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Der junge Computerfreak Peter lebt davon, sich in Firmencomputer einzuhacken und die geraubten Daten weiter zu verkaufen. Alles geht glatt, bis er eines Tages seine paranoide Freundin tot in der Badewanne seiner Wohnung auffindet und panikartig seine Bleibe verlässt. Er findet sich in Köln wieder, versteckt sich in einem Mietshaus und beginnt, in Wohnungen einzudringen. Er duscht, schläft, arbeitet in fremden Buden und versucht, keine Spuren zu hinterlassen. Nach und nach findet Peter vom virtuellen ins "wahre" Leben zurück.
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Marc Ottikers ungewöhnliche, bittersüße Komödie eröffnete das Hofer Filmfest 2001 und begeisterte Zuschauer wie Kritik. In der Hauptrolle des schrägen Werkes, bei dem Ottiker auch das Drehbuch verantwortete, überzeugt der gutbeschäftigte TV- und Kinodarsteller Stephan Kampwirth ("23"), in Nebenrollen spielen Doris Schretzmayer ("Eierdiebe") und Sven Pippig ("Absolute Giganten"). Das einfühlsame, dennoch durchaus witzige Porträt eines Entwurzelten dürfte neugierige Anhänger des innovativen deutschen Films ansprechen.
Blickpunkt:
Vor Jahren fand Regisseur Marc Ottiker in seinem Badezimmer ein Handtuch, von dem er nicht wusste, wem es gehörte. Er stellte sich vor, ein Fremder benutze ohne sein Wissen und unbeobachtet seine vier Wände. Impuls für eine skurrile Geschichte über einen Computerhacker, der sich eines Tages nicht mehr in Systeme einloggt, sondern in Wohnungen. Und mit den unbekannten Besitzern so etwas wie Komplizenschaft und Freundschaft entwickelt.
Eigentlich ist der Einbruch eines Fremden in die eigene Wohnung eine Vorstellung, die man mit Krimis oder Horrorfilmen in Verbindung bringt. Der Schweizer Marc Ottiker entzieht sich dem üblichen Spannungsschema und erzählt verschiedene Geschichten. Da ist der Computerhacker Peter, der mit geheimen Firmendaten Geschäfte macht und eines Morgens seine Freundin tot in der Badewanne findet, unter Schock flieht und per Zufall in Köln landet. Dort 'schmuggelt' er sich in ein Mietshaus und nutzt die Wohnungen, er schläft bei einem Amateurschriftsteller, duscht sich bei einem Jogger und verstellt die Schachfiguren bei einem Schichtarbeiter, verwirrt eine Sekretärin mit kleinen Zetteln an Büchern. Die Schlüssel findet er unter der Matte, im Briefkasten oder unter dem Reifen eines Autos. Seltsamerweise zeigen die Bewohner keine Furcht, sondern machen nach und nach das Spiel mit, nutzen die Möglichkeit, ihrer Einsamkeit zu entfliehen. Denn sie alle sind 'lost in life', schwimmen in der Anonymität der Großstadt, pflegen nur oberflächliche Kontakte. Der große Unbekannte bricht die Vereinzelung auf und findet sich dabei plötzlich nicht mehr in der virtuellen, sondern der realen Welt. Eine Erfahrung, die ihn irgendwann mal Laptop und Daten-Chip in den Rhein werfen lässt, ein Akt der Befreiung und Rückkehr in die Wirklichkeit.
Schon durch die Ausstattung (Birgit Esser erhielt im vergangenen Jahr in Hof den Szenografie-Preis) entsteht das persönliche Bild der einzelnen Bewohner, die eines verbindet - die Neurosen der modernen Gesellschaft. Nicht umsonst liest die zwanghafte Sekretärin Fritz Riemanns Psychologie-Klassiker 'Grundformen der Angst'.
