Mathias Bröckers und Christian C. Walther haben ein neues Buch zum Thema 11.September 2001 geschrieben: "11.9 - zehn Jahre danach- Einsturz eines Lügengebäudes".
Für beide Autoren ist es ihre jeweils dritte Veröffentlichung zum Thema. Und durch die zusammengelegte Kompetenz auch das mit Abstand beste, was bisher überhaupt über 9/11 publiziert wurde. Und vielleicht jemals wird.
Das ist keine einfache Behauptung von mir, nur weil ich jeder Publikation zum Thema, die Licht ins Dunkle bringen möchte, eh wohlgesonnen bin. Im folgenden möchte ich meine Einschätzung anhand einer Rezension des Buches ausführlich begründen.
Bisher war jedes Buch über den 11. September 2001, welches sich kritisch mit der offiziellen Version beschäftigte, immer mit dem Label Verschwörungstheorien gebrandmarkt worden. Jede Spekulation, jede Ungenauigkeit, jede Hinterfragung wurde so unmöglich gemacht. Nun drehen Bröckers und Walther den Spieß um. Ihr Buch handelt nicht von Verschwörungstheorien. Sondern nur von genau einer Verschwörungstheorie. Singular. Und diese Verschwörungstheorie ist die offizielle Version. Ein Mythos. Eine Legende. Eine Glaubensangelegenheit. Welche sie nicht akzeptieren, weil sie George Bush Aufforderung vor der UN "niemals frevelhafte Verschwörungstheorien zu akzeptieren", wörtlich nehmen. Nach einer sehr allgemein gehaltenden Einleitung, in der die Autoren einen generellen Überblick liefern und begründen, warum sie sich genötigt sahen, noch ein Buch zum Thema publizieren, wird diese Verschwörungstheorie auf zwei Seiten geschildert.
Und dann geht es rund. Jeder einzelne Punkt dieser Verschwörungstheorie wird mit Fakten zerlegt. Und zwar auf eine Art und Weise, denen selbst Spiegel-Redakteure nicht gewachsen sein werden. Weil die Fakten für sich selbst sprechen. Jeder einzelne dieser insgesamt 38 Punkte wäre ausreichend, die Forderung nach einer Neu-Untersuchung der Ereignisse in einer aufrichtigen Welt sofort und unmissverständlich zu unterstützen- insbesondere durch alle Medien. Und diese Punkte sind mehr als quellenverbürgt - auf über 50 Seiten am Ende des Buches sind diese angeführt.
Bröckers und Walther versuchen dabei nicht einmal ansatzweise, alternative Deutungs- oder Sichtweisen vorzuschlagen, sie berichten höchstens beispielsweise an vereinzelten Stellen über die "Dispute", welche Kritiker der offiziellen Version und die sogenannten "Debunker", also die Verteidiger der offiziellen Version und "Verschwörungstheorie"-Kritiker ausführen, aber ohne diese zu bewerten. Statt dessen wird am Ende der jeweils sehr kurz gehaltenden Kapitel, welche eine durchaus sehr komplex zu nennende Zahl von Fakten zu wenigen Sätzen höchst eloquent komprimiert, einer noch imaginären Staatsanwaltschaft Amtshilfe geleistet. In dem vermerkt wird, welche Zeugen zu hören, welche Akten zu sichten seien, damit die Sachverhalte eindeutig aufgeklärt werden können. Ein brillanter Ansatz. Der allein das Buch bemerkenswert macht.
Gleich das erste Kapitel beschäftigt sich mit dem wichtigsten Punkt, dem Mythos, dass die sogenannte "9/11 Commission" mit ihrem Report bereits eine ernsthafte Aufklärung der Anschläge geleistet hätte. Dies wird aber so etwas von "debunkt", dass keine Zweifel offen bleiben, warum es ein solches Buch - und eine neue Untersuchung zum Thema - braucht.
Angefangen von der Schilderung, wie die Bush-Regierung anfangs jede Ermittlung torpedierte, über die Aussage: "Wir wurden gegründet, um zu versagen", was die beiden Vorsitzenden Keane/Hamilton anfangs von ihrer Mission dachten, wobei sie später ihren eigenen Mythen Glauben schenkten. Über die Rolle von Terrorentwicklungshelfer Philip Zelikow. Und wie der Report von ihm vorbestimmt und manipuliert wurde. Und und und...
