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Produktinformation

  • Audio CD (28. April 2006)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Zomba (Sony Music)
  • ASIN: B000EULJLU
  • Weitere verfügbare Ausgaben: Audio CD
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (220 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.923 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

 
1. Vicarious
2. Jambi
3. Wings For Marie (Pt 1)
4. 10,000 Days (Wings Pt 2)
5. The Pot
6. Lipan Conjuring
7. Lost Keys (Blame Hofmann)
8. Rosetta Stoned
9. Intension
10. Right In Two
11. Viginti Tres

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Die Freude an dem famosen, vierten Album 10,000 Days von Tool beginnt schon beim Auspacken. In das superdicke, aufklappbare und selbstverständlich schwarze Pappcover ist eine Brille eingearbeitet, durch die man sich bunte, psychedelische Bilder des Booklets im 3-D-Effekt anschauen kann. Bedeutet ein wunderbares Artwork nun auch wunderbare Musik?

Fünf lange Jahre nach Lateralus (2001), das den in den USA platin-verwöhnten Tool auch bei uns den Durchbruch verschaffte, sowie unglaubliche 10 Jahre nach ihrem Meisterwerk Aenima (1996) wirft sich die Frage auf: Wo steht die 1990 in Los Angeles gegründete Band? Darauf geben einem der charismatische Frontmann Maynard James Keenan, Adam Jones (Gitarre), Justin Chancellor (Bass) und Trommler Danny Carey natürlich keine kurze Antwort, sie werfen einem mit dem 76-minütigen 10,000 Days einen verdichteten, epischen, finsteren Klangbrocken hin.

Der ist aus den Zutaten Grunge, Art-Rock, Alternative, Metal, Doom und Progressive-Rock verleimt und braucht reichlich Zeit zur Verdauung. Zwar keine 10.000 Tage, aber Tools einzigartige Fähigkeit, Stile ineinander zu schieben, laufend das Tempo zu variieren, zwischen wenig Licht und viel Schatten zu wandeln und innerhalb der teilweise die 11-Minuten-Grenze überschreitenden „Songs“ nicht mit Soundeffekten sowie Alltagsgeräuschen zu geizen, macht die Kalifornier zu einem mystischen Unikat. 10,000 Days - dessen Titel angeblich auf die Zeit zwischen der Lähmung und dem Tod von Keenans Mutter anspielt - ist ein monumentales Werk, das in den ersten Tracks mit metallischer Härte beginnt und sich dann unwiderstehlich ausbreitet. --Sven Niechziol

Produktbeschreibungen

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95 von 97 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Sperrig und komplex, 5. Juli 2006
Rezension bezieht sich auf: 10,000 Days (Audio CD)
Und dennoch, oder gerade deswegen ein Muss für Liebhaber anspruchsvoller Musik.

"Vicarious" ist sicherlich der eingängigste Song des Albums, da technisch kaum verspielt und sehr melodiös. Die Riffs mögen eher von einfacher Natur sein, aber das für Tool typische Songwriting ist grandios: Der Song beginnt mit einem Intro, in welchem sich Bass und Gitarre mit zwei verschiedenen Variation eines Themas gegenseitig ergänzen. Sobald das Schlagzeug einsetzt, vereinen sich Bass und Gitarre, und spielen eine dritte Variation des Themas. Dass es sich bei 0:45 nicht um ein neues Riff handelt ist zu erkennen, wenn bei 2:01 die Gitarrenlinie des Intros über die Basslinie der dritten Variation gelegt wird. Tool reizen ihre Themen voll aus, varieren sie ständig oder fügen neue Elemente hinzu. Danny Carreys versiertes und erhabenes Schlagzeugspiel leitet alles souverän und Maynard James Keenan's Stimme, die tatsächlich als viertes Instrument angesehen werden kann und muss, fügt zusätzlich Abwechslung hinzu. Ein wirklich neues Element wird erst beim Interludium 3:29 eingeführt. Nach diesem und der spannungsteigernden Wiederholung des Intros mit Keenans bschwörender Stimme brechen Tool in voller Wucht aus und spätestens wenn Keenan zum dritten Mal singt "Vicariously I live while the whole world dies" (6:35) stehen alle Haare zu Berge. Ein mächtiger Song. (10/10)