Der mit digitaler Kamera gedrehte Film erlaubt sich keine technischen Sperenzchen, sondern arbeitet konventionell mit Schuss - Gegenschuss, was manchmal etwas eintönig wirkt. Wer Hans-Christian Schmids '23' mochte, sollte sich auch in diesem Universum aus Fremdheit und Intimität heimisch fühlen. mk.
Eigentlich ist der Einbruch eines Fremden in die eigene Wohnung eine Vorstellung, die man mit Krimis oder Horrorfilmen in Verbindung bringt. Der Schweizer Marc Ottiker entzieht sich dem üblichen Spannungsschema und erzählt verschiedene Geschichten. Da ist der Computerhacker Peter, der mit geheimen Firmendaten Geschäfte macht und eines Morgens seine Freundin tot in der Badewanne findet, unter Schock flieht und per Zufall in Köln landet. Dort 'schmuggelt' er sich in ein Mietshaus und nutzt die Wohnungen, er schläft bei einem Amateurschriftsteller, duscht sich bei einem Jogger und verstellt die Schachfiguren bei einem Schichtarbeiter, verwirrt eine Sekretärin mit kleinen Zetteln an Büchern. Die Schlüssel findet er unter der Matte, im Briefkasten oder unter dem Reifen eines Autos. Seltsamerweise zeigen die Bewohner keine Furcht, sondern machen nach und nach das Spiel mit, nutzen die Möglichkeit, ihrer Einsamkeit zu entfliehen. Denn sie alle sind 'lost in life', schwimmen in der Anonymität der Großstadt, pflegen nur oberflächliche Kontakte. Der große Unbekannte bricht die Vereinzelung auf und findet sich dabei plötzlich nicht mehr in der virtuellen, sondern der realen Welt. Eine Erfahrung, die ihn irgendwann mal Laptop und Daten-Chip in den Rhein werfen lässt, ein Akt der Befreiung und Rückkehr in die Wirklichkeit.
Schon durch die Ausstattung (Birgit Esser erhielt im vergangenen Jahr in Hof den Szenografie-Preis) entsteht das persönliche Bild der einzelnen Bewohner, die eines verbindet - die Neurosen der modernen Gesellschaft. Nicht umsonst liest die zwanghafte Sekretärin Fritz Riemanns Psychologie-Klassiker 'Grundformen der Angst'.
Der mit digitaler Kamera gedrehte Film erlaubt sich keine technischen Sperenzchen, sondern arbeitet konventionell mit Schuss - Gegenschuss, was manchmal etwas eintönig wirkt. Wer Hans-Christian Schmids '23' mochte, sollte sich auch in diesem Universum aus Fremdheit und Intimität heimisch fühlen. mk.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Drama über einen Computerhacker, der sich nach dem Tod seiner Freundin in fremden Wohnungen einnistet.
Kurzbeschreibung
Der junge Computerfreak Peter lebt davon, sich in Firmencomputer einzuhacken und die geraubten Daten weiter zu verkaufen. Alles geht glatt, bis er eines Tages seine paranoide Freundin tot in der Badewanne seiner Wohnung auffindet und panikartig seine Bleibe verlässt. Er findet sich in Köln wieder, versteckt sich in einem Mietshaus und beginnt, in Wohnungen einzudringen. Er duscht, schläft, arbeitet in fremden Buden und versucht, keine Spuren zu hinterlassen. Nach und nach findet Peter vom virtuellen ins ""wahre"" Leben zurück ...
Produktbeschreibungen
Der junge Computerfreak Peter lebt davon, sich in Firmencomputer einzuhacken und die geraubten Daten weiter zu verkaufen. Alles geht glatt, bis er eines Tages seine paranoide Freundin tot in der Badewanne seiner Wohnung auffindet und panikartig seine Bleibe verlässt. Er findet sich in Köln wieder, versteckt sich in einem Mietshaus und beginnt, in Wohnungen einzudringen. Er duscht, schläft, arbeitet in fremden Buden und versucht, keine Spuren zu hinterlassen. Nach und nach findet Peter vom virtuellen ins "wahre" Leben