| |||||||||||||||
![]() Gutschein erhalten
Tauschen Sie jetzt 101 Reykjavik gegen einen Amazon-Gutschein in Höhe von EUR 1,45 ein - einlösbar für Tausende von Artikeln bei Amazon.de. Entdecken Sie mehr eintauschbare Bücher im Bücher Trade-In Shop. Bitte beachten Sie die Teilnahmebedingungen.
|
Produktinformation
|
Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden(Was ist das?)Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
|
|
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel:
|
||||||||||||||||||||||
|
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
38 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Nightlife in Island,
Von t.kuerten "T.Kuerten" (Düsseldorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: 101 Reykjavik (Gebundene Ausgabe)
Ein junger, frecher Roman, der in Island Kultstatus besitzt und kürzlich als hinreißende Komödie verfilmt wurde. Hlynur Björn ist ein Taugenichts, der die Tage verschläft und die Nächte in den Kneipen und Bars Reykjaviks verbringt. Mit seinen 33 Jahren lebt er noch immer bei seiner Mutter, die gerade ihre Neigung zu einer gleichgeschlechtlichen Beziehung entdeckt. Beziehungen zu anderen Menschen lässt Hlynur selbst nicht zu, er verachtet sie vielmehr. Jede Frau, der er begegnet, wird von ihm danach bewertet, wie viel Geld er für eine Nacht mit ihr bezahlen würde.Der in nur 3 Kapitel eingeteilte Roman hat eine originelle und tiefsinnige Handlung und brilliert mit überragender Erzählkunst. Durchweg werden die wirren Gedankengänge Hlynurs erzählt. Viele Wortspielereien, Wortschöpfungen und abstrus wirkende Assoziationen lenken die Handlung des Buches. Besonders beeindruckend finde ich die Schilderung der getrübten Gedankengänge, während Hlynur betrunken oder auf einem Ecstasy-Trip ist. Trotzdem gelingt es mir als Leser nicht, eine Nähe zum Charakter Hlynur aufzubauen. Zu fremd erscheint mir seine Einstellung zum Leben, sein bitterer Zynismus und seine Streitsucht. Bewundernswert die Geduld seiner Mitmenschen mit ihm. Oftmals ist es schwer, Zwiegesprächen zu folgen, da sie seitenlang von Hlynurs Gedanken unterbrochen sind, der vollkommen vom Gesprächsthema abschweift. Insgesamt ein Roman, den ich aufgrund seines anspruchsvollen Erzählstils und einer einfallsreichen und gesellschaftskritischen Handlung empfehlen möchte, der aber wohl die notwendige Konzentration beim lesen für sich beansprucht. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Gewöhnungsbedürftige Unterhaltung,
Rezension bezieht sich auf: 101 Reykjavík: Roman (Taschenbuch)
Pornos gucken, saufen, rauchen, Mädchen anbaggern, bis in die Puppen schlafen. Sich einen runterholen, wieder ab in die Kneipe, Mädchen aufreißen. Willkommen in Hlynurs Leben!Hlynur hat keine wirklichen Erfolge vorzuweisen: mit über dreißig Jahren wohnt er immer noch bei Mutti, Arbeiten scheint für ihn ein Fremdwort zu sein, stattdessen gammelt er auf dem Sofa rum und guckt Pornos. Und Frauen sind eh nur für das Eine gut. Trotz seines Alters verhält er sich wie ein putertärer Teenie. Die Mädchen, die er aufreißt, sind für ihn bedeutungslos, ihren Wert misst er an dem Geldbetrag, den er dafür bezahlen würde, mit ihnen eine Nacht zu verbringen. Nur mit Lolla ist es anders. Lolla ist die lesbische Freundin seiner Mom, Suchtberaterin und wohnt seit Kurzem bei ihnen. Ein One-Night Stand mit ihr hat ungeahnte Folgen und wirbelt sein faules Leben ganz schön durcheinander... "Kneipennächte. Familienfeiern. Mädchen und Masturbation." So wird Fritz Göttler von der Süddeutschen auf der Rückseite des Buches zitiert, und damit fasst er den Inhalt des Buches ziemlich gut zusammen. Beim Lesen dieses Buches war ich hin- und hergerissen zwischen meiner Bewunderung für Helgasons ungewöhnlichen, einzigartigen Schreibstil und meiner Abneigung für den männlichen Protagonisten. Hlynur macht es einem nämlich wirklich nicht leicht, mit ihm warm zu werden. Ständig macht er sexuelle Anspielungen und läuft quasi mit Dauererektion durch die isländische Hauptstadt, weil er allen Frauen auf die Brüste starrt oder fantasiert, wie sie wohl nackt aussehen. Außer Sex scheint es in seinem Leben auch nichts zu geben, was ihn richtig interessiert. Er hat keine Arbeit, keine Hobbys abgesehen vom Masturbieren und Pornos gucken. Er macht sich einen Jux daraus, seiner Schwester die Pille zu klauen, damit sie schwanger wird und guckt anderen ganz ungeniert beim Sex zu. So skurril das auch klingt, war es doch nicht so sonderlich spannend, über sein Leben zu lesen, dazu hatte das Buch einfach zu viele Längen. Insgesamt