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100 Jahre Ohnsorg-Theater [Restexemplar] [Gebundene Ausgabe]

Gerd Spiekermann
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

12. August 2002
Die bekannteste Bühne Deutschlands feiert ihren hundertsten Geburtstag: das Ohnsorg-Theater in Hamburg. Ihr Namenspatron Richard Ohnsorg und seine theaterbegeisterten Freunde konnten am 12. Oktober 1902 nicht ahnen, dass aus einer kleinen Anzeige in einer Hamburger Zeitung später einmal eine professionelle Bühne mit über hundert Mitarbeitern, rund 160.000 Zuschauern pro Saison und einem Millionenetat werden würde. Aber auch darüber hätten sie sich gefreut, dass einige der Stücke, die sie uraufgeführt haben, immer noch gespielt werden. Heute erscheint die Geschichte des Ohnsorg-Thaters wie eine glatte Erfolgsstory. Sie ist aber auch eine Geschichte von Irrwegen, Fehlentscheidungen und menschlichen Schwächen. Das Ohnsorg-Theater hat all diese Krisen gemeistert, nicht zuletzt dank seiner Zuschauer, die ihrem Theater immer die Treue gehalten haben. Wie an jeder Bühne werden auch am Ohnsorg-Theater Geschichten erzählt; Geschichten von ersten Erfolgen und tränenreichen Abschieden, von Mut und Tapferkeit, von Selbstverleugnung und Solidarität. Alle gehören sie zur Geschichte dieses großen Theaters.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 176 Seiten
  • Verlag: Die Hanse in der Europäischen Verlagsanstalt; Auflage: 1 (12. August 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3434526005
  • ISBN-13: 978-3434526001
  • Größe und/oder Gewicht: 26,8 x 21,3 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 99.714 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Eine echte Hamburger Institution wird 100 Jahre alt! Herzlichen Glückwunsch, Kompliment und Dank für ein ganzes Jahrhundert erfolgreiches plattdeutsches Theater in Hamburg." (Ole von Beust, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg)
"100 Jahre Ohnsorg - das sind 100 Jahre norddeutsches Lebensgefühl und ein großartiges Stück Hamburger Geschichte und Gegenwart. Das Ohnsorg-Theater ist ein Hamburger Markenzeichen wie sonst nur der Michel, der Hafen oder St. Pauli." (Dr. Dana Horakova, Kultursenatorin)

Über den Autor

Gerd Spiekermann ist Hörfunkredakteur bei NDR 90,3 und leitet das 'Hamburger Hafenkonzert'. Auch Buchveröffentlichungen mit plattdeutschen Erzählungen und Anthologien zur niederdeutschen Literatur- und Kunstgeschichte.

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5.0 von 5 Sternen Geschichte eines heiteren Hauses 26. Oktober 2008
Format:Gebundene Ausgabe
Eins vorweg: Stimmen die fordern, dass Gerd Spiekermann in seinem Buch hauptsächlich die Ensemblemitglieder es Ohnsorg-Theater in den Vordergrund stellen sollte, scheinen den Titel des Buches nicht ganz begriffen zu haben. Schließlich heißt es "100 Jahre Ohnsorg Theater", nicht "100 Jahre Schauspieler im Ohnsorg Theater". Insofern ist es absolut folgerichtig, dass Gerd Spiekermann das Theater an der Große Bleichen in Hamburg in den Vordergrund stellt, nicht seine Schauspieler.

Sicherlich haben die Kunst und die Persönlichkeiten der Schauspieler den bundesweiten Bekanntheitsgrad des Theaters entscheidend geprägt und gefördert, aber man darf nicht vergessen, dass dies erst ab den 50er Jahren der Fall war, als das Fernsehen auf die beliebte niederdeutsche Bühne aufmerksam wurde. Begonnen hat die (Erfolgs-)Geschichte des Ohnsorg Theater als lokale Größe im hanseatisch-kulturellen Geschehen jedoch schon viel, viel früher.

Und so kramt Gerd Spiekermann tief in der Kiste mit sowohl historisch belegten Tatsachen als auch mit von Mund zu Mund kolportierten Anekdötchen. Dabei ist er vor allem eins: Ehrlich. Die wirklich heile Welt mit dem unausweichlichen Happy End gab es immer nur auf der Bühne. Doch hinter den Kulissen brodelte es manchmal gewaltig. Die Alkoholprobleme eines Intendanten bringt er ebenso zu Sprache wie Intrigen und Ränkespiele von anderen Intendanten oder divenhaften Regisseuren, die beliebte Schauspieler schließlich dazu veranlassten, das Theater im Zorn zu verlassen. Wohltuend ist, dass Spiekermann dabei neutral bleibt. Er setzt nicht auf Sensation, er urteilt nicht. Er dokumentiert lediglich die Tatsachen als solche. Geschickt spannt er dabei den historischen Bogen von den Pionieren des Theaters unter dem ersten Intendanten und Schauspieler Richard Ohnsorg über die Fernsehlieblinge der 60er und 70er wie Heidi Kabel, Hanno Thurau, Heini Kaufeld, Erna Raupach-Petersen und Henry Vahl bis zur neuen Generation wie dem aktuellen Intendanten Christian Seeler und den neuen Stars wie Beate Kiupel, Uta Stammer, Ursula Hinrichs, Sandra Keck oder Oskar Ketelhut.

