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9/11 - Der Kampf um die Wahrheit (TELEPOLIS) [Broschiert]

Marcus B. Klöckner
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

15. August 2011
Nach dem 11. Septembers 2001 entbrannte ein erbitterter Streit um die Deutungshoheit der Terroranschläge in den USA. Im Internet formierte sich eine Gegenöffentlichkeit, die den Verdacht äußerte, der 11. September könnte ein Akt von Staatsterror gewesen sein. Eine Lesart, die die Leitmedien empörte. Vertreter großer Medien bedienten daraufhin einen Journalismus, der mit einem hohen Grad an sprachlicher Gewalt versuchte, Gegenstimmen, die die offizielle Wirklichkeitskonstruktion zum 11. September hinterfragten, aus dem öffentlichen Diskurs auszuschließen. Reputierte Journalisten haben Skeptiker, die zumindest zum Teil völlig legitime Fragen aufwarfen, in ihren Medien diffamiert, psychiatrisiert und dehumanisiert.

Das Buch skizziert die Geschichte der als »Wahrheitsbewegung des 11. September« klassifizierten Gegenöffentlichkeit und beschreibt den Kampf zwischen Skeptikern und Medien. Die Reaktionen von etablierten Journalisten auf die Vorstöße der 9/11-Skeptiker in die Meinungsöffentlichkeit sind Gegenstand einer detaillierten Analyse.

Wird oft zusammen gekauft

9/11 - Der Kampf um die Wahrheit (TELEPOLIS) + Inside 9/11: Neue Fakten und Hintergründe zehn Jahre danach + 11.9. - zehn Jahre danach: Der Einsturz eines Lügengebäudes
Preis für alle drei: EUR 42,69

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Produktinformation

  • Broschiert: 218 Seiten
  • Verlag: Heise; Auflage: 1 (15. August 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3936931712
  • ISBN-13: 978-3936931716
  • Größe und/oder Gewicht: 22,2 x 15,8 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 213.692 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

textico.de

Mit der Diskussion um die Hintergründe der den Anschlägen vom 11. September in Amerika hat Autor Marcus B. Klöckner ein heißes Eisen in die Hand genommen: Fakten werden hier schnell mit Emotionen, Ängsten und kommerziellen Absichten vermischt; jeder beansprucht die Wahrheit und jeder scheint sie nach seinen Interessen zu manipulieren. Umso erstaunlicher und befreiender ist es dabei zuzusehen/zu lesen, wie Klöckner in seinem 9/11 - Der Kampf um die Wahrheit das "opensource Werkzeug" Diskursanalyse anwendet - nicht um die Faktenwahrheit zu beanspruchen, sondern die Argumentation, Begrifflichkeiten und Absichten der beiden großen 9.11.-Diskursführer "etablierte Medien" und "Verschwörungstheoretiker" oder auch Gegenöffentlichkeit oder Truth-Movement genannt, offen zu legen.

Wie beispielsweise schon Michel Foucault historische Diskurse etwa über Gefängisse/Strafe in Überwachen und Strafen oder Sexualität in Sexualität und Wahrheit und natürlich Wahnsinn und Gesellschaft mithilfe der Diskursanalyse betrachtete, blickt Klöckner weniger auf die wahren oder unwahren Fakten als auf die Art wie etwas von wem gesagt wird. Und schon liegt der "Krieg" zwischen den irren Verschwörungstheoretikern und den professionellen, lizenzierten Medien und Journalisten offen vor dem Leser.

9/11 - Der Kampf um die Wahrheit ist ein Lehrstück - die Eulen sind nicht, was sie scheinen und zwischen schwarz und weiß ist viel Platz für grau - das zu akzeptieren beinhaltet die größte Wahrheit von allen. --Wolfgang Treß/textico.de

Über den Autor

Marcus B. Klöckner studierte Soziologie, Medienwissenschaften und Amerikanistik an der Philipps-Universität in Marburg. Herrschafts- und Medienkritik kennzeichnen seine Arbeit als Journalist und Autor. Für Telepolis verfasste er unter anderem die Artikel »Terror und die deutschen Medien« und »Dem Phantom Bin Laden auf der Spur«.

