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101 Reykjavík: Roman
 
 
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101 Reykjavík: Roman [Taschenbuch]

Hallgrímur Helgason , Karl-Ludwig Wetzig
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 448 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Januar 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423212586
  • ISBN-13: 978-3423212588
  • Originaltitel: 101 Reykjavík (Mal og menning, Reykjavík)
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 23.142 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Hallgrímur Helgason
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Eine Kömödie aus Island! Was tun die Leute im Winter in einem Land, wo keine Sonne scheint, wo es ohne Unterbrechung schneit und wo sogar die Gespenster zu Tode langweilen. Und man bleibt nur, weil man dort geboren ist. '101 Reykjavik' ist eine schräge Komödie um den 34jährigen Hlynur, einen ziemlichen Versager, der die Tage im Bett vergammelt und im Internet nach Pornos surft und auch sonst wenig Sinnvolles tut. Er lebt noch bei seiner Mutter, und wenn er mal weggeht, dann bloß nachts zum Kneipenbummel mit seinen Kumpels. Er hat zwar alle möglichen Freundinnen, doch scheint sein Interesse eher theoretischer Natur: er führt Listen, in denen er penibel den Marktwert seiner Freundinnen und anderer Frauen einträgt. Nur mit Lolla ist es anders. Sie ist Drogenberaterin und in seine Mutter verliebt, was sie dennoch nicht hindert, sich von ihm verführen zu lassen. Der one-night stand hat dummerweise Folgen - Hlynur, der sich verbissen weigert, seine gemütliche kleine Welt zu verlassen, dämmert es allmählich, daß das Leben ganz und gar nicht so läuft, wie er es sich gedacht hat. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Über den Autor

Hallgrímur Helgason 1959 in Reykjavík geboren, arbeitet seit 1982 als Autor und bildender Künstler in seiner Heimatstadt. Neben seinen bislang vier Romanen hat er Bühnenstücke und Gedichte verfasst und zeichnet eine Comicserie für eine isländische Zeitung.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
38 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Nightlife in Island 9. September 2002
Von t.kuerten
Format:Gebundene Ausgabe
Ein junger, frecher Roman, der in Island Kultstatus besitzt und kürzlich als hinreißende Komödie verfilmt wurde. Hlynur Björn ist ein Taugenichts, der die Tage verschläft und die Nächte in den Kneipen und Bars Reykjaviks verbringt. Mit seinen 33 Jahren lebt er noch immer bei seiner Mutter, die gerade ihre Neigung zu einer gleichgeschlechtlichen Beziehung entdeckt. Beziehungen zu anderen Menschen lässt Hlynur selbst nicht zu, er verachtet sie vielmehr. Jede Frau, der er begegnet, wird von ihm danach bewertet, wie viel Geld er für eine Nacht mit ihr bezahlen würde.

Der in nur 3 Kapitel eingeteilte Roman hat eine originelle und tiefsinnige Handlung und brilliert mit überragender Erzählkunst. Durchweg werden die wirren Gedankengänge Hlynurs erzählt. Viele Wortspielereien, Wortschöpfungen und abstrus wirkende Assoziationen lenken die Handlung des Buches. Besonders beeindruckend finde ich die Schilderung der getrübten Gedankengänge, während Hlynur betrunken oder auf einem Ecstasy-Trip ist.

Trotzdem gelingt es mir als Leser nicht, eine Nähe zum Charakter Hlynur aufzubauen. Zu fremd erscheint mir seine Einstellung zum Leben, sein bitterer Zynismus und seine Streitsucht. Bewundernswert die Geduld seiner Mitmenschen mit ihm. Oftmals ist es schwer, Zwiegesprächen zu folgen, da sie seitenlang von Hlynurs Gedanken unterbrochen sind, der vollkommen vom Gesprächsthema abschweift.

Insgesamt ein Roman, den ich aufgrund seines anspruchsvollen Erzählstils und einer einfallsreichen und gesellschaftskritischen Handlung empfehlen möchte, der aber wohl die notwendige Konzentration beim lesen für sich beansprucht.

War diese Rezension für Sie hilfreich?
8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von kleinfriedelchen TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Pornos gucken, saufen, rauchen, Mädchen anbaggern, bis in die Puppen schlafen. Sich einen runterholen, wieder ab in die Kneipe, Mädchen aufreißen. Willkommen in Hlynurs Leben!

