Man nehme: Eine gutsortierte Plattensammlung der letzten 40 Jahre, etwas Miles Davis, konzentriere sich auf 70er Fimmusik a la Ennio Morricone, achte auf dessen sensibles Gespür für die Verschmelzung von Streichern mit akkustischen Gitarren, nehme dazu einiges von 80er Moog-Helden wie Christian Bruhns (Captain Future Soundtrack), wie z.B. analoge Synthies und Vocoder, sowie dessen post-apocalyptisches "Mission-Feeling", mische alles mit etwas LSD und reichlich Erfahrung und ein paar herkömmlichen Weichmachern und man erhält das erste, grandiose Air-Album - einen grossartigen Soundtrack für den privaten Film in der Ära nach den Chemical Brothers...
Ein paar Jahre später sortiere man, etwas gelandet, und etwas minimalistischer, alte komponenten neu - auf den ersten Blick etwas lieblos und linear, auf den zweiten und dritten jedoch zunehmend komplexer und tiefer, quasi grafisch in alle Richtungen offen strukturiert, aber dennoch geradezu monströs in zunehmend düstere Gegenden angedeutet ( Drogenwechsel ?)- und man erhält ein Album, das nach ein paar schwierigen Hörstarts schnell zu einem unentbehrlichen Tonträger, wenn nicht DEM Soundtrack eines neuen Jahrzehnts wird. Es heisst: 10.000Hz Legend.
Zitat, Vagabound (mit Beck):"Golden waves, in all directions, I could lose my soul right here........" Viel Spaß !