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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Endlich ein Lebenszeichen !!!, 15. Juli 2006
Rezension bezieht sich auf: 1,2,3,4 (Audio CD)
Nach 10 Jahren Pausen meldet sich endlich einer der in der Öffentlichkeit meist unterschätzesten deutschen Musiker zurück: Stephan Remmler. Und was für ein Comeback ! Nachdem auf dem letzten Album Amnesia (für mich eines der besten Deutschrockalben überhaupt) von 1996 vorwiegend rockige Elemente die Richtung vorgaben, besinnt sich Remmler hier auf den für ihn typischen minimalistischen Sound zurück, ohne dabei altbacken oder unmodern zu wirken. Zumal die meisten Stücke remixed wurden oder prominente Unterstützung wie z.B. Thomas D oder Phillep von Deichkind bekamen. Auf dem Album finden sich meist neue Songs aber auch Klassiker die einer Frischzellenkur unterzogen wurden wie z.B. "Kummer" oder "Vogel der Nacht". Die neuen Songs machen Laune und auch der für Remmler typische Zynismus in den Texten ist enthalten ("Frauen sind Böse", "World famous in Germany"). Wirklich klasse, Danke Stephan !!! Das Warten hat sich gelohnt und hoffentlich bekommt dieses tolle Album den Erfolg und die Aufmerksamkeit die es verdient. Für mich ein Highlight des Jahres !
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Nach 10 Jahren endlich wieder was von Remmler!, 1. Juni 2006
Rezension bezieht sich auf: 1,2,3,4 (Audio CD)
10 Jahre Pause gönnte sich Stephan Remmler und holt nun zu einem größeren Wurf aus. Das aktuelle Album "1, 2, 3, 4 ..." wird in einer Standard-CD und in einer Limited Edition (Doppel-CD plus DVD) erscheinen. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass Remmler fast alle Lieder von anderen Künstlern bearbeiten ließ - darunter namhafte Leute wie Thomas D., Heinz Strunk, Deichkind oder die 2raumwohnung. Fast jedes Lied liegt nun in zwei bis drei unterschiedlichen Fassungen vor. Während Remmler in seinen früheren Alben immer mehr zur Rockmusik tendierte, präsentiert sich sein neuestes Werk recht minimalistisch-elektronisch. Dies gilt jedenfalls im Wesentlichen für alle von ihm (und seinem Sohn Cecil) produzierten Titel. Dagegen fielen die Überarbeitungen der anderen Künstler recht facettenreich aus. "Halt mich fest ich werd verrückt" wurde von der Band El*ke mit fetten Gitarren unterlegt, oder "Let's Go To Elvis" erklingt überraschend glaubwürdig im knackigen Country-Stil. Der Trio-Klassiker "Kummer" wurde von Deichkind um einen Rap bereichert. Bei "Einer muss der Beste sein" hört man die drei Remmler-Söhne Cecil Jonni und Lauro im Chor singen. Absolutes Highlight der CD ist "Gestern Abend" mit Thomas D. Textlich fällt auf, dass Remmler offenbar viel über das Altern sinniert. Er selbst geht per dato schließlich stramm auf die 60 zu. Dies spiegelt sich in Liedern wie "Mach den Sarg auf", "Ich muss ins Krankenhaus" wieder. Besonders ausgefallen ist textlich das Lied "Die Luft ist raus", in dem er sich über mangelnde Ausdauer im Bett auslässt... Insgesamt gefällt mir das Album sehr gut. Allerdings klingt es beim Durchhören durch die verschiedenen Überarbeitungen etwas uneinheitlich, daher 1 Stern Abzug. Technisch reizt Remmler so ziemlich alles aus, was man auf einer CD so machen kann. Als "Enhanced"-Titel kann man das Video zu dem leider weitgehend missverstandenen Titel "Frauen sind böse" sehen, und ein "Hidden Track" ist auch drauf - wo, wird nicht verraten. Dazu gibt's auch noch Bonus-Tracks. Ergo: 10 Jahre warten haben sich gelohnt...
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4.0 von 5 Sternen
originell und gewagt, 3. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: 1,2,3,4 (Audio CD)
Man hört sofort, wer da singt, der Trio-Frontmann. Die CD enthält eine Mischung teils origineller, teils weniger origineller Songs mit Remmlers typischem Duktus aus Melancholie, Selbstmitleid und Augenzwinkern. Einige Stücke sind experimenteller Natur und nicht jedes Experiment gelingt bekanntlich. Das Werk hätte ein Erfolg werden können, wenn es sich nicht mit 'Frauen sind böse' so stark gegen den Zeitgeist gewendet hätte. Kritik an Frauen oder Feminismus, selbst wenn sie ironisch gemeint ist, gilt nämlich heutzutage bei Musikritikern wie bei Radiostationen als politisch unkorrekt und bedeutet daher künstlerischen Selbstmord. Aufs-Korn-Nehmen von Männern wäre OK gewesen, siehe "Männer sind Schweine" etc. Nichtsdestotrotz hat Remmler hier ein musikalisch minimalistisches, aber inhaltlich gelungenes Lied hingelegt, Chapeau! Wer es humorvoll mag, ist mit "Ich muss ins Krankenhaus" sehr gut bedient. Insgesamt eine hörenswerte CD, die allerdings gehörige Ecken und Kanten aufweist und deren Extra-Mixe nicht nötig gewesen wären.
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