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Produktinformation
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Wie hebelt man die langweilige Interviewroutine aus? Eine Frage, die sich von Uslar, seit 1992 Redakteur beim SZ-Magazin, verzweifelt stellte. Seine schlicht-geniale Lösung: Ein verbaler Boxkampf musste her. Finten, Finessen, Fangfragen, alles war erlaubt, die Phalanx der Selbstdarsteller aufzumischen. In 15 Minuten und exakt 100 Fragen wird Sachdienliches mit Indiskretem bunt gemischt, wild assoziiert, irrelevante Fragen schaffen Unruhe beim Star. Irritation ist Trumpf. Diese neue "Gesprächsform", im SZ-Magazin längst Kult, präsentiert Politiker und Stars in völlig neuem Gewand. Besser noch, ohne Kleider!
Natürlich gibt es Wortmeister, die sich die Butter nicht vom Brot nehmen lassen. Karl Lagerfeld geriert sich als altbekannte Quasselstrippe, während bei Harald Schmidt von Uslar immerhin den Kardinalfehler vermeidet, witziger sein zu wollen als sein Gegenüber. Hans Eichel und Angela Merkel sind in ihrer kaum zu knackenden Panzerung wahrhaft keine Traumpartner. Eichel kontert auf beamtenhaft hölzernem Scherzniveau, bei Merkel registriert der Fragesteller sichtlich beunruhigt, dass ihre weitgehend humorfreien Antworten nicht gerade eine spritzige Kanzlerkandidatin erwarten lassen.
Rockstars vom Schlage eines Jagger, Tommy Lee und Motörheads Lemmy (mit einer verstörenden Affinität zu NS-Memorabilia), genügen ihren Klischees. Haarig für den Interviewer wirds dafür mit Martin Walser und Michel Friedman, der bei antisemitischen Verdachtstönen alle gelackte Eloquenz verliert und echt gallig reagiert. Dafür ist Götz George netter denn befürchtet. In der leichteren Abteilung gelingt es MvU sogar, Heidi Klum zwölf rekordverdächtige Busenfragen unterzujubeln.
25 Interviews, entlarvend, peinlich, witzig -- und hochspannend. Zwar besitzt das verbale Schlachtfest kaum Informationswert, enthüllt dafür aber ungeahnte Promi-Innenansichten, die den Opfern in den allerwenigsten Fällen willkommen sein dürften. --Ravi Unger
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Prominente Menschen aller Couleur stellen sich seinen Fragen - und ich bewundere sie für ihren Mut, ihre Schlagfertigkeit und bin in manchen Fällen auch überrascht über ihre Dummheit. Von Uslar ist nämlich der Mann mit der Schnellfeuerpistole, seine Munition sind seine Fragen. Diese sind mal verdächtig unverdächtig ("Was ist sexy an den Bermudas?" zu Hillary Rodham Clinton), mal provokant ("Wie hieß der Stasityp, mit dem Sie verhandelt haben?" zu Gregor Gysi), mal hintersinnig ("Gegen welche Ihrer Ängste soll Sie Ihr Lächeln schützen?" zu George Clooney) und mal einfach nur albern ("Sagen Sie Klo oder Toilette?" zu Dieter Bohlen). Und wenn 99 Fragen am Ziel vorbei schießen, trifft eine doch immer ins Ziel und verrät dem Leser etwas über den Interviewten, was er bisher noch nicht wusste. Irgendwann lassen sie alle ihre Deckung fallen, ob aus Überraschung, Genervtheit oder Freude, einmal nicht auf Standardfragen antworten zu müssen.
Dieses Buch ist keines, das man am Stück lesen sollte, das ist klar. Ich würde nicht so weit gehen und es - wie in der obigen Kurzbeschreibung - einen Extremtext nennen. In kleinen Dosen verabreicht ist es aber originell, spannend und vor allem amüsant.
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