"Jambi" ist der technischste Song des Albums und weitaus weniger eingängig. Es ist schon erstaunlich wie alle 4 Instrumente teilweise nach vollkommen verschiedenen Rhythmen für sich alleine zu spielen scheinen, aber trotzdem eine Einheit erzeugen (z.B. 3:05). Der Song erinnert ein wenig an "The Grudge" von Lateralus und ähnelt generell noch am ehesten den Songs des Vorgängeralbums. Im Gegensatz zu "The Grudge" fehlt mir bei "Jambi" allerdings ein Höhepunkt. Nach der Spannungssteigerung, die bei 6:40 beginnt und einen grandiosen Ausbruch erwarten lässt, bricht der Song plötzlich ab. Schade. (8/10)

"Wings For Marie" Teil 1 und 2 (bzw. "10 000 Days") ist das Meisterwerk dieses Albums. Tool erzeugen hier mit ihren Instrumenten Klanglandschaften und -welten, die sich nicht beschreiben lassen. Diese muss man fühlen. Kopfhörer aufsetzen, Augen schließen, in der Musik versinken, fühlen. (10/10)

"The Pot" ist nach dem sehr spirituellen "Wings For Marie" ein viel bodenständigerer Track. Grandioser Groove, grandiose Basslinie, grandioses melodiöses und dann riffiges Interludium (4:11), dass in einen recht harten Schlussteil übergeht (ab 5:38). Keenan nimmt mit seiner sehr affeminisierten Stimme reichlich Härte von dem Stück und geht später glücklicherweise in einen aggressiveren Ton über. Wen Keenans Stimme zu Beginn des Stücks nicht zum Wegschalten animiert, den erwartet ein toller, fast Metal-artiger Track. (9/10)

"Lost Keys" und "Rosetta Stoned" sind zwei zunächst sperrige und schwer einzuordnende Tracks. Ich habe mich mit den Gedanken angefreundet, sie eher als Hörspiele als als Lieder anzusehen. "Lost Keys" zum Beispiel ist musikalisch kaum erwähnenswert, jedoch ist es wichtig um die richtige Stimmung für den nächsten Track zu erzeugen. Dieser ist Keenans zynische Version des All-American guy der die Gelegenheit bekommt, die zu Welt retten aber unglücklicherweise seinen Stift vergessen hat. Die äußerst amüsanten Lyrics erzählen seine Geschichte in bester Stream-of-Consciousness-Manier und die Musik agiert wie ein Soundtrack. Durch die vielen abwechslungsreichen Effekte, die über die Vocals gelegt wurden, wird das Interesse gehalten und nach einer tollen Spanungssteigerung ab 8:19 erwartet den Hörer noch ein grandioser musikalischer Höhepunkt, in dem ein weiteres Mal Keenans emotionale Stimme (die zynischerweise gar nicht zu den Lyrics passen will) bewundert werden kann. "Rosetta Stoned" bezieht sich übrigens nicht auf eine Rosetta nach Drogengenuss, sondern auf den sogenannten Stein von Rosetta. (10/10)

Mit "Intension" bieten Tool dem Hörer noch ein weiteres wunderschönes Stück, das eine beruhigende und wiederum nahezu spirituelle Atmosphäre ausstrahlt (10/10) bevor das zunächst ruhige und melodiöse "Right In Two" einen wuchtigen Schlusspunkt setzt und somit den Kreis schließt, der mit "Vicarious" begonnen wurde. "Right In Two" offenbart ein weiteres Mal alle Stärken von Tool: einerseits die Fähigkeit wundervolle Melodien zu erzeugen, andererseits ein intelligentes Songwriting mit einem logischen Spannungsbogen und wuchtigen Schlussteil, die richtige Dosierung von Melodie und Härte, sowie der perfekt akzentuierte Einsatz der Instrumente (und dazu zähle ich - ich wiederhole es gerne - Keenans unglaubliche Stimme). (10/10)

Die bis jetzt vernachlässigten Instrumentale "Lipan Conjuring" und "Viginti Tres" stören kaum und erzeugen sehr effektiv Atmosphäre, vor allem Letzgenanntes auf sehr beklemmende Art und Weise.

