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4.0 von 5 Sternen
Macht Olivenöl glücklicher als Schokolade?, 29. April 2009
Rezension bezieht sich auf: 100 Lebensmittel, die Sie glücklich machen (Gebundene Ausgabe)
Schokolade macht glücklich, so sagt man. Doch es gibt noch andere Lebensmittel, die das Wohlbefinden steigern können. In diesem Ratgeber wird verraten, welche Lebensmittel glücklich machen und gesund sind. Und es werden jene an den Pranger gestellt, die ungesund sind. Ansatzweise wird auch verraten, weshalb man manche Lebensmittel besser meiden sollte.
Insgesamt ist das Werk nicht sehr umfangreich. Aber es heißt ja auch "100 Lebensmittel" und nicht "Alle Lebensmittel".
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein Lebensmittel, das einen glücklich machen kann - was bedeutet das?, 14. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: 100 Lebensmittel, die Sie glücklich machen (Gebundene Ausgabe)
Für Werner Lampert, ganz einfach, "dass seine Erzeugung keine devastierte Umwelt hinterlässt, keine CO2-Bilanz, die unsere Lebensqualität beeinträchtigt und die Zukunft unserer Kinder bedroht. Die Menschen, die an der Produktion dieses Lebensmittels mitgewirkt haben, müssen anständig bezahlt werden und das soziale Arbeitsumfeld darf kein destruktives sein." Als österreichischer Bio-Pionier und Erfinder der Marken "Zurück zum Ursprung" und natürlich "Ja! Natürlich" hat Lampert großes geleistet um einen Markt für biologische Lebensmittel aufzubauen und dem Wort Bio jenen Stellenwert einzuräumen, den es heute hat.
Doch gerade mit der Bio-Deklaration gehen viele Unternehmen sehr leichtfertig um und auch die entsprechenden Richtlinien lassen enorme Spannungsbreiten frei, so dass viele Qualitätskennzeichen nur noch dekorativen Wert zu besitzen haben. Viel beklagt wird derzeit der gestiegene Lebensmittelpreis, der in Österreich zwischen 12 und 15 Prozent des Einkommens verschlingt, während aber vergleichsweise in Frankreich 25 Prozent für die Ernährung aufgewendet werden. Für Werner Lampert ein Zeichen dafür, dass Nahrungsmittel also durchaus etwas kosten dürfen, mitunter weil es gerade Massenware an sich hat, ihren günstigen Preis schlussendlich durch teure Skandale, die mit Steuergeldern ausgeglichen werden müssen, wieder hereinzuholen. Also besser gleich etwas mehr zahlen, anstatt sein Scherflein zur Finanzierung der Aufrechterhaltung skandalöser Zustände in der Nahrungsmittelindustrie beizutragen.
Damit das auch in der Praxis funktioniert hat der Bio-Pionier mit "100 Lebensmittel die sie glücklich machen" einen konkreten Bio-Führer für Österreich vorgelegt, der natürlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben nach biologisch einwandfreien Bezugsquellen für Brot, Milch, Joghurt, Butter, Käse, Topfen, Fleisch, Fisch, Gemüse und Kräuter, Obst, Reis - Risotto, Essig, Olivenöl, Schokolade und Marmelade, Tee gesucht hat. Dabei sind die einzelnen Lebensmittel zwar nicht nummeriert und keineswegs direkt mit Kontaktdaten zum nächsten Händler versehen, aber zumindest letzteres findet sich im abschließenden "Einkaufsführer", der der neben der Anschrift des Produzenten auch etwaige Informationen zu Händlern enthält. Zugleich erläutert Lampert in den einzelnen Kapiteln was die Qualität der einzelnen Lebensmittel ausmacht und woran man diese schlussendlich erkennen kann. Neben diesen überaus praktischen Informationen enthält das Werk auch so manchen theoretischen Exkurs, zur biologischen Landwirtschaft und Tipps zur Ernährung.
Schließlich kann das Werk aber auch zur Schaffung eines gewissen Bewusstseins für unsere Verantwortung gegenüber der Umwelt sein, denn, um Werner Lampert zu zitierten (S. 15) "Biologische Landwirtschaft, wie ich sie begreife, heißt, das Bodenleben zu fördern, die Humusqualität zu steigern und nie die Pflanzen zu düngen. Die Biodiversität zu erhalten und zu mehren. Die regionalen Qualitätsmerkmale zu stärken und nicht durch einen europaweit geltenden Standard zu vereinheitlichen. Es ist eine Landwirtschaft, die ihren spezifischen regionalen Charakter hat, ein regionales Gesicht, eine regionale Identität. Bei Gott, wir brauchen keine Allerweltslandwirtschaft. Eine Allerweltslandwirtschaft erbringt nur Allerweltsprodukte."
Fazit:
Es sollte keine hohe Kunst mehr sein, gute Lebensmittel zu erkennen und zu kaufen, Werner Lampert unternimmt mit seinem Buch daher einen interessanten Versuch, dem Konsumenten einerseits zu erklären was wirklich noch "Bio" ist und ihm andererseits konkrete Nahrungsmittel und Händler zu nennen, wo er diese Qualität erstehen kann.
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