch ganz eine eigene Bildkompostion erzeugt. Ich empfehle jedem diesen Film, der Cube, Delikatessen, Westworld und Brazil gut findet.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. Januar 2007
Irgendwann in der Zukunft leben die Menschen in einer streng überachten unterirdischen Anlage, Emotionen und Geschlechtstrieb werden durch Medikamente unterdrückt. Eines Tages verzichten THX 1138 (Robert Duvall) und seine Mitbewohnerin LUH 3412 (Maggie McOmie) auf die Medikamente und zeugen ein Kind...

THX 1138 basiert auf einem Kurzfilm, den George Lucas während seiner Zeit als Student gedreht hat und gilt bei manchen Filmexperten sogar als das wirkliche Sci-Fi Meisterwerk von George Lucas. Ursprünglich wenig erfolgreich gewann der Film im Laufe der Jahre seine Fangemeinde. Einflüsse auf Filme wie "Gattaca", "Equilibrium" oder "Die Insel" sind deutlich zu erkennen. "THX 1138" zeigt ein steril sauberes, aber dennoch atmosphärisch düsteres Überwachsungsszenario. Wer stilistisch einen Film wie "Star Wars" erwartet, wird enttäuscht. Lucas setzte damals auf ruhige Bilder und sparsame Sets und Kostüme. Erst gegen Ende des Film gibt es einige rasant gefilmte und tontechnisch beeindruckende Szenen. Auch die Story rund um den Überwachungsstaat, verabreichte Drogen und unterdrückte sexuelle Empfindungen zeigt einen Film ganz anderer Art. "THX 1138" ist ein intelligenter und leider oft unterschätzter Film, der zu den besten des Genres gehört und neue Produktionen wie "Die Insel" weit hinter sich läßt.

Ein besonderes Lob verdient auch das Bonusmaterial. Die Dokumentationen werfen nicht nur einen Blick auf das Schaffen von George Lucas und die Entstehung des Films, sondern auch auf die Zustände in der damaligen Filmindustrie. Eine Doppel-DVD, die man haben sollte.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
22 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. Januar 2006
Als ich den Film neulich das erste mal (bereits in der Director's Cut-Fassung) sah, wurde mir bewußt, wie "primitiv" und oberflächlich die späteren Werke George Lucas' waren, darunter auch Star Wars - obwohl ich selbst ein großer Fan dieser Filme bin und sie im Genre nicht mal die oberflächlichsten Filme sind.
Der Film hatte auf mich eine ähnliche Wirkung wie 2001: A Space Odyssey, und auch wenn einige Szenen offensichtlich überarbeitet wurden, wird die Zeitlosigkeit des Gesamtwerks und besonders der Optik des Films in jeder einzelnen Szene offensichtlich. Noch nie war eine beinahe weiß eingefärbte Welt derart grausam und unwirklich.
Leider kenne ich die Ur-Version des Films genauso wenig wie die alte Synchronisation, aber nachdem man ihn einmal auf deutsch gesehen hat, sollte man meiner Meinung nach sowieso immer die englische Originalversion bevorzugen.
Der Film ist ein unglaublich unterschätzter Meilenstein des Science Fiction Genres, der in den letzten Jahren wieder aufgegriffen wurde.
Filme wie Matrix oder The Island wirken jedoch im direkten Vergleich primitiv und kopiert, wenn man das "Original", THX 1138, gesehen hat.
Ehrlich gesagt würde ich mir wieder mehr Filme dieses Kalibers für die Zukunft wünschen und weniger Popcorn-Kino. Vielleicht widmet sich George Lucas ja jetzt, wo er Star Wars abgeschlossen hat, bald wieder seiner künstlerischen Ader.
Es ist kaum zu glauben, dass dieser Film in einer anderen Bewertung als nicht-Science Fiction bezeichnet wird. Filme wie Spiderman, so sehr ich sie auch mag, haben einfach nicht die Klasse des THX 1138, und sind erst recht kein Science Fiction, sondern wohl eher Fantasy-Action. Und sogar Action gibt es in THX 1138 nicht wenig, nur scheinen manche sich nicht auf den Film einlassen zu wollen.
Ich hätte niemals gedacht, dass dies ausgerechnet über THX geschrieben wurde.
Insgesamt sollte jeder Film-Liebhaber dieses Meisterwerk auf DVD besitzen, zumal die DVD qualitativ für einen 35 Jahre alten 800,000 Dollar-Film wirklich absolut überragend ist.
Wer Spiderman als Science Fiction sieht, und vermutlich mit anderen Meisterwerken wie 2001 nichts anzufangen weiß, sollte beim Popcorn-Kino bleiben. Für mich besteht der Widerspruch jedoch darin, dass sogar Fans von The Island die Qualitäten von THX zu schätzen wissen.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. Juni 2014
Der Mensch bzw. die Produktions-/ und Konsumeinheit THX 1138 vertraut sich beichtstuhlartig einem Automaten, der virtuellen Gottheit Omm, an. Den Staatsapparat dahinter nimmt er dank lebenslanger Indoktrination und Medikamentation als eine Art Gottheit wahr. Er hat nicht das Gefühl gegen eine Wand zu reden auch wenn der Automat stets mit ah, verstehe, erzähl weiter unterbricht. Omms Fazit nach jeder Sitzung:

Du bist ein wahrhaft Gläubiger.
Du hast den Segen des Staates.
Arbeite hart!
Erhöhe die Produktion!
Verhüte Unfälle!
Und: sei glücklich!
Konsumiere mehr!