Hlynur hat keine wirklichen Erfolge vorzuweisen: mit über dreißig Jahren wohnt er immer noch bei Mutti, Arbeiten scheint für ihn ein Fremdwort zu sein, stattdessen gammelt er auf dem Sofa rum und guckt Pornos. Und Frauen sind eh nur für das Eine gut. Trotz seines Alters verhält er sich wie ein putertärer Teenie. Die Mädchen, die er aufreißt, sind für ihn bedeutungslos, ihren Wert misst er an dem Geldbetrag, den er dafür bezahlen würde, mit ihnen eine Nacht zu verbringen.
Nur mit Lolla ist es anders. Lolla ist die lesbische Freundin seiner Mom, Suchtberaterin und wohnt seit Kurzem bei ihnen. Ein One-Night Stand mit ihr hat ungeahnte Folgen und wirbelt sein faules Leben ganz schön durcheinander...

"Kneipennächte. Familienfeiern. Mädchen und Masturbation." So wird Fritz Göttler von der Süddeutschen auf der Rückseite des Buches zitiert, und damit fasst er den Inhalt des Buches ziemlich gut zusammen.

Beim Lesen dieses Buches war ich hin- und hergerissen zwischen meiner Bewunderung für Helgasons ungewöhnlichen, einzigartigen Schreibstil und meiner Abneigung für den männlichen Protagonisten. Hlynur macht es einem nämlich wirklich nicht leicht, mit ihm warm zu werden. Ständig macht er sexuelle Anspielungen und läuft quasi mit Dauererektion durch die isländische Hauptstadt, weil er allen Frauen auf die Brüste starrt oder fantasiert, wie sie wohl nackt aussehen. Außer Sex scheint es in seinem Leben auch nichts zu geben, was ihn richtig interessiert. Er hat keine Arbeit, keine Hobbys abgesehen vom Masturbieren und Pornos gucken. Er macht sich einen Jux daraus, seiner Schwester die Pille zu klauen, damit sie schwanger wird und guckt anderen ganz ungeniert beim Sex zu.

So skurril das auch klingt, war es doch nicht so sonderlich spannend, über sein Leben zu lesen, dazu hatte das Buch einfach zu viele Längen. Insgesamt gesehen könnte man die Handlung wohl in wenigen Sätzen zusammenfassen. Interessant wurde es erst nach seinem Stelldichein mit Lolla, denn da schreitet die Geschichte endlich voran. Obwohl es durchaus den Anschein hat, geht es in diesem Buch nämlich natürlich nicht nur um Sex, auch wenn das für mich den größten Teil des Buches ausgemacht hat. Zugleich ist es auch eine unübliche Geschichte über das Erwachsenwerden und das Finden zu sich selbst.

Helgason schreibt wie gesagt sehr ungewöhnlich, so dass ich besonders am Anfang das Gefühl hatte, Hlynur würde eine ganz andere Sprache sprechen als ich, weil seine Gedanken rasend schnell hin- und herflitzen und er zeitweise nur mit Schlagwörtern um sich schmeißt. Beim Lesen schwankte ich dabei zwischen den Eindrücken "unheimlich toll und einzigartig geschrieben" und "was ist das für ein perverser Mist?". Beispiel gefällig?

"Ich pinkle im Sitzen, damit ich dabei in der Nase bohren kann. In der Nase herrscht hochalpines Klima. Alles so trocken darin. Steige über Grate in den linken Kamin. Getrocknetes Blut. In einem Seitental finde ich eine weiche Quelle und fördere drei gute Portionen zu Tage. Schöner, hellbrauner, leckerer Matsch. Nichts ist besser auf nüchternen Magen als Popel. Bildet eine gute Schleimgrundlage für Cheerios und Kaffee.
Wohnzimmer.
Ich frage ihre Hoheit. Lolla.
'Sag mal, hast du vielleicht etwas Popel in der Nase?'
'Was?'
'Popel. Bei mir sind irgendwie magere Zeiten angesagt. Mir fehlt etwas.'
'Aha. Nein. Ich bin auch total trocken.'"

Solche Passagen haben mich öfters als einmal überlegen lassen, warum ich dieses Buch überhaupt noch lese. Dann wiederum äußert Hlynur zeitweise so kluge Einsichten über sich und das Leben, dass ich einfach nur den Hut vor Helgasons Schreibkunst ziehen konnte und mich verwundert gefragt habe, ob da gerade dieselbe Person spricht.