gesehen könnte man die Handlung wohl in wenigen Sätzen zusammenfassen. Interessant wurde es erst nach seinem Stelldichein mit Lolla, denn da schreitet die Geschichte endlich voran. Obwohl es durchaus den Anschein hat, geht es in diesem Buch nämlich natürlich nicht nur um Sex, auch wenn das für mich den größten Teil des Buches ausgemacht hat. Zugleich ist es auch eine unübliche Geschichte über das Erwachsenwerden und das Finden zu sich selbst. Helgason schreibt wie gesagt sehr ungewöhnlich, so dass ich besonders am Anfang das Gefühl hatte, Hlynur würde eine ganz andere Sprache sprechen als ich, weil seine Gedanken rasend schnell hin- und herflitzen und er zeitweise nur mit Schlagwörtern um sich schmeißt. Beim Lesen schwankte ich dabei zwischen den Eindrücken "unheimlich toll und einzigartig geschrieben" und "was ist das für ein perverser Mist?". Beispiel gefällig? "Ich pinkle im Sitzen, damit ich dabei in der Nase bohren kann. In der Nase herrscht hochalpines Klima. Alles so trocken darin. Steige über Grate in den linken Kamin. Getrocknetes Blut. In einem Seitental finde ich eine weiche Quelle und fördere drei gute Portionen zu Tage. Schöner, hellbrauner, leckerer Matsch. Nichts ist besser auf nüchternen Magen als Popel. Bildet eine gute Schleimgrundlage für Cheerios und Kaffee. Wohnzimmer. Ich frage ihre Hoheit. Lolla. 'Sag mal, hast du vielleicht etwas Popel in der Nase?' 'Was?' 'Popel. Bei mir sind irgendwie magere Zeiten angesagt. Mir fehlt etwas.' 'Aha. Nein. Ich bin auch total trocken.'" Solche Passagen haben mich öfters als einmal überlegen lassen, warum ich dieses Buch überhaupt noch lese. Dann wiederum äußert Hlynur zeitweise so kluge Einsichten über sich und das Leben, dass ich einfach nur den Hut vor Helgasons Schreibkunst ziehen konnte und mich verwundert gefragt habe, ob da gerade dieselbe Person spricht. Ich muss ehrlich gestehen, hätte ich das Buch nicht rezensieren müssen, hätte ich es wohl weggepackt. Ich habe von der Geschichte einfach etwas anderes erwartet und die Handlung geht zu langsam voran, als dass sie mich fesseln konnte. Trotzdem ist "101 Reykjavik" kein schlechtes Buch, ich war nur nicht die richtige Leserin dafür. Vielleicht sucht das Buch einfach nach jemandem, der nicht von Hlynurs ständigen Gedanken über Sex, Geschlechtsteile und Körperflüssigkeiten genervt ist und sich stattdessen am Gesamtkonzept von Hlynurs skurrilen Leben erfreuen kann. Mich konnte das Buch zwar leider nicht begeistern. Eins aber kann ich sagen: es war auf jeden Fall mal etwas ganz anderes! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Das Gesicht ist alles, was ich bin.,
Von
Rezension bezieht sich auf: 101 Reykjavik (Gebundene Ausgabe)
Der Roman zeichnet einen Ausschnitt aus Hlynurs Leben im Zentrum Reykjaviks. Hlynur sieht sich selbst als das 'typische Beispiel eines Menschen, der innerlich so voll Leere ist, dass er alles tut, was er kann, um in Schwierigkeiten zu landen'. Er produziert drei Schwangerschaften: seiner Schwester, ihr versteckt er eine Antibabypille; Hófí, der Frau, mit der hin und wieder Sex hat (aber bloß nicht mehr); und Lolla, der neuen lesbischen Freundin seiner Mutter.Doch Hlynur scheut Verantwortung. Er hat Angst vor dem Leben, dem Sein, Frauen allgemein, Gefühlen 'gans' besonders, und natürlich Arbeit. Er hält den 'Umgang mit Menschen nur im Fernsehen' aus, er konsumiert Nikotin und andere Drogen in rauen Mengen, er träumt von Sex, ohne ihn in Wirklichkeit er-leben zu können. Hin und wieder krabbelt seine Todessehnsucht an die Oberfläche. Der Autor spiegelt Hlynurs Da-sein in der isländischen Gesellschaft direkt in seinem Roman. Irres Geschwafel, verzerrte Wahrnehmungen, konfuse Assoziationen; alles, was ein Mensch unter Drogen erlebt, werden in wirre Sätze gekleidet. Wortspiele zeigen das infantil-philosophische Denken des beziehungsunfähigen Protagonisten. Das sinnlose Geschwätz, auf dem in Bars und Kneipen das Zusammensein basiert, ermüdet den Leser immer wieder in einfachsten, banalen Sätzen. Manchmal wirkt vieles recht plakativ, aber meist sehr treffend und witzig. Insgesamt ist das Werk ein wenig zu lang geraten. Es bietet aber einen bizarr-ironischen Blick auf das eigenwillige Leben der wenigen Menschen auf dem dunklen Eisland. Nette Anmerkung zum Schluss: Hlynurs Preisliste für alle Frauen, die ihn auf irgendeine Art interessieren, rundet das Buch lapidar ab. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel: Eigene Rezension erstellen
|
Die neuesten Kundenrezensionen |
|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
|