Das erste und nunmehr ein Viertel Jahrhundert alte, erste Soloalbum von Peter Gabriel besticht in einer einzigartigen Kombination aus theatralischer 70er Jahre Rockmusik und orchestralen Einlagen, gespielt vom berühmten London Symphony Orchestra.
Schon der erste Titel des Albums „Moribund the Burgermeister" ist charakteristisch für das ganze Album, indem es rockig mit klassischen Instrumenten unterstrichen und irgendwie verspielt klingt. Einen ganz andere Art hat der Klassiker schlechthin „Solsbury Hill". Über diesen eingängigen Ohrwurm, der bis heute zu den am häufigsten gespielten Klassikern der Musikgeschichte zählt, muss wohl nicht viel gesagt werden. Etwas ruhiger und beschaulicher geht es beim nächsten Titel „Modern Love" weiter, dem dann dass absolut albern (aber genial) klingende „Excuse Me" folgt. Neben einem munter aufspielenden Klavier ist z.B. eine Tuba zu hören, gespielt von Tony Levin, der auch heute noch zur „Band" von Peter Gabriel gehört, aber auch schon einige Soloprojekte veröffentlicht hat. Weiter am Ende des Albums folgt dann ein Höhepunkt der Albums: „Down the Dolce Vita" beginnt rein klassisch und sehr pompös vom London Symphonie Orchester gespielt, bis es dann plötzlich in den für das Album so typischen 70er Sound verfällt. Zwischendurch erklingt dann immer mal wieder eine Orchestereinlage, die den Titel auflockert und in besonderer Art und Weise unterstreicht. Als letzter Titel ist dann mit „Here comes the Flood" auch noch mal ein Klassiker zu hören. Dieser Titel ist auch bis heute noch Teil des Konzertprogramms von Peter Gabriel, manchmal auch auf deutsch gesungen („Hier kommt die Flut"), wie zuletzt bei einem Konzert in München, in Gedenken an die Flutkatastrophe in Ostdeutschland.
Peter Gabriel selbst findet das Album immer noch hörenswert, wobei er aber betonte, dass er es heute weniger bombastisch und nicht so theatralisch ausschmücken würde. Aber auch gerade dass ist ein Reiz dieses Albums, die Nachfolgealben von Peter Gabriel unterscheiden sich doch deutlich in Klang und Instrumentierung.