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10,000 Days

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Produktinformation

  • Audio CD (28. April 2006)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Zomba (Sony Music)
  • ASIN: B000EULJLU
  • Weitere Ausgaben: Audio CD
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen 215 Kundenrezensionen
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Titelverzeichnis

Disk: 1

  1. Vicarious
  2. Jambi
  3. Wings For Marie (Pt 1)
  4. 10.000 Days (Wings Pt 2)
  5. The Pot
  6. Lipan Conjuring
  7. Lost Keys (Blame Hofmann)
  8. Rosetta Stoned
  9. Intension
  10. Right In Two
  11. Viginti Tres

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Fünf Jahre nach dem Album "Lateralus", das Tool auch in Deutschland den kommerziellen Durchbruch beschert hatte (Platz fünf in den hiesigen Albumcharts), veröffentlichen Maynard James Keenan (Gesang), Adam Jones (Gitarre), Justin Chancellor (Bass) und Danny Carey (Schlagzeug) mit "10,000 Days" ihr nunmehr viertes Album. Das kalifornische Quartett, das wegen seiner praktizierten, nahezu beipiellosen musikalischen Kompromisslosigkeit seit seinem Debütalbum "Undertow" im Jahre 1993 einen absolut unantastbaren Status inne hat, konfrontiert den Hörer auch auf dem neuen Werk mit zwanzigminütigen Konzeptstücken, zahllosen technischen Finessen, grandiosen Melodien und extremer Härte.

Eine künstlerische Konsequenz, die sich längst bezahlt gemacht hat: In den USA enterte "Lateralus" die Billboard Charts im Mai 2001 auf Platz eins. Kein Wunder also, dass die Progressive-Rockband mitterweile mit musikgeschichtlichen Schwergewichten wie Led Zeppelin verglichen werden, die in den Siebzigern einen ähnlichen Spagat aus avantgardistischer Pionierarbeit und lukrativer Breitenwirkung erzielten.

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Die Freude an dem famosen, vierten Album 10,000 Days von Tool beginnt schon beim Auspacken. In das superdicke, aufklappbare und selbstverständlich schwarze Pappcover ist eine Brille eingearbeitet, durch die man sich bunte, psychedelische Bilder des Booklets im 3-D-Effekt anschauen kann. Bedeutet ein wunderbares Artwork nun auch wunderbare Musik?

Fünf lange Jahre nach Lateralus (2001), das den in den USA platin-verwöhnten Tool auch bei uns den Durchbruch verschaffte, sowie unglaubliche 10 Jahre nach ihrem Meisterwerk Aenima (1996) wirft sich die Frage auf: Wo steht die 1990 in Los Angeles gegründete Band? Darauf geben einem der charismatische Frontmann Maynard James Keenan, Adam Jones (Gitarre), Justin Chancellor (Bass) und Trommler Danny Carey natürlich keine kurze Antwort, sie werfen einem mit dem 76-minütigen 10,000 Days einen verdichteten, epischen, finsteren Klangbrocken hin.

Der ist aus den Zutaten Grunge, Art-Rock, Alternative, Metal, Doom und Progressive-Rock verleimt und braucht reichlich Zeit zur Verdauung. Zwar keine 10.000 Tage, aber Tools einzigartige Fähigkeit, Stile ineinander zu schieben, laufend das Tempo zu variieren, zwischen wenig Licht und viel Schatten zu wandeln und innerhalb der teilweise die 11-Minuten-Grenze überschreitenden „Songs“ nicht mit Soundeffekten sowie Alltagsgeräuschen zu geizen, macht die Kalifornier zu einem mystischen Unikat. 10,000 Days - dessen Titel angeblich auf die Zeit zwischen der Lähmung und dem Tod von Keenans Mutter anspielt - ist ein monumentales Werk, das in den ersten Tracks mit metallischer Härte beginnt und sich dann unwiderstehlich ausbreitet. --Sven Niechziol

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Top-Kundenrezensionen

Format: Audio CD
Und dennoch, oder gerade deswegen ein Muss für Liebhaber anspruchsvoller Musik.

"Vicarious" ist sicherlich der eingängigste Song des Albums, da technisch kaum verspielt und sehr melodiös. Die Riffs mögen eher von einfacher Natur sein, aber das für Tool typische Songwriting ist grandios: Der Song beginnt mit einem Intro, in welchem sich Bass und Gitarre mit zwei verschiedenen Variation eines Themas gegenseitig ergänzen. Sobald das Schlagzeug einsetzt, vereinen sich Bass und Gitarre, und spielen eine dritte Variation des Themas. Dass es sich bei 0:45 nicht um ein neues Riff handelt ist zu erkennen, wenn bei 2:01 die Gitarrenlinie des Intros über die Basslinie der dritten Variation gelegt wird. Tool reizen ihre Themen voll aus, varieren sie ständig oder fügen neue Elemente hinzu. Danny Carreys versiertes und erhabenes Schlagzeugspiel leitet alles souverän und Maynard James Keenan's Stimme, die tatsächlich als viertes Instrument angesehen werden kann und muss, fügt zusätzlich Abwechslung hinzu. Ein wirklich neues Element wird erst beim Interludium 3:29 eingeführt. Nach diesem und der spannungsteigernden Wiederholung des Intros mit Keenans bschwörender Stimme brechen Tool in voller Wucht aus und spätestens wenn Keenan zum dritten Mal singt "Vicariously I live while the whole world dies" (6:35) stehen alle Haare zu Berge. Ein mächtiger Song. (10/10)