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Kundenrezensionen

3.8 von 5 Sternen
3.8 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Im Vorfeld zum 10. Jahrestag des 11. September 2001 ist erwartungsgemäß eine ganze Reihe von Büchern erschienen, die sich den Terroranschlägen aus "verschwörungstheoretischer" Perspektive nähern und eine Gegenposition zur "offiziellen Version" zu 9/11 einnehmen. Neben Autoren wie Paul Schreyer und seinem "Inside 9/11" sind hier vor allem die "üblichen Verdächtigen" wie Mathias Bröckers, Andreas von Bülow oder Gerhard Wisnewski zu nennen, die alle bereits seit mehreren Jahren auflagenstarke Bücher dieser Art veröffentlicht haben und nun eine "Jubliäumsausgabe" nachgelegt haben.
Das Buch Klöckners lässt sich nur auf den ersten Blick dieser Gattung zuordnen. Es geht darin nämlich nicht um die letztgültige Klärung der Frage, inwieweit die "offizielle Version" der Wahrheit entspricht und was denn an diesem Tag nun "wirklich geschah". Vielmehr nimmt es sozusagen in einer Art Metaperspektive den Kampf zwischen den etablierten Medien und dem so genannten "9/11 Truth Movement" um die Deutungshoheit in Sachen 9/11 in den Blick, der nun fast schon seit fast 10 Jahren im Schwange ist.
Im ersten Teil gibt der Autor einen Aufriss über die Geschichte der international aufgestellten "Wahrheitsbewegung". Die flott geschriebene und gut lesbare Darstellung setzt dabei bei den konkreten Akteuren an und vermittelt ein lebhaftes Bild von der Heterogenität der Bewegung. Deren Personal rekrutiert sich nicht nur aus den erwähnten Protagonisten wie Bröckers und Co., sondern erstreckt sich von jungen amerikanischen Hobbyfilmern wie Dylan Avery mit seiner Dokumentation "Loose Change", Hinterbliebeneninitiativen wie den "Jersey Girls", oppositionellen Parteien in Japan bis hin zu Wissenschaftlergruppen wie den "Scholars for 911 Truth".
Im Anschluss an diesen Darstellungsteil widmet sich das Buch dem Phänomen des "9/11 Truth Movement" aus einer analytischeren Perspektive. In Abgrenzung zur üblichen medialen Stigmatisierung der Aktivisten als "Verschwörungstheoretiker" (mit den damit einhergehenden psychopathologischen Zuschreibungen), betrachtet Klöckner das "911-Truth Movement" als "moderne politische Protestbewegung", die sich aus der tiefen Skepsis gegenüber den Leitmedien und der Politik speist. Erfreulicherweise nimmt der Autor auch die kritischen Aspekte der "Wahrheitsbewegung" in den Blick ' was nach meinem Geschmack allerdings detaillierter hätte ausfallen können. So beklagt er völlig zu Recht den generell sehr freien Umgang mit Indizienketten, die bisweilen zu unhinterfragbaren Beweisen mutieren, sowie die oftmals sehr vereinfachende Sicht auf die Medien und ihre Abhängigkeit vom politischen Feld, wodurch diese nicht selten selbst als Teil der "großen Verschwörung" erscheinen.
Im zweiten Teil richtet das Buch den Fokus in ausgesprochen kritischer Weise auf die Gegenangriffe der Leitmedien, mit denen diese auf die 'ketzerische' Infragestellung ihres "Deutungsmonopols" durch die "Truther" antworteten. Anhand einer Detailanalyse zweier Zeitungsartikel und eines Interviews von Sandra Maischberger mit Andreas von Bülow rekonstruiert der Autor genau beobachtend die fragwürdigen und bisweilen offenkundig manipulativen rhetorischen Strategien der Medien. Die Analysen machen deutlich, mit welch hohem Maß an "sprachlicher Gewalt" die etablierten Medien die Akteure der Bewegung pauschal durch Zuschreibung einer paranoiden Störung oder eines Hangs zu Antisemitismus bzw. Antiamerikanisimus pathologisieren und moralisch stigmatisieren. Derart kommt auch klar zum Vorschein, dass die Medien trotz ihres vorgeblichen Anspruchs einer überlegenen Vernunft zur Abwehr der "Truther" selbst mit komplexitätsreduzierenden und irrationalen Erklärungsmuster operieren. Allerdings ist gerade mit der erkenntniserweiternden Funktion dieses Kapitels auch ein konzeptioneller Kritikpunkt verbunden. So ist es bedauerlich, dass diese interpretatorische Detailanalyse nicht auch - zumindest ansatzweise - für den Diskurs der "Wahrheitsbewegung" zum Einsatz kommt, deren Kritik der Autor wie angesprochen nur pauschal vornimmt. Durch diese Ungleichgewichtung wird die interessante Möglichkeit nicht genutzt, die meiner Meinung nach häufig nicht weniger fragwürdigen "Wirklichkeitskonstruktionen" der "Truther" ihrerseits zu beleuchten. Diese greifen z.B. durch stigmatisierende Begriffe wie "Medienbordell" oder der Verwendung von Ironie, die mangelnde argumentative Substanz überdeckt, nicht selten selbst auf bedenkliche rhetorische Strategien zurück.