Ich muss ehrlich gestehen, hätte ich das Buch nicht rezensieren müssen, hätte ich es wohl weggepackt. Ich habe von der Geschichte einfach etwas anderes erwartet und die Handlung geht zu langsam voran, als dass sie mich fesseln konnte. Trotzdem ist "101 Reykjavik" kein schlechtes Buch, ich war nur nicht die richtige Leserin dafür. Vielleicht sucht das Buch einfach nach jemandem, der nicht von Hlynurs ständigen Gedanken über Sex, Geschlechtsteile und Körperflüssigkeiten genervt ist und sich stattdessen am Gesamtkonzept von Hlynurs skurrilen Leben erfreuen kann.

Mich konnte das Buch zwar leider nicht begeistern. Eins aber kann ich sagen: es war auf jeden Fall mal etwas ganz anderes!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Mimir TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Der Roman zeichnet einen Ausschnitt aus Hlynurs Leben im Zentrum Reykjaviks. Hlynur sieht sich selbst als das 'typische Beispiel eines Menschen, der innerlich so voll Leere ist, dass er alles tut, was er kann, um in Schwierigkeiten zu landen'. Er produziert drei Schwangerschaften: seiner Schwester, ihr versteckt er eine Antibabypille; Hófí, der Frau, mit der hin und wieder Sex hat (aber bloß nicht mehr); und Lolla, der neuen lesbischen Freundin seiner Mutter.

Doch Hlynur scheut Verantwortung. Er hat Angst vor dem Leben, dem Sein, Frauen allgemein, Gefühlen 'gans' besonders, und natürlich Arbeit. Er hält den 'Umgang mit Menschen nur im Fernsehen' aus, er konsumiert Nikotin und andere Drogen in rauen Mengen, er träumt von Sex, ohne ihn in Wirklichkeit er-leben zu können. Hin und wieder krabbelt seine Todessehnsucht an die Oberfläche.

Der Autor spiegelt Hlynurs Da-sein in der isländischen Gesellschaft direkt in seinem Roman. Irres Geschwafel, verzerrte Wahrnehmungen, konfuse Assoziationen; alles, was ein Mensch unter Drogen erlebt, werden in wirre Sätze gekleidet. Wortspiele zeigen das infantil-philosophische Denken des beziehungsunfähigen Protagonisten. Das sinnlose Geschwätz, auf dem in Bars und Kneipen das Zusammensein basiert, ermüdet den Leser immer wieder in einfachsten, banalen Sätzen. Manchmal wirkt vieles recht plakativ, aber meist sehr treffend und witzig.

Insgesamt ist das Werk ein wenig zu lang geraten. Es bietet aber einen bizarr-ironischen Blick auf das eigenwillige Leben der wenigen Menschen auf dem dunklen Eisland.

Nette Anmerkung zum Schluss: Hlynurs Preisliste für alle Frauen, die ihn auf irgendeine Art interessieren, rundet das Buch lapidar ab.
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Vor 2 Monaten von chsba veröffentlicht
Verworrener Lebensalltag eines Suchenden
Vermutlich muss man bekifft sein, um diese Geschichte als durchgängig nachvollziehbar und sinnvoll zu erachten. Bei mir ist der Roman leider durchgefallen. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Uli Geißler veröffentlicht
islandsagas
mit der Literatur Islands wurde ich intensiv auf der Frankfurter Buchmesse 2011 (Ehrengast) bekannt. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von arabrab veröffentlicht
erfrischend anders? - nein, ermüdend und enttäuschend!
das tv-porträt über den autor, aufgrund des schwerpunktthemas island auf der frankfurter buchmesse 2011 mehrmals ausgestrahlt, hat mich motiviert, diesen roman zu kaufen. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von wolf k veröffentlicht
zotig und derb - und doch fünf sterne
hlynur, der antiheld der geschichte, ist ein looser auf hohem niveau. während drogen, alkohol und sex (am besten gleichzeitig) sein denken und handeln leiten, sondert er... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Karl-heinz Biebl veröffentlicht
isländisch
tja,einmalig beschreibt es gut was ich da heute zuende gelesen habe. Hlynur ist einzigartig in seiner Sprache seinem Denken und vorallem seinem handeln... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. Juli 2009 von jujan
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