"Jambi" ist der technischste Song des Albums und weitaus weniger eingängig. Es ist schon erstaunlich wie alle 4 Instrumente teilweise nach vollkommen verschiedenen Rhythmen für sich alleine zu spielen scheinen, aber trotzdem eine Einheit erzeugen (z.B. 3:05).
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9 Kommentare 116 von 120 haben dies hilfreich gefunden. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
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Format: Audio CD
"Lateralus" hat die Messlatte gewaltig hoch gelegt - für praktisch alle anderen musikalischen Gruppierungen, die derzeit über diesen Erdball wandern. Aber nicht für die Mitglieder von Tool selbst, denn wie aufmerksame Hörer längst gemerkt haben, halten sich die vier nie an ihre eigenen Maßgaben, sondern setzen jedesmal von einem anderen ihrer unzähligen und praktisch nicht enden wollenden kreativen Horizonte an. Genau das ist der Grund, weshalb Tool-Alben immer wieder anders, immer wieder aufs Neue extrem sperrig und schwer zu erschließen sind und dabei doch irgendwie vertraut klingen.
Bei "10000 Days" tritt genau dieser Fall ein. Das Album erinnert stark an seinen Vorgänger, allerdings macht sich hier ein vollkommen neuer Aspekt bemerkbar: die Songs enden selten mit dem Trackwechsel; bauten bisher noch die Tool-ALBEN verstärkt aufeinander auf, geschieht dies hier nun bereits mit den Songs an sich, sodass dieses Album schon fast zu einer Art Epos aufsteigt. Und es kommen Seiten der Band zum Vorschein, die das Filigrane, das Menschliche und das Zerbrechliche der Musik so gewaltig unterstreichen, wie es bisher kein Tool-Werk davor vermocht hat. Das Paradebeispiel hierfür sind wohl die beiden "Wings for Marie"-Teile, die die eigentliche Sanftmütigkeit und Glaubwürdigkeit der Musik so intensiv spürbar machen, dass man bemerkt, was es bedeutet, aus scheinbarer Disharmonie Harmonie zu machen und harte und gleichzeitig gefühlvolle Musik zu erschaffen. Und natürlich sind auch wieder die Songs dabei, die bis zum Zerreißen Spannung aufbauen und erst im letzten Moment den Hörer wieder freilassen. Man sieht also: Tool bleiben Tool, lassen sich weder verbiegen noch in seinem Schaffen beinflussen.
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Format: Audio CD
Soundtechnisch brauche ich keine all zu großen Hinweise geben. In dieser Hinsicht ist wie beim Vorgänger alles auf absolut perfektem Niveau, der Sound ist glasklar und definiert, alle Instrumente klingen super und es gibt an keiner Stelle irgendeinen Abstrich zu machen.

Dass Tool nicht gerade radiotaugliche Musik ist, bestätigt sich mit diesem Album von neuem.

Der Song 'vicarious' ist dabei noch am zugänglichsten, trotz 5/4 Takt ein sehr eingängiger Song mit rockigen Rhythmen und, für Tool absolut ungewöhnlich, eingängigen Melodien.

'jambi', mit seinem vertrackten 9/8 Takt, später 6/4, ist ein Stück musikalischer Perfektion. Die verschieden Rhythmen, die sich in einander verschieben und das Spiel des Basses, dass die oft gleich bleibenden Gitarrenakkorde harmonisiert, ist, auch wenn es für Tool ein ungewöhnlicher Begriff ist, wunderschön.

'Wings Pt.1 + 2' sind zwei, zumindest auf der CD getrennte Titel, die ein fast schon mathematisches Epos bilden. Einzeln, wie sie auf der CD liegen, haben wir es mit effektgewaltigen, atmosphärischen Songs zu tun, die irgendwie beängstigend, aber auch schön klingen, einen auf jeden fall in eine andere Welt entführen. Bei 'wings for marie' fällt aber das enorm zurückhaltende Schlagzeug auf. Das Rätsel löst sich, wenn man per Computerprogramm die beiden Songs übereinander legt: Es entsteht ein Titel, die beiden Einzeltitel ergänzen sich hier sowohl instrumental als auch in den Gesangsphrasen. Auch der letzte, für sich sinnlose 'Rauschtitel' 'viginti tres' lässt sich diesem enorm abgefahrenen musikalischen Experiment zuordnen.
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