Meinung:
Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit spricht Dorian Hunter (Thomas Schmuckert), als er Dr. Demming (Peter Matic) einen Teil einer abstrusen Geschichte erzählt. Peter Matic macht auf mich als Dr. Demming und Sanatoriumsleiter eine gute Figur. Was soll der Leiter eines Sanatoriums davon halten, wenn er plötzlich etwas von einer Schwarzen Familie und eine speziellen Einheit des Secret Service ihrer Majestät, die gemeinsam Jagd auf Dämonen mit seinem Gegenüber macht, erzählt bekommt? Richtig! Aus dem Gesprächspartner wird ganz schnell ein Patient, der eine stressfreie Zeit in einem Bungalow des Sanatoriums verordnet bekommt, um wieder den Weg in die "Realität" zu finden.
Durch diesen verordneten Aufenthalt im Sanatorium gelingt es Dorian Hunter, wieder engeren Kontakt zu seiner Frau Lilian (Iris Artajo) zu knüpfen, die sich ebenfalls in diesem Sanatorium befindet. Lilian soll dort ihr Trauma überwinden, um wieder gestärkt ihren Weg gehen zu können. Iris Artajo spielt Lilian in ihrer Rolle als naive, sensible und fast kindliche Frau hervorragend.
Das genaue Gegenteil von einer scheinbar zerbrechlichen Frau wie Lilian ist Coco Zamis (Claudia Urbschat-Mingues), die Partnerin von Dorian Hunter. Coco verkörpert in ihrer Rolle eine starke und selbstbewusste Frau, die Dorian im Kampf gegen die Dunkelmächte stärkend zur Seite steht.
Wie sich jeder vorstellen kann, wohnen in diesem Sanatorium einige merkwürdige Bewohner. Die unterschiedlichen Charaktere und das Zusammenspiel inmitten mörderischer Geschehnisse, haben mir vortrefflich gefallen. Die Schwestern Hercy und Mercy, gesprochen von Luise Lunow und Jessy Rameik spielen ihre Rollen so prächtig, dass ich mir die tägliche Teezeremonie mit den Bewohnern und ihr Gebäck genauestens vorstellen konnte.
Weitere Sprecher sind in diesem Hörspiel Stefan Fredrich, Frank Gustavus, Eckart Dux, Kirstin Hesse, Jörg Reichlin, Leonhard Mahlich, Simona Pahl, Konrad Halver, Frank Felicetti, Tim Kreuer und Anette Gunkel.
Auch soundtechnisch gibt es für mich nichts zu bemängeln. Die Atmosphäre ist wieder finster und einige Handlungen, wie "Zwangsmaßnahmen", wirkten auf mich sehr bedrückend, da ich mir nie vorstellen möchte, irgendwo eingesperrt oder in meiner Handlungsfreiheit eingeschränkt zu sein.
Trotz verhängnisvoller Ereignisse blieb der Humor an einigen Stellen des Hörspiels nicht auf der Strecke und gewisse Szenen haben hat mich schon zum Lachen gebracht.
Dessen ungeachtet hatte ich jedoch das Gefühl, als wenn die Spannung während des Hörspiels etwas kippte und der letzte Teil mit den Schlussszenen kam mir doch etwas zusammengesetzt vor.
Fazit:
Insgesamt wieder eine gute Folge aus der Dorian Hunter Reihe, die sich nahtlos in die anderen Folgen des Dämönen-Killers Dorian Hunter einreiht und einen Platz im Hörspielregals der Fans dieses Genres verdient.