Trotz dieses Kritikpunktes kann auch ich das Buch nur empfehlen, dessen Stärke vor allem darin besteht, sich weder den tendenziell vereinfachenden Polarisierungen der "offiziellen" noch der "alternativen" Positionen zu 9/11 zu verschreiben, sondern diese selbst zum Gegenstand der Reflexion zu machen. Genau darin liegt auch die Originalität des Buches begründet, dem das Verdienst zukommt, erstmals in systematischer Weise die bisher ungeschriebene Geschichte des "9/11 Truth Movements" und den damit verbundenen Kampf um die Wirklichkeit des 11. September 2001 zu beleuchten.
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein längst überfälliges Buch 20. August 2011
Am Donnerstag 18.8.11 war das bei "amazon.de" vorbestellte Buch "9/11-der Kampf um die Wahrheit" in zwei Exemplaren bei mir im Briefkasten. Gelesen hab' ich das Buch am gleichen Nachmittag: Diese Untersuchung war längst überfällig ! Endlich liegt erstmals eine akribisch recherchierte Geschichte der "9/11-truth-movement" in deutscher Sprache vor. In sehr informativen Analysen erfährt man alles Wissenswerte über die wichtigsten Köpfe, die zentralen Thesen und die unterschiedlichen Richtungskämpfe innerhalb der "Wahrheitsbewegung". Zugleich liefert der Autor Marcus B. Klöckner erstmals detailierte Analysen zum Umgang der bundesdeutschen Medien mit der "9/11-truth-movement". Der Spiegel, die Zeit, Sandra Maischberger etc.: Der Leser kann sich hier differenziert mit den Strategien der Informationsauslassung, mit der psychiatrisierenden Wirkungsweise der politischen Waffe "Verschwörungstheorie" auseinandersetzen. Zugleich legt sich der Autor bezüglich der Vorgänge an 9/11 nicht fest, sondern beschränkt sich ganz bewusst auf sein "journalistisches Handwerk", indem er den mittlerweile zehnjährigen "Meinungskampf" um die Deutungshoheit von 9/11 zwischen den Konzernmedien und einer 9/11-skeptischen Gegenöffentlichkeit darstellt. Viele Informationen liegen hier erstmals in deutscher Sprache vor. Klöckners Analysen zur "Wirklichkeitskonstruktion" durch die Mainstream-Medien sind brilliant. "Orwellsche Zustände" erscheinen in bedrohlicher Nähe, wenn der Autor mit einem Zitat das der modernen Sprache inhärente Gewaltmoment verdeutlicht:
"Wer die Sprache beherrscht, der beherrscht auch die Menschen. ... Die Beherrschung durch die Sprache scheint uns die vorläufig letzte Form der Versklavung von Menschen zu sein. ... In der Herrschaft durch die Sprache ist ein Herrschaftsgrad von Menschen über Menschen erreicht, demgegenüber physische Gewalt geradezu harmlos und veraltet erscheint" (S. 93).
Es bleibt zu hoffen, dass dieses Buch möglichst viele Leser findet.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zeit wurde es! 26. August 2011
Von Dirki112
Von Amazon bestätigter Kauf
Endlich! Mag man meinen. Es geht um "9/11 Der Kampf um die Wahrheit", von Marcus B. Klöckner, erschienen als Telepolis Buch im Heise Verlag. Es wurde dringend Zeit für dieses Buch, fast hätte man bis heute meinen können, es hätte niemand bemerkt und aufgearbeitet, wie unreflektiert die Medien nach dem 11. September die Erklärungs-Version des Weißen Hauses übernahmen. Und später, als sich Zweifel und eine Gegenöffentlichkeit formierten, während das Weiße Haus wiederholt der Lüge überführt wurde, wie eben diese Medien mit unfairen und unlauteren, nach Journalisten-Kodex verpöhnten Methoden gegen die 9/11-Zweifel ankämpften. Die "Verschwörungstheorie", als Kampfbegriff mit der Konnotation Schwachsinn, wurde gepflegt. Jede Hinterfragung wurde so unmöglich gemacht, der Preis der Wahrheit ins Unendliche getrieben.
Nun, damit ist nun Schluß. Klöckner legt mit seinem Werk eine erstmalige Aufarbeitung der Thematik vor. Klöckner, selbst Journalist, der schon für viele Printmedien gearbeitet hat, aber kein Nestbeschmutzer ist. Sondern jemand, der klar und analytisch vorgeht, um mit dem gebotenen Abstand diese eigentlich unfaßbare Mediengeschichte zu dokumentieren.