Außerdem zeigt dieses Buch auf wunderschöne Art und Weise, dass Theater immer Ensemblearbeit ist und zum Ensemble nicht nur die Darsteller auf der Bühne gehören. Die Bühnenbildner Félicie Lavaulx-Vrécourt und Hans-Albert Dithmer oder der Kostümschneider Malte Marks - alle drei echte Institutionen des Ohnsorg Theater und daraus folgend fast so bekannt wie die Schauspieler - werden ebenso vorgestellt wie die Hausautoren des Theaters (heute würde man sie wahrscheinlich neudeutsch "Authors in Residence" nennen), so z. B. Hartmut Cyriacks und Peter Nissen, und Regisseure, die mit ihren Inszenierungen immer wieder für Aha-Effekte gesorgt haben, allen voran Konrad Hansen, Ilo von Janko oder Hans Mahler.

Zu guterletzt beleuchtet Gerd Spiekermann das vielseitige Repertoire des Ohnsorg Theater. Man beherrscht dort nämlich nicht nur die heiteren Volksschwänke ("Tratsch im Treppenhaus") oder norddeutsch eingefärbte Neufassungen von Boulevardkomödien ("Frau Pieper lebt gefährlich"). Auch große Dramen - wie z. B. "Mudder Mews" (die Lieblingsrolle von Heidi Kabel, in der sie eine bösartige Schwiegermutter verkörpert, die ihre Schwiegertochter in den Freitod treibt) oder "Johanninacht", in dem das Ohnsorg Theater das vor fünfundzwanzig Jahren noch äußerst brisante Thema Homosexualität auf die Bühne brachte - rissen die Kritiker ebenso zu Beifallsstürmen hin wie das Publikum. Letzteres blieb leider viel zu oft auf Hamburg beschränkt, da die ARD sich bei ihren Fernsehübertragungen der Idee, dass das Ohnsorg Theater auch ernsthafte Stücke überzeugend inszenieren kann, immer wieder hartnäckig verweigerte.

Es gelingt Gerd Spiekermann, auf nur 176 Seiten ein umfassendes und vor allem vielschichtes Portrait der erfolgreichsten norddeutschen Bühne zu zeichnen. Abgerundet wird das Buch durch eine beiliegende Audio-CD (zumindest war es bei der Erstauflage so, ob diese später noch dabei war, vermag ich nicht zu sagen), die quasi eine klingende Quintessenz des Buches darstellt: Interviews mit bekannten Köpfen des Theaters, Audio-Ausschnitte aus den bekanntesten Komödien und Dramen, dazu Anekdoten weiterer Zeitzeugen. Dadurch vollbringt es Spiekermann, das Motto, das sich das Ohnsorg Theater zum hundertjährigen Jubiläum selber auf die Fahnen geschrieben hat, auch zum Motto seines Buches zu machen: "100 Jahre - jünger als du denkst".
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Vergebene Chance 4. Februar 2004
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Wieder einmal wurde eine große Chance vertan,uns Anhängern des Ohnsorg Theaters,die nicht im Einzugsbereich von Hamburg leben und somit nicht die Medien zur Verfügung stehen haben,die den Dort lebenden Menschen in schöner Regelmäßigkeit vom Geschehen rund um das Ohnsorg Theater berichten,die nötigen Informationen zu liefern. Dem Autor scheint entgangen zu sein,daß es die Schauspieler des Ohnsorg Theater waren ,die das Theater Landesweit so Bekannt und beliebt gmacht haben.Umso unverständlicher ist es, wieso der Autor in seinem Buch die Schauspieler der Vergangenheit ,die mit dazu beigetragen haben,daß das Theater den Bekanntheitsgrat erreicht hat,so Oberflächlich oder garnicht erwähnt hat.Ich jedenfalls hätte mir zum Jubiläum des Theaters ein Buch gewünscht,daß die beliebten Schauspieler in einer Kurzbiografie zeigt und wie es den Schauspielern heute geht, bzw.ob sie noch leben.
Für mich ist das Buch eine Entäuschung.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Blick zurück an schöne Abende 8. November 2010
Von Hans Speh
Format:Gebundene Ausgabe
Was soll ich sagen, als Kind war der Samstag Familienabend und dazu gehörte
manchmal Heidi Kabel und Henri Vahl. Schöne harmonische Fernsehabende.
Da wollte ich mal etwas über das Ohnsorg Theater nach lesen und dazu war das Buch klasse.
Es erzählt die lange Geschichte des Ohnsorg Theaters. Empfehlenswert.
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