Es gibt zahlreiche Gründe, dieses und jenes zu lieben, wie der Schwarzkopf-Verlag schon des öfteren belegt hat - aber welche Argumente sprechen für die Polyamorie? Cornelia Jönsson und Simone Maresch räumen in ihrem Ratgeber mit Vorurteilen auf und zeigen eine flexible Alternative zum traditionellen Beziehungskonzept, die es »erlaubt«, sich während einer Partnerschaft neu zu verlieben und eine weitere Beziehung zu führen - mit Wissen aller Beteiligten.
Die »111 Gründe, offen zu lieben« sind in einer Erzählung über hetero- und homosexuelle Liebespaare verschachtelt, die die Freuden und Tiefen des Lebens zusammen durchstehen. Dadurch gleicht der Ratgeber eher einem Roman und lässt sich angenehm-locker lesen.
Jeder der Gründe ist mit einem abschließenden Zitat versehen, das zum Nachdenken anregt oder amüsiert. Das »Loblied auf offene Beziehungen, Polyamorie und die Freundschaft« - so der Untertitel - lässt zwar leider keine Zweifel und Kritik an diesem Konzept zu, bietet dafür aber zahlreiche Denkanstöße - auch für Monoamore. Ein Buch für Herz und Hirn.