Er beginnt damit, die wichtigsten Köpfe der Gegenöffentlichkeit in Sachen 9/11 zu skizzieren. Dann wird das 9/11 Truth Movement inkl. Innenansicht vorgestellt und eine Darstellung der Ziele vorgenommen. Auch eine Kritik an diesen wird vorgetragen - zu Recht.
Denn viele Behauptungen und Thesen sogenannter 9/11 Truther sind ja auch in der Tat abenteuerlich, aber nur diese werden immer wieder widerlegt, während die Medien andere, heiklere - und bis heute unwiderlegte, aber falsifizierbare, wissenschaftliche Hypothesen und Themen nie behandeln. Klöckner differenziert dabei- journalistisch richtig:

"Allerdings trifft die veranschlagte Kritik bei Weitem nicht auf alle 9/11 Skeptiker zu. Der Schweizer Forscher Daniele Ganser, der US-9/11-Kritiker David Ray Griffin oder etwa der deutsche 9/11 Blogger Dirk Gerhardt dokumentieren in ihrer Arbeit zum 11. September Differenziertheit und um Sachlichkeit bemühte Aufklärung."

Danke für das Lob! Man darf eben nicht alle über einen Kamm scheren, anhand einzelner, abstruser und widerlegter Punkte alles in Bausch und Bogen und ohne weitere inhaltiche Beschäftigung verdammen! Genau das machen aber "Experten" wie Elmar Theveßen oder Prof. Bernd Greiner selbst heute noch in ihren kürzlich vorgelegten Büchern.

Eine Stelle im Buch, auf Seite 100, scheint mir besonders bezeichnend für diese Klientel zu sein. Dort geht es konkret um den Geschichtsprofessor und Historiker Wolfgang Wippermann und dessen Realitätsverzerrung (in Sachen von Bülow, wie diesem Antisemitismus untergeschoben wurde, durch Zitatfälschung!):

"Die Wortführer im Stigmatisierungskampf um den Begriff der Verschwörungsheorien [seien] längst nicht so glaubwürdig, ihre Sichtweise sei längst nicht so frei von Widersprüchen, wie sie es für sich beanspruchen und der Öffentlichkeit glaubend machen wollen. Es verwundert nicht, dass gerade die Journalisten, die den Begriff Verschwörungstheorien stigmatisiert sehen wollen, sich genau auf jene Wissenschaftler stützen, die mit dem Anspruch der Unumstößlichkeit erkannt haben wollen, was es mit den Phänomen der Verschwörungstheorien auf sich hat, also Wissenschaftler, die letztlich durch ihre Beiträge zur Diskussion doch nur erkennen lassen, wie großzügig die eigenen subjektiven Glaubensgrundsätze ihr "unantastbares Urteil" über Verschwörungstheorien wohl beeinflusst haben."

