"10.000 AD - Black Pearl" ist ein sehr eigenwilliger Film, der sich schlecht mit einem der gängigen Blockbuster vergleichen lässt, wiewohl die Werbung das versucht und sogar einen hungrigen Dino aufs Cover packt, was mit einem Film, der in der Zukunft spielt, rein gar nichts zu tun hat. Aber irgendwo verstehe ich das, denn wie will man den Film verkaufen mit dem, was er wirklich bietet? Verquaste Öko-Endzeitmystik, die letztendlich doch nur auf das althergebrachte Fantasyprinzip hinausläuft: Helden suchen ein Objekt der Macht (meist ein magisches Schwert oder ein magischer Kristall, hier die "schwarze Perle" des Titels), ohne das sie das Böse nicht besiegen können. Die Kameraführung ist an schönen Landschaften interessiert, die Musik angenehm zurückhaltend und stimmig, und das Beste ist auf jeden Fall der Schnitt, denn wie an einem Handlungsort begonnene Szenen an einem völlig anderen Ort fortgeführt werden, ein Kampf durch einen Dialog unterbrochen wird oder umgekehrt, fordert den Zuschauer und lässt nie ermüden. Im technischen Geschick den üblichen Low-Budget-Genrestreifen weit überlegen, macht "10.000 AD - Black Pearl" bloß den Fehler, sich allzusehr auf seine vermeintlich große symbolische Bedeutung zu verlassen, und das entpuppt sich als Luftblase. Die nach dem Großen Krieg zerstörte Welt durch prächtigen grünen Wald darzustellen und dazu vom Wassermangel zu reden, ergibt auch nicht viel Sinn. Fazit: interessant, ungewöhnlich, kreativ, stilistisch konsequent, aber leider doch am Ziel vorbei.