Nimmt man jetzt den Durchschnitt der bisherigen Noten für die Gesamtbewertung, so wird man dem Gesamteindruck, den das Album erzeugt, nicht gerecht. Tool hat kein Album mit einzelnen Liedern veröffentlicht. Nein, es handelt sich hier um ein Gesamtkunstwerk und man muss die gesamte Kunst betrachten, sowohl Musik (und das betrifft auch die Reihenfolge der Lieder), als auch Lyrics, als auch das Artwork. Das Album erhält von mir eindeutig und nachdrücklich die Höchstnote. Ich werde das Gefühl nicht los, dass viele das 10 000 Days zu schnell rezensiert haben oder es nur im Kontext mit Lateralus sehen können und es konsequent mit diesem Meisterwerk vergleichen. 10 000 Days ist jedoch vollkommen anders und steht für sich alleine. Wie jedes Tool-Album wächst auch 10 000 Days mit jedem Hördurchgang und nach einer gewissen Eingewöhnungszeit kann ich sagen, dass Tool meine Erwartungen vollkommen erfüllt haben und mit 10 000 Days ein Album präsentieren, das mindestens genau so gut wie Lateralus, wenn nicht besser ist.
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17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Progressive Metal mit Hang zum Perfektionismus, 21. April 2007
Rezension bezieht sich auf: 10,000 Days (Audio CD)
Soundtechnisch brauche ich keine all zu großen Hinweise geben. In dieser Hinsicht ist wie beim Vorgänger alles auf absolut perfektem Niveau, der Sound ist glasklar und definiert, alle Instrumente klingen super und es gibt an keiner Stelle irgendeinen Abstrich zu machen.

Dass Tool nicht gerade radiotaugliche Musik ist, bestätigt sich mit diesem Album von neuem.

Der Song 'vicarious' ist dabei noch am zugänglichsten, trotz 5/4 Takt ein sehr eingängiger Song mit rockigen Rhythmen und, für Tool absolut ungewöhnlich, eingängigen Melodien.

'jambi', mit seinem vertrackten 9/8 Takt, später 6/4, ist ein Stück musikalischer Perfektion. Die verschieden Rhythmen, die sich in einander verschieben und das Spiel des Basses, dass die oft gleich bleibenden Gitarrenakkorde harmonisiert, ist, auch wenn es für Tool ein ungewöhnlicher Begriff ist, wunderschön.

'Wings Pt.1 + 2' sind zwei, zumindest auf der CD getrennte Titel, die ein fast schon mathematisches Epos bilden. Einzeln, wie sie auf der CD liegen, haben wir es mit effektgewaltigen, atmosphärischen Songs zu tun, die irgendwie beängstigend, aber auch schön klingen, einen auf jeden fall in eine andere Welt entführen. Bei 'wings for marie' fällt aber das enorm zurückhaltende Schlagzeug auf. Das Rätsel löst sich, wenn man per Computerprogramm die beiden Songs übereinander legt: Es entsteht ein Titel, die beiden Einzeltitel ergänzen sich hier sowohl instrumental als auch in den Gesangsphrasen. Auch der letzte, für sich sinnlose 'Rauschtitel' 'viginti tres' lässt sich diesem enorm abgefahrenen musikalischen Experiment zuordnen.

'the pot' ist definitiv der radiotauglichste aller Titel, kommt mit rockigen Riffs daher und überrascht mir einem stimmgewaltigen Maynard James Keenan, der in Tonlagen vordringt, die man von ihm nicht erwartet hätte.

'lost keys' und 'rosetta stoned' sind ein musikalischer Dampfschlaghammer und bilden einen wahrlich Tool-typischen Song, der auf pentatonischen Riffs aufgebaut ist, eine in sich geschlossene, abgefahrene Story erzählt und an Takt und Tempowechseln nicht spart. Äußerst interessant, leider kann man es zu Hause niemals so gewaltig klingen lassen, wie dieser Song live daher kam.

in 'intension' hört man zum ersten mal ein e-drum, was zuerst überrascht, aber dann doch sehr gut in den irgendwie hypnotischen, ruhigen Titel passt.

