Die 101 Beispiele von Hotelzimmern auf 232 Seiten sind mit Text und Fotos, in vielen Fällen mit räumlichen Zeichnungen, Grundrissen und Detailskizzen oder Ansichten dargestellt. Den Prozess des Planens, der Ideenfindung, zeigen diese Darstellungen leider nicht, aber allein die Pläne zu den Raumbildern geben dem Laien, dem Hotelbtreiber und dem Planer die Möglichkeit, den Raum in seinem Aufbau verstehen zu können, wobei der Wechsel zwischen Foto und Zeichnung das Buch sehr abwechslungsreich macht. Zu manchen Beispielen sieht man Materialcollagen oder einzelne Designentwicklungen. Die Hotels werden in alphabetischer Reihenfolge vorgestellt, Randinformationen geben Aufschluss über Hotelkategorie, Ort, Größe und Aufgabenstellung, zu der im Text erweiternde Informationen geben werden.
Das Buch ist ganz bestimmt eine Fundgrube für Studenten, Gestalter, vor allem aber für Hotelausstatter und Hotel-Betreiber, die durch die Vielfalt der Beispiele und Locations die große Palette an gestalterischen Möglichkeiten sehen können.
Leider erlaubt diese Art der Präsentation nicht ins Detail zu gehen, mehr über die eingesetzten Materialien oder gar Produkte zu erfahren.
Besonders spannend finde ich diesen Streifzug durch die 101 Hotelzimmer, weil sie sich in mehr als zehn verschiedenen Ländern befinden, die auch Einfluss auf die die Gestaltung haben. Nach dieser langen Reise durch geplante und gebaute Hotelräume hat der Leser durchaus eine Vorstellung von der gestalterischen Handschrift des Innenarchitekturbüros Kretschmar-Joehnk.
Ingrid Wenz-Gahler, Designpublizistin, Frankfurt