Jedes der vorgestellten Rezepte wird klar und deutlich erläutert. Da alle Schritte einzeln aufgeführt werden, gibt es beim Zubereiten kaum Probleme. Und da die Gerichte auch als Bilder im Buch enthalten sind, kann man sich vorneweg das Rezept aussuchen, das die Augen am ehesten erfreut. Den Rezepten gemein ist, dass sie sich allesamt für die Alltagskost eignen. Natürlich sind auch Sonntagsbraten wie Schweinerollbraten, Tafelspitz oder erlesene Vorspeisen enthalten, doch lassen sich diese alle mit einem normalen Budget bezahlen. Über den einzelnen Titeln der Gerichte stehen zusätzliche Anmerkungen wie zum Beispiel, ob sich das Rezept für Gäste eignet, ob man es gut vorbereiten kann oder ob Kinder es mögen. So kann man sich daran auch etwas orientieren. Schade, dass nach diesen Kriterien kein extra Register vorhanden ist.
"1000 - Die besten Rezepte" ist ein wirklich riesig dickes Kochbuch für einen ordentlich günstigen Preis. Allerdings hat es auch einige Mängel. Wegen des Umfangs ist ganz besonders eine Orientierungshilfe wichtig. Diese fehlt jedoch. Am Beginn des Buches findet der Leser kein übersichtliches Inhaltsverzeichnis, lediglich das große Register am Buchende. Und auch wenn die Kapitelüberschriften jeweils unten am Seitenrand stehen, bringen sie keine große Hilfe, da sie sehr unauffällig und alle in der gleichen Farbe gehalten sind. Die Menge der Rezepte ist großartig und sehr umfangreich, was viel Abwechslung verspricht. Doch eben durch diese große Zahl ist der Schrifttypus sehr klein, was es schwer macht, die Rezepte nachzukochen, da man mehrmals schauen muss, um die richtige Stelle wiederzufinden. Hier wäre es sinnvoll gewesen, die Bilder statt des Textes zu verkleinern.
Von diesen Anmerkungen abgesehen bekommt man mit dem Kochbuch eine große Sammlung an feinen Rezepten. Vegetarier und Vollwertliebhaber finden hier allerdings relativ wenig, da es eher gute bürgerliche Hausmannskost ist.