'right in two' ist der nächste Epos, der im absolut genialem 11/8 Takt steht und im Finale einfach nur brachial und hymnisch klingt. Ein krönender Abschluss.

Letztendlich bleibt natürlich die Frage, ob 10.000 Days denn nun besser als Lateralus ist. Ich denke, diese Frage muss jeder für sich klären. Meiner Meinung nach ist Lateralus eingängiger, über viele Stellen freundlicher, während 10.000 Days oft, selbst für Tool, verstörend und düster ist und nach dem ersten Hören nicht viel hängen bleibt. Was nun besser ist, muss jeder selbst entscheiden. Eins ist sicher: Mit seinem gewaltigen Sound und der genialen Musik ist 10.000 Days auf jeden Fall eins: 100% Tool.
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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Album des Jahres, 22. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: 10,000 Days (Audio CD)
Alben von Tool sind stets intensiv und verlangen mehr vom Hörer ab, als irgendeine andere Band. Maynard James Keenan versteht die Musik von Tool als spirituelle Einheit, als Klangraum der bandeigenen Gefühle. Können diese Gefühle für den Fan erfahrbar gemacht werden? Ja. Und das war schon immer so bei Tool. Tool macht Kunst. Menschen machen Kunst, die ewig und vergänglich sein kann. Musik besitzt diese Eigenschaft, uns mehr als alles andere in die Stimmungen der Musiker oder Komponisten zu versetzen. Hier tauchen keine Bedürfnisse auf zu headbangen, nebenher mit Freunden zu quasseln, aufzuräumen oder Wäsche zu waschen. Hier will der Fan zuhören und jeden Klangtropfen aufsaugen, als wäre es das Wasser der Erkenntnis.

Hierbei ist es egal, ob das neue Album in dunklem Ambiente oder in einem hellen Raum gehört wird. Diese Musik ist dunkel genug, um einen hellen Raum dem Empfinden nach dunkel zu machen. "10'000 Days" ist so anziehend wie ein schwarzes Loch und gleichzeitig so polar, dass man davon abgestoßen wird. Kein Album zog sich wie ein osmotischer Vorgang durch die Spielminuten wie dieses. Das heißt, keinem Song wird eine alleinige herausragende Stellung eingeräumt. Maynard sang nie so flexibel und zerbrechlich wie hier. Jeder Song ist einzigartig. Das trifft für "Wings For Marie" zu, ebenso für "10'000 Days" und "Rosetta stoned". Bei allen Songs baut sich Minute für Minute eine Kathedrale auf, die dauerhaft ihre Retardation beibehält, um mit einem auflösenden Schauer diese Architekturen in den letzten Momenten kraftvoll zu brechen. Die unerreichbare Komplexität und Homogenität aller Songs, die allesamt eine einzigartige hypnotische Kraft besitzen, lassen das Album massiv erscheinen. Doch gleichzeitig besitzt die Musik von "10'000 Days" die Transparenz eines Muschelseidentuches.

Trotz der einheitlich dunklen Klangfarbe, gibt es polylithische Strukturen, die den Songs unterschiedliche Ebenen verleihen. Erst nach mehrmaligen Durchläufen kann der Hörer verstehen, was auf ihn zurollt, bevor man überrollt wird. Heaviness gibt es hier ebenso wie chillige Momente, die durch ihre Kontrastierung und ungewöhnlichen Einsätze die Klangwelt neu definieren. Musik kann so unendlich viel mehr sein, als mit kinderliedhaften Refrains zum Mitsingen zu bewegen sowie durch billige Effekte zu beeindrucken. Bei Tool macht keiner peinliche Sachen, wie Posen, Gröhlen und komische Bewegungen. Hier sollen sich die Leute hinsetzen, hinhören, Rotwein trinken sowie durch die stereoskopischen Linsen, die sich im Booklet befinden, dreidimensionale Bilder anschauen.

Dieses einzigartige Album bietet all das, was von Tool gemocht wird und doch erschließt sich wieder mehr, je öfter das Album genossen wird. Schon jetzt ist "10'000 Days" das Album des Jahres.
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