Na das kennen wir doch irgendwoher. Dieser Film ist einer der frühen und für Weitere wegweisenden Dystopien. Er ist eine auf die Spitze getriebene Horrorvision der sinnsuchenden Menschen aus den späten 60ern: Leben nur um zu funktionieren und um zu konsumieren. Es wäre zwar aus damaliger Sicht in der Form nicht eintreten, sollte aber in unserem 21. Jahrhundert stattfinden. Der ganze Film ist ein rohes, authentisches Werk was trotzdem nicht an der Message geizt aber nicht ganz leicht zu erfassen ist. Der erste Film in Spielfilmlänge von George Lucas und schon so gelungen. All die Zahlen und Codes die von der gigantischen Überwachungsmaschinerie durchgegeben werden, die Disziplinarmaßnahmen durch die Polizei-Roboter sind nicht gerade leicht nachzuvollziehen aber ich würde so rangehen, dass auch die Menschen im Film, die in dieser Welt nichts weiter Buchstaben-Zahlen-Kombinationen sind, bei dem Staatsapparat dem sie gegenüberstehen ja auch schon lange nicht mehr durchsehen. Bildung durch Injektionen, Bewusstseinskontrolle durch Medikamente. Und so muss man den Film einfach an sich vorbeistreifen lassen denn die Botschaft wie unser eigenes Leben und die Zukunft möglichst nicht laufen sollte hat Omm ja schon ziemlich am Anfang des Filmes verlauten lassen.

Zur Blu-ray selbst:
Klasse. Das Bild ist gestochen scharf, ich frage mich ob die Kinozuschauer 1971 überhaupt mitbekommen konnten warum Maggie McOmie die LUH 3417 aus dem Grund spielen sollte weil sie eben optisch rüberbringen könnte, wie ein Mensch aussieht der unterirdisch fern ab des Sonnenlichts lebt. Jede Hautpore, jede Sommersprosse ist zu sehen. Von der Ausstattung her hat die BD kein Wendecover, auf der Disc befinden sich einige Originaltrailer sowie Dokumentationen zum Film. Zumindest das 30-minütige Making Of sollte man sich unbedingt ergänzend zum Film ansehen weil es einige Ansätze zur Deutung und Bedeutung vom Film beleuchtet.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. Juni 2011
Der Film ist ein Medium, das aufgrund seiner Beschaffenheit alles zeigen kann. Ganz im Gegensatz zum Text, sieht der Zuschauer ein Bild, das ihm gleich schon alles verrät, alles mitteilt, jeden Hintergrund offen legt und jede Erklärung immer auch mitliefert. Wir, die wir gewohnt sind, Filme zu sehen, sind es gleichermaßen auch gewohnt, alles geliefert zu bekommen, jeden Sinn in Häppchen präsentiert und mit Humor und Action garniert zu wissen. Der Film als Medium hat dazu seinen Beitrag geleistet, weil er eben aufgrund seiner Medialität perfekt dazu geeignet ist, uns mit eben jenen Häppchen zu beliefern. So funktioniert der Film.

Die »Cineasten« hier behaupten übrigens das Gegenteil und proklamieren den Film als Medium mit ursprünglich künstlerischer Ausrichtung. Das stimmt keineswegs. Der Film hat als Jahrmarktattraktion begonnen und diesen Einschlag eben wegen Mainstream-Filmen nie verloren. Zum Glück, ich meine, wer sieht sich denn den ganzen Tag Kunstfilme an?

Aus der Film-Perspektive gesprochen ist »THX 1138« ein schlechter Film, da gibt es, denke ich, keinen Zweifel. Er entzieht sich der Logik, der Hintergründe, weitestgehend sogar dem Plot. Alles scheint sinnfrei, ohne Belang. Die Welt, die uns präsentiert wird, ist langweilig; sie dreht sich im Kreis und will sich jedes Mal, wenn man als geneigter Zuschauer glaubt, einen Strohhalm des Sinns gefunden zu haben, wieder entziehen und eine neue, seltsame Szene vorspielen. Und das Schlimmste: Alles endet an der Oberfläche. Wo Orwells »1984« tief in die Psychologie seiner Figuren eindringt, wo Matrix uns mit in die Tiefe des Kaninchenbaus nimmt, da scheitern wir bei »THX 1138« schon bei den glatt rasierten Kahlköpfen, bei den bizarren Zahlenspielen und bei Wachmännern, die gegen Wände laufen. Wir kommen nicht rein in dieser Welt - und ganz ehrlich, der Film will doch auch gar nicht, dass wir hineinkommen.

