Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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196 von 263 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Schlechte Unterhaltung, 26. Juli 2008
JA, ich habe mit Popkornkino gerechnet, NEIN, ich habe kein tiefgründiges Werk erwartet, NEIN, mir war klar, dass hier keine historisch akkurate Story erzählt werden soll. Schlicht: bevor ich die DVD eingeschoben hatte war mir bewußt, dass es sich um einen Emmerich-Film handelt. Und dennoch: trotz Popkorn, trotz Softgetränk und trotz guter Laune ohne großen Erwartungen war der Unterhaltungswert an diesem Abend gelinde gesagt ... unterirdisch schlecht!
Woran lag das? An den bereits stark heruntergeschraubten Erwartungen sicher nicht. Am Geschmack vielleicht, über den sich bekanntlich streiten lässt? Ich bin auch weiterhin der Ansicht, dass es selbst für einen reinen Popkorn-Film mit bloßem Unterhaltungsanspruch durchaus gewisse objektive Kriterien gibt, die es erlauben, ihn zumindest grob als guten oder schlechten Vertreter seines Genres zu Bewerten.
Da wäre zum einen die Story, oder genauer: die Art und Weise, wie diese erzählt wird, denn die Story an sich, sprich deren Inhalt ist für ein erfolgreiches Popkorn-Spektakel eher zweitrangig. Das Dorf wird angegriffen, die Geliebte entführt und der Held muss in die Ferne um sie aus den Fängen des Bösen zu befreien. Das reicht für einen Unterhaltungsabend. Jetzt erst kommt die eigentliche Arbeit des Regiseurs: schafft er es diese zwar simple Geschichte dennoch Spannend rüberzubringen? Schafft er es einen Spannungsbogen aufzubauen, beginnend bei der (moglichst dramatisch dargestellten) Entführung der Geliebten über die beschwerliche und gefährliche Reise bis zum (möglichst fulminanten) Finale? Schafft er es die Charaktere an den Zuschauern heranzuführen, so dass diese mit ihnen leiden, fiebern und sich am Ende mit ihnen freuen? Schafft er es die schwere Bürde, die der Held zu schultern und die übermenschliche Aufgabe die dieser zu meistern hat dem Zuschauer auch so zu vermitteln? In 10000bc ist nichts davon gelungen. Allzu schnelle Schnitte, allzu kurze und seichte Dialoge verhindern eine Identifikation mit den Figuren. Die lange und beschwerliche Reise aus dem eisigen Norden bis in die Wüste Afrikas erscheint nach 104 Minuten, schnellen Tag-Nacht Wechseln und abrupten Landschaftsänderungen wie ein Kurztripp. Und das, was den Helden erst zum Helden macht, sein Gegenpart nämlich, das Böse, die "dunkle Seite", ist ein Witz. Die beiden Sklaventreiber wirken eher lächerlich als beängstigend und die übermächtige Gottheit im Finale ist auch nur ein Speerwurf weit entfernt.
Aber dieser Aspekt war nie Emmerichs stärke, die lag eher bei den Bildern: gewaltige Raumschiffe, riesige Monster, beeindruckende Naturkatastrophen. Nur kann er damit in 10000bc nicht punkten. Obschon die Landschaft an sich den Drehort bildet, wirkt alles irgendwie Studiohaft. Die Landschaft im Hintergrund wirk wie aufgemahlt, selbst die Wüsten wirken überschaubar und vermitteln nicht den Eindruck von Weite. Pyramiden, Mammuts, Säbelzahntiger ... alles wirkt wie aus dem Computer, unrealistisch, kulissenhaft. Zu diesem unrealistischen Eindruck trägt auch die Maske der Protagonisten bei. Weiße in Rasta-Look die gepflegter aussehen als ein Promi nach drei Tagen im Dschungel-Camp? Versetzt mich das, zumindest illusorisch, in die Zeit 10000 Jahre vor unserer Zeitrechnung?
Natürlich lässt sich über Geschmack streiten, natürlich gibt es auch solche, die 10000bc gut finden, und ich respektiere das. Aber dennoch glaube ich, dass man 10000bc aus durchaus objektiven Gründen als wenig gelungen bezeichnen kann, er ist schlicht und einfach HANDWERKLICH SCHLECHT GEMACHT.
Emmerich wird sich mal wieder damit trösten, dass 10000bc wie viele seiner Vorgängerfilme, zwar an den Kinokassen durchfiel, dafür aber als DVD kommerziell erfolgreich sein wird. Hoffentlich ist ihm auch klar, weshalb und wie lange dieses von Hollywood gehypte Emmerich-System noch funktioniert.
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24 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"10.000 BC" - Ein sehr schönes Abenteuer! (Blu-ray), 2. März 2009
Nun, ich dachte mir, ich bewerte diesen Film gleich nachdem ich ihn mir angesehen habe. Da sind die Eindrücke noch am frischesten ;-). Ich habe mir jetzt allerdings auch noch ein wenig Zeit gelassen, den Film auf mich wirken zu lassen.
