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26 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Tolle Übungen mit wenig Beobachtungshilfen, 28. Oktober 2005
Dieses Buch bietet in der Tat so viele Übungen, dass man wohl aus zeitlichen Gründen niemals alle ausprobieren wird. Pro Seite (DIN-A5 im Querformat) werden durchschnittlich drei bis vier Übungen vorgestellt. Doch so Manches ist negativ, was den Wert des Buches aber nicht wirklich schmälert.Der Zuspieler ist im Buch Passeur und der Bagger ist Manchette (ein Schweizer Buch!). Dazu werden Fachwörter verwendet, die dem Anfängertrainer vielleicht gar nichts sagen werden. So z.B. peripheres Sehen, Differenzierungsfähigkeit und Sideout. Jedoch muss man diese Worte nicht verstehen, dienen sie „nur", die Ziele der Übung zu erklären. Um die Übungen umzusetzen muss man sie nicht verstehen. Aber es ist im Prinzip möglich, nur über die Ziele Übungen für das Training herauszusuchen, was ich sehr gut finde. Ein Rezensent meinte ja auch schon, dass die Gliederung unübersichtlich sei. Sucht man nach Übungen für einen bestimmten Bereich K1 oder K2 (Annahme-Angriff, Abwehr-Angriff) oder nur nach Annahmeübungen, sollte man jedoch fündig werden. Jedoch sollte man sich wohl wirklich die Zeit nehmen, die vielen Unterüberschriften anzuschauen. Es gibt 12 Kapitel (siehe unten), die wiederum in etwa 8 bis 17 Überschriften (= etwa 108 Überschriften) unterteilt sind. Sind halt 1005 Übungen, die katalogisiert und wieder gefunden werden wollen. Dem Trainer muss bewusst sein, dass er die Übungen abändern kann und soll. Viele Übungen werden die eigene Gruppe überfordern. Das Abändern in der Turnhalle schafft auf die Schnelle jedoch wohl nur ein erfahrener Trainer. Zum Beispiel bei einer Annahmeübung, bei der die Annahme aber nicht gelingt, weil der Aufschlag zu stark ist. Die Übung „verlangt", dass ein Tennis-Aufschlag über das Netz geschlagen werden soll. Hier kann dann z.B. einfach nur ein Aufschlag von unten erfolgen oder der Ball wird einfach nur über das Netz geworfen. Entweder von der Grundlinie oder anfangs sogar nur von der 3 Meter Linie. Man muss sich halt immer nur das Ziel der Übung vor Augen führen. Mache ich gerade Aufschlag- oder Annahmetraining? Wenn ich Aufschlag und Annahme mit anschließendem Zuspiel gleichzeitig stattfinden lasse, darf ich mich nicht wundern, wenn der Zuspieler keine Bälle bekommt, nur weil die Annahme völlig überfordert ist. Aber all das steht sogar auf Seite 62 und 240. Dazu fehlen mir persönlich Hinweise darauf, worauf der Trainer während der Ausführung achten soll. Zum Beispiel bei einer Annahmeübung, bei der der Spieler zum Ball laufen muss. Hier fehlt mir der Hinweis, dass er vor der Ballberührung unbedingt stehen bleiben soll. Natürlich würde derartiges das Buch aufblähen, zumal es sehr häufig dabeistehen müsste. Oder wenn ein Annahmespieler zu einem Zuspieler spielt und der Zuspieler zwei Meter oder sogar noch weiter laufen muss, um den Ball weiterzuspielen. Im Text steht, dass die Annahme sehr genau kommen soll. Aber wenn der Zuspieler den Ball bekommt, ist den meisten Annahmespielern gar nicht bewusst, dass ihre Annahme schlecht war. Mir reicht das nicht. (Finde die Seite nicht mehr...). Als Variante hätte in der Übung stehen können, dass der Zuspieler sich nur einen Schritt bewegen darf. Oder auf Seite 73. Zwei Dreiergruppen sollen den Ball mit Nachlaufen spielen. Die Laufwege überkreuzen sich. Auf der Zeichnung stehen die Einzelspieler am Netz. So wird gleich das Spielen ans Netz (Annahme/Abwehr) trainiert. Kann mir aber nicht vorstellen, dass der normale Trainer ein solches Detail wahrnimmt. Er wird die Spieler einfach nur in den Raum stellen und das Netz gar nicht beachten. Die Spieler im Rückraum wird also keine Annahme üben, sondern nur „wertloses" Baggern irgendwohin. Das reicht mir nicht. Ich will im Punktspiel eine präzise Annahme und keine zum Gegner gespielte, nur weil die Annahme nie gelernt hat den Ball vor das Netz zu spielen. Wobei bei Anfängern wird die Übungen kaum zustande kommen, wenn das Netz hinter zwei Spielern steht. Sie werden ständig über das Netz spielen. Oder fehlender Hinweis bei der zweiten Übung im Buch. Spiel: Schubkarre. Ein Spieler geht in Liegestütz-Position und der Partner nimmt die Füße des anderen hoch, so dass der Liegestütz Spieler nur noch mit den Händen den Boden berührt. Problem ist hier, dass viele Menschen nicht genügend Bauch- und Rückenmuskulatur verfügen. Dadurch werden sie schwer ins Hohlkreuz gehen, was schlecht für den Rücken sein kann. Zumindest, wenn diese Übung öfters durchgeführt wird. Ansonsten trainiert diese Übung in der Tat sehr gut die Schultermuskulatur. Aber es steht kein Hinweis dabei, dass man auf Hohlkreuze achten solle. Derlei Beobachtungshilfen gibt es bei so ziemlich keiner Übung. Das finde ich sehr schlecht. Also mir wären zwei oder drei Bücher mit nur dreihundert Übungen lieber, bei denen aber derartige Fehlersichtungshilfen gleich dabei stehen. Dazu wären dann gleich Varianten nett, falls den Spielern die Übung zu schwer oder zu leicht erscheinen. Denn letztlich trainiert man eh immer die gleichen Übungen, nur sehen sie immer etwas anders aus. Dazu wäre ein solches Buch übersichtlicher. Als Alternative sei noch das Buch „Volleyball spielend trainieren" empfohlen. Gibt es allerdings nur noch gebraucht. Es enthält auch vor allem Übungen. Oder im Englischen gibt es auch viele „drill" (Übungs-) Bücher, bei denen man auch mit durchschnittlichem Englisch das Wichtigste versteht. Das Buch bietet keinerlei Technikbeschreibung, so dass dieses Buch nur als Sekundärliteratur anzusehen ist (aber nichts anderes will es ja auch). Allerdings bietet es auch viele vorbereitende Spielformen mit z.B. Fangen und Werfen. Fazit: Man sollte sich eingehend mit dem sehr großen Inhaltsverzeichnis beschäftigen. Die Übungen sind in der Regel leicht verständlich und gut. Allerdings nur, wenn der Trainer auf korrekte Technikanwendung (Armschwung beim Baggern, Stehenbleiben vor der Ballberührung) achtet. Man darf nicht erwarten, nur weil diese Übungen von erfahrenen Trainern sind, dass sie bei einem in der Halle auch sensationellen Erfolge verheißen. Dann fehlen mir noch Hinweise, worauf ein Trainer während der Übungen achten soll. Hier der Stern Abzug. Aber als Trainer wird man sich über ein Buch mit sehr vielen und abwechslungsreichen Übungen freuen können. Also wer nur Beschäftigungstherapie für seine Spieler braucht ist hier auch sehr gut aufgehoben. Im Gegensatz zu z.B. „Der Volleyballtrainer". Noch Fragen? Schickt mir eine eMail.
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