Und Achtung, jetzt kommt doch wieder das Kunstgeschwafel. »THX 1138« ist ein - meiner Meinung nach - großartiger Film, weil er von uns verlangt, unsere Sehgewohnheiten zu hinterfragen. Er löst sich aus dem Mainstream-Film heraus und durchbricht das, was Filme eigentlich qua ihrer Beschaffenheit tun sollten. Er erklärt nicht alles und verweigert oftmals die Erklärung sogar ganz mutwillig. Und das ist doch schon mal eine Leistung. Man muss es auch erst einmal schaffen, einen Film zu drehen, den wir gleichzeitig sehen und doch wieder nicht sehen können. Lucas muss das Bild des Films bis zum Äußersten entstellen, damit er den Film an seiner eigenen Funktion hindern kann - und schafft dies in »THX 1138« ganz bewundernswert. Dadurch wird mir erst klar, wie ich Filme schaue, warum ich Filme schaue und was ich daran so mag, weil »THX 1138« sich dem so gekonnt verwehrt.

Und dann diese Optik. Ja, ja, die Effekte sind altbacken, alles ist steril, sieht gleich aus, etc. Und doch ist da etwas, das mich so sehr reizt. Diese geschwungenen Gänge, die weißen Figuren vor den weißen Hintergründen. Die Art, wie die Kamera positioniert ist, wie THX im ersten Drittel des Films immer mit den Wegen dieser seltsamen Welt geht, um dann ab dem zweiten Drittel genau gegen diese Wege zu laufen. Das alles sagt mir, dass ich es hier mit einem interessanten, wenn auch fordernden Film zu tun habe, der mir auch ganz bewusst nicht das gibt, was ich haben will. Man muss also schon einen Hang zum Masochismus mitbringen, wenn man »THX 1138« sehen will - und damit meine ich nicht die Art von Masochismus, die einem in Horrorfilmen abverlangt wird (das ist Voyeurismus). Es ist vielmehr ein »Sich-Selbst-Quälen«, eine mit Belanglosigkeiten und Oberflächen gespickte Langeweile, die bei mir immer in Faszination umschlägt, weil es so verdammt simpel gemacht ist. Denn: THX hatte nie ein großes Budget. Die Bauten sind keine Studiobauten, sondern reale Gebäude, die so (oder ähnlich) aussehen. Der Film aber ist so anders, sieht so anders aus und auch das ist eine nicht zu unterschätzende Leistung. Er nimmt die Realität, beugt diese in der Kamera und gaukelt uns vor, dass das alles total komisch und seltsam ist, was da passiert.

Freilich: Wer hier gute Abendunterhaltung sucht, ist fehl am Platz. Ich habe diesen Film sicher schon viele Male gesehen, aber nie bei Popcorn, mit Freunden oder an einem Samstagabend. Davon würde ich sicher abraten. Ich habe ihn immer allein gesehen, manchmal auch in Etappen. Dann sehe ich mir diese Bilder an, die mich abstoßen und zugleich auch wieder einnehmen. Dann sehe ich die Belanglosigkeit kapitalistischer Gesellschaftssysteme und erlebe einen Film, der mich in meiner tiefsten Befürchtung anspricht, doch nur ein Amazon-Kunde zu sein, der dem Kapitalismus frönt und nur ein Teil der Masse sein will. Dann konsumiere ich also, um mein Konsumverhalten zu reflektieren. Und das ist meiner Meinung nach der größte Verdienst dieses Filmes: Die Kreisläufigkeit, die haarsträubende Unlogik der filmischen Welt direkt bei mir Zuhause spürbar zu machen. Und genauso schizophren, wie es ist, eine Kundenrezension über einen kapitalismuskritischen Film bei einem Online-Kaufhaus zu schreiben, genauso schizophren ist diese Rezension, die einen schlechten Film mit fünf Sternen bewertet.

Man muss kein »Cineast« sein, um diesen Film zu mögen. Dieser Film ist auch nicht kultig. Er macht keinen Spaß und will auch nicht gefallen. Und ich glaube, dass er mit zunehmenden Alter auch nicht unbedingt besser wird. Aber das ist sein größter Verdienst: Einfach nur eine Oberfläche zu sein, auf der ich mich spiegeln kann. Zeitlos und anders.

»Alternate ... Plastic«.

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

P.S: Ich finde es unfassbar, wie die negativen Kritiken hier in den Kommentaren runtergemacht werden. Ich meine: Hallo? Dass der Film den Leuten nicht gefällt, zeigt nur, dass er eine Reaktion hervorgerufen hat. Das ist seine Aufgabe als Kunst! Er muss nicht gefallen, sondern er muss bewegen - auch zum Negativen.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
     
 
Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen
Logan's Run - Flucht ins 23. Jahrhundert
Logan's Run - Flucht ins 23. Jahrhundert von Michael York (DVD - 2007)
EUR 22,22

Dark City
Dark City von Rufus Sewell (DVD - 2012)
EUR 4,99

Der Omega Mann
Der Omega Mann von Charlton Heston (DVD - 2003)
EUR 16,97