Wirklich beinahe jedes fragwürdiges Kapitel der Anschläge wird behandelt. Finanzierung der Anschläge. Hintermänner. Beweise für die Täterschaft. Die Luftabwehr. Anthrax. Whistleblower.
Meist benutzen die Autoren eine Unterkapitelbeschreibung, welche eine Persiflage auf die offizielle Version darstellen, etwa: "Geheimdienste- ohne Vorkenntnisse". Oder: "Irrelevant: Raytheon". Wobei dann natürlich die Fakten wieder so etwas von eindeutig eine ganz bestimmte Richtung vorgeben- weshalb jede Staatsanwaltschaft auf dieser Welt aufgefordert ist, endlich zu handeln!
Auch sensible Themen wie etwa die möglichen Verbindungen bestimmter "Kunststudenten" und "Umzugshelfer" zum Plot werden nicht ausgespart. Als weitere Ansatzpunkte für echte Ermittlungen! Erstmalig behandeln die Autoren in diesem Rahmen auch das Thema "Mögliche Beweise für Sprengungen", da die Einstürze von WTC 1, 2 und 7 physikalische Grundgesetze verletzen würden. Die Forschungen dazu sind noch kein Beweis. Aber eine echte, unabhängige, staatsanwaltschaftliche Untersuchung könnte diese zu Beweisen machen.
Im Nachwort geht es um den Ausblick und die Frage, ob wir nicht alle Schuld sind an diesem Tag, weil wir einerseits unseren Lebensstandard halten, aber nicht hinterfragen oder wissen wollen, was dafür notwendig ist, um die Ressourcen zu sichern. Auch unser ehemaliger Bundespräsident Horst Köhler wird dabei angesprochen. Ihm wurde kein Denkmal gesetzt, als er dies ansprach, sondern nach einer Welle der Entrüstung trat er zurück. "Dick" und "Don" hingegen sollten wir ein Denkmal bauen. Wenigstens ein temporäres. Als Dank für Selbsterkenntnis und Grundlage für eine neue, bessere Zukunft.
Mein Fazit:
Ich habe niemals etwas intelligenteres zu 9/11 gelesen! Das vorgelegte Buch reicht beinahe an eine Enzyklopädie heran, wobei es natürlich nicht so verknappt ist. Aber ein Lesegenuss sind die kurzen, übersichtlich gehaltenden Kapitel schon. Ein sehr komplexes Thema wird so auch für Leute les- und begreifbar, welche sich noch nie mit dem Thema auseinander gesetzt haben. Und nichts von Verschwörungstheorien halten.
Dieses Buch hätte auf der Sterne-Skala 7 Sterne mit Plus verdient, wenn es denn eine solche Kategorie geben würde. So bleiben mir nur die 5 Sterne, die das Buch absolut verdient hat. Als Erinnerung für spätere Generationen, die fragen werden, warum wir angeblich nichts gewusst haben- und dann mit den Fingern auf dieses Buch zeigen werden. Ein neues Meisterwerk deutscher Journalisten, vom kümmerlichen Rest, der letzten Bastion, welche kritisches Denken nicht verlernt und sich die Unabhängigkeit bewahrt hat. Ein Buch, welches auch in 40 Jahren noch als Handbuch dienen wird, um an Universitäten Medienkompetenz zu lehren. Und den heutigen Schnarch-Journalisten das Fürchten. Weswegen es meiner Einschätzung nach nicht sonderlich gut für die Prognose der öffentliche Aufnahme von "Einsturz eines Lügengebäudes" aussieht, so ähnlich wie bei dem Film "Loose Change- Final Cut", haben sich die Publikationen so evoluiert, dass man sie nicht mehr ernsthaft angreifen kann, nicht mal mehr mit persönlichen Attacken, so dass es eher Schweigen ernten wird. Ansonsten würden Lügengebäude einstürzen. Laut und krachend. Denn dieses Buch ist die Totalentlarvung aller "Nachrichten" publizierenden, heuchelnden Medien. Das ist die ganze, hässliche Wahrheit. Hoffentlich, dennoch, wird dieses bemerkenswerte Buch neben Paul Schreyers "Inside 9/11" und dem demnächst erscheinenden Buch "9/11: Der Kampf um die Wahrheit" von Marcus Klöckner die anstehenden Debatten zum kommenden 10. Jahrestag der Anschläge anregen, und enorm versachlichen und so letztlich den Diskurs bestimmen... PS: Im 911-archiv.net kann man ein Interview mit den Autoren Bröckers und Walther finden!