Zum Schluß folgt das beste am ganzen Buch, im letzten Kapitel "Die Leitmedien" entlarvt Klöckner die Methoden der Medien. Mit der sogenannten Sequenzanalyse werden die Artikel "Die September-Lüge" von Fichtner aus dem Spiegel 2002, "Ein Wahn stützt den anderen" von Jörg Lau, ebenfalls aus 2003, im Format "Die Zeit" publiziert, sowie Andreas von Bülows Auftritt bei Maischberger 2003, komplett auseinandergenommen und all der Schmutz entlarvt, der von den Medien im Kampf um die Wahrheit ausgekübelt wurde, um sich nicht inhaltlich mit den Thesen beschäftigen zu müssen. Die Artikel sind wirklich so übel, wie man sie in Erinnerung hat! Wo blieb der Aufschrei der ehrenwerten Journalisten? Warum hat es 7 Jahre gedauert, bis das überhaupt mal dokumentiert und aufgedeckt wird (mit Ausnahme der Arbeiterfotografie, die einzige mir bekannte Seite, welche systematisch alles dokumentiert hat!)

4 Sterne gebe ich diesem Buch. Nicht, weil irgendetwas von dem, was da steht, nur 4 Sterne verdient hätte. Es müssten 5 sein. Den Stern Abzug gibt es dafür, dass man an manchen Stellen den Eindruck hat, der Autor kommt viel zu kurz. Es hätte gerne eine tiefergehende Analyse geben können, weitere, detailliertere Ausführungen. Man lechzt förmlich danach! Wie in meinem Interview mit dem Autor, welches gleichzeitig mit dieser Rezension auf der Seite 911-archiv.net veröffentlicht wird, allerdings herauskam, war es die Vorgabe vom Verlag, die Seitenzahl einzugrenzen, Herr Klöckner hätte sonst auch 500 Seiten schreiben können.

Was mir inbesondere fehlt sind: Weitere, aktuelle Sequenz-analysierte Beispiele, nur um zu zeigen, dass sich bis heute kaum etwas an den entlarvten Methoden geändert hat. Nur beispielsweise sei da der Artikel von Andreas Mix vom Stern aus 2008, "Verzweifelte Verschwörungstheoretiker" genannt. Oder auch Beispiele aus dem Ausland, etwa "Popular Mechanics" oder die BBC mit Mike Rudin, um zu demonstrieren, dass auch dort nichts anders läuft.
Mir fehlt zudem eine theoretische Ableitung der Methoden aus den Fallbeispielen. Mir fehlt eine tiefere Behandlung des Themas "Desinformation", welche im Kampf um die Wahrheit ein ernstes Thema ist, sozusagen auch noch ein innerer Feind im 9/11 Truth Movement. Mir fehlt eine tiefere Analyse des Themas "Wirklichkeitskonstruktion" der Leitmedien. Vor allem die Themen "Filterung" und "Auslassung". Eine detaillierte Aufarbeitung darüber, dass nicht alle "Truther" die Medien als Mitglieder einer imaginären Verschwörung bezeichnen, sondern in Wirklichkeit eine ganz eigene Medienkritik entwickelt haben. Allerdings hat Herr Klöckner in oben erwähnten Interview einige meiner Kritikpunkte klären können. Die Geschichte des 9/11 Truth Movements und der Vertreter ist zudem wie vom Verlag angekündigt wirklich nur skizzenhaft und als grobe Übersicht für Neueinsteiger zu verstehen. Auch hier hätte es etwas mehr sein dürfen. 205 Seiten sind eindeutig zu wenig. Ökonomische Zwänge haben diesem sehr, sehr wertvollen Buch daher einen viel zu kleinen Rahmen gegeben und so auch geschadet. Freuen wir und daher auf die Fortsetzung, die ja eindeutig kommen muss! Und hoffentlich auch kommen wird!
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