Regiedebütanten Greg Marcks ist mit "11:14" ein wahres Meisterwerk an Drehbuch wie Film gelungen, denn für beides zeichnet der Jungregisseur verantwortlich. Die irren zeitlichen Zusammenhänge, die innerhalb eines Abends dazu führen, dass in einer amerikanischen Kleinstadt innerhalb einer einzelnen Sekunde alles drunter und drüber geht, wurden so raffiniert choreographiert und zusammen gesetzt, das einem geradezu der Atem weg bleibt. Die Story erzählt sich so überaus spannend, wie geschickt konstruiert, dass es das menschliche Gehirn gerade noch schafft mitzukommen. Dieser winzige Moment, den es braucht, um zu verstehen, wurde haarscharf mit einkalkuliert, so dass sich ein wirklich genial konstruiertes Puzzle aus unmöglich absurden, im Ablauf dann aber auch wieder unglaublich schlüssigen Ereignissen ergibt. Selten schaffen es Filme, Geschichten so raffiniert zu erzählen wie "11:14", der sicherlich besonders Freunden von Filmen wie "Memento", "Butterfly Effect", "L. A. Crash" oder "21 Gramm" gefallen wird. Fazit: Äußerst raffiniertes Puzzle, spannend bis zur letzten Sekunde.
Moviemans Kommentar zur DVD: Das fast durchgängige Rauschen lässt auch andere Bildwerte abstumpfen, was sehr schade ist. Akustisch bleiben alle Tonspuren gleichermaßen befriedigend abgemischt. Das Bonusmaterial passt sich diesen recht durchschnittlichen Werten an.
Bild: Farblich neigt die Disc etwas dazu, in dumpfe Grautöne abzudriften (Swazey im Auto, 00:33:44). Sämtliche Farben wirken kühl und leicht blass, was aber gut der Tankstellenumgebung und den nächtlichen Straßenszenen entspricht. Dies und die leicht groben Kontrastwerte (Kirchendach, 00:30:30) ist aber darauf zurückzuführen, dass der gesamte Film nachts spielt und die Ausleuchtung am Set nicht immer einwandfrei war. So macht sich im Dunkel der Nacht auch immer wieder Rauschen bemerkbar, das weder Flächen, noch Gesichter und Körper (Swazey, 00:32:31) verschont. Die Kompression funktioniert da schon wesentlich konstanter (Hauspanelen, 00:36:50). Das deftige Rauschen bleibt aber dennoch kaum aus. Die Schärfedarstellung arbeitet den anderen Werten recht angepasst und somit nur leicht besser als durchschnittlich. Selbst im Neonlicht des Tankstellenshops überzieht Rauschen die Gesichter (00:41:57) und vermindert die Auflösung. In den besser ausgeleuchteten Einstellungen macht sich das deftige Rauschen also ebenfalls bemerkbar (weißer Schrank, 00:43:41).
Ton: Insgesamt ergeben sich keine nennenswerte Unterschiede zwischen den einzelnen Tonfassungen. Auch sprachlich klingen Original wie deutsche Synchronisation gleichermaßen verständlich, voluminiert und auf die Front verteilt. Ebenso Kulisse und Effekte, die genau wie die Sprachanteile nicht ganz die Brillanz aufweisen, die potentiell möglich gewesen sein müsste, werden in allen drei Versionen gleichermaßen befriedigend bedient. Dabei ergeben sich richtungsdynamische Kulissenaspekte genauso wie deftig krachende Schüsse und Scheibensplittern (01:12:14). Effekte, die sich aber meist in der Front abspielen und die hauptsächlich durch Musik verwendeten hinteren Kanäle aussparen oder nur mäßig anspielen (Unfall, 01:17:38).
Extras: Auch das Bonusmaterial ist zwar nett aber im Ganzen doch recht durchschnittlich angelegt. Diverse Trailer - US-Originaltrailer (1:32 Min.), Deutscher Kinotrailer FSK 12 (1:30 Min), Deutscher Kinotrailer FSK 16 (1:33 Min.), TV-Spot 1 (0:15 Min.) und TV-Spot 2 (0:16 Min.) sind zwar nett aber ähneln sich einfach zu sehr, als dass es sich lohnen würde, alle anzuschauen. Ein "Hinter den Kulissen" (14:05 Min.) kommt da schon spannender daher. Hier bieten sich Aufnahmen vom Dreh an diversen Schauplätzen. Die Interviews drehen sich um die Story, die Figuren und die Arbeit mit dem Regisseur und teilen sich folgendermaßen auf: Hilary Swank (5:17 Min.), Rachel Leigh Cook (2:32 Min.), Patrick Swazey (1:53 Min.), Colin Hanks (3:36 Min.), Henry Thomas (4:09 Min.), Ben Foster (3:17 Min) und Regisseur Greg Marcks (3:23 Min.). Abschließend beinhaltet die Disc noch 12 Programmtipps. --movieman.de