Ich komme nun eigentlich nur zu einem Entschluss: Er hat mir heute auf Blu-ray um einiges besser gefallen als damals im Kino. Die vielen Kritiken über geschichtliche Ungereimtheiten usw. sind mir vollkommen bewusst, auch mir sind diese aufgefallen. Aber nach einem kurzen Schmunzeln war ich sofort wieder dabei. Ich habe den Film damals im Kino gesehen und wusste nun auf was ich mich einlasse und vor allem mit welchen Erwartungen man den Film anschauen sollte.
Für langweilige Realisten ist der Film nichts! Für Menschen mit sehr viel Fantasie, ein Augenschmaus! ;-)
Roland Emmerich wollte uns hier keine Dokumentation über dieses damalige Zeitalter servieren. Nein, er will die Fantasie der Zuschauer anregen. Warum müssen Pyramiden immer nur in Ägypten stehen? Warum darf ein Regenwald nicht in ein eisiges Gebirge übergehen? Warum?
Die Geschichte in "10.000 BC" ist zwar sehr einfach gestrickt, wirkt aber meiner Meinung nach nicht langatmig oder langweilig. Die Effekte sind vom Feinsten, ganz zu Schweigen von der Inszenierung der Tiere! Auch die Darstellung der Landschaften sind einfach nur grandios und herrlich anzusehen.
Die Spitze des "Eisberges" bildet die "Blu-ray"-Disc! Wer den Film in High Definition genießen kann, bekommt Balsam für Augen und Ohren.
Diese Edition kommt in einem sehr schicken (glänzend/schimmernden) Steelbook daher, die in keiner Sammlung fehlen darf.
PS: Lasst euch von diesem schwankenden Preis nicht beirren. Ich bezahlte vor vier Wochen für diese Edition grademal 15 ¤. Also abwarten, Tee trinken und dann "10.000 BC" genießen!
Für langweilige Realisten ist der Film nichts. Für Leute mit viel Fantasie (dazu zähle ich auch mich), ist der Film ein Augenschmaus! ;-)
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73 von 107 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Geradezu unfassbar schlecht!, 4. Juli 2008
Die Stärke von Roland Emmerich lag noch nie in gut gedachten Filmen mit ausgefeilter Story. So durfte man von "10.000 BC" auch keinen Film a la Mel Gibsons "Apocalypto" erwarten. Doch während die letzten Filme des Schwaben, von dem unsäglichen "Patrioten" mal abgesehen, zumindest halbwegs funktionierten und mit spektakulären Effekten und Endzeitszenarien aufwarten konnten, ist hier so ziemlich alles misslungen. Der Film hatte, auch wenn man es teilweise nicht vermutet, ein Produktionsbudget von 140 Millionen Dollar und wie es scheint wollte Emmerich kein Risiko eingehen. So liefert er eine absolut harmlose 08/15 Hollywoodstory, aus der man allerdings trotzdem noch etwas hätte machen können. Von Fakten lässt sich Emmerich auch nicht bremsen. So weiß man nicht, wo die Story spielt (die Darsteller legen einen kleinen Fußmarsch über verschneite Berge, tropische Urwälder und durch die Wüste hin).Über (nicht vorhandene) Sprachprobleme, strahlend weiße Zähne... wurde bereits genug gesagt. Dies sind im Endeffekt aber alles nur Kleinigkeiten, an denen man sich zwar aufhängen kann, die einem guten, oder zumindest unterhaltsamen, Film aber noch nicht zwingend im Weg stehen. Leider ist aber auch sonst nichts gelungen. Gute schauspielerische Leistungen scheint das Drehbuch gar nicht erst zulassen zu wollen. ?Fräulein "Blauage", die immer nur den gleichen Gesichtsausdruck parat hat, ist aber fast schon eine Frechheit. Auch die Darstellung der Pyramidenherrscher ist, in ihren Karnevalskostümen, geradezu lächerlich. Überhaupt sind es einfach zu viele störende Kleinigkeiten, die einem auch die geringste Unterhaltung verderben. Die alte Frau mit ihren Visionen ist genauso unfreiwillig komisch wie die Dialoge der Sklavenhändler. Überhaupt sind die Dialoge unglaublich platt. Auch die Stimme aus dem Off schwankt zwischen nervtötend und lachhaft. Der Schluss, die Wiederauferstehung, hat im Kino ebenfalls für viel Gelächter gesorgt. Auch die Dankbarkeit, die der Säbelzahntiger zeigte und die damit verbundene Prophezeiung machen deutlich, dass dieser Film gar nicht erst versucht ernst genommen zu werden. Wer denkt, dass die Aufnahmen prähistorischer Tiere und entstehender Pyramiden für den restlichen Schwachsinn entschädigen können, wird leider auch enttäuscht. Die Mammutjagd am Anfang und auch einige Aufnahmen der Sklavenarbeit sind durchaus beeindruckend, allerdings ist dies heutzutage fast schon Standard. Der Säbelzahntiger ist sogar relativ schlecht animiert. Als ich aus dem Kino gegangen bin, sah ich eigentlich nur ratlose und enttäuschte Gesichter, lediglich ein 10-12 jähriger Junge erzählte seinem Vater wie toll er den Film fand. Dieser Altersgruppe kann ich "10000 BC" auch empfehlen, alle anderen sollten die Finger davon lassen. Mit seinem nächsten Projekt "2012" beschäftigt sich Emmerich mit der Zukunft. Hoffentlich liegt ihm diese besser als